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Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten

Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten


In den letzten Jahren tauchten zahlreiche Artikel und Blogbeiträge auf, die unserer Meinung nach eine gefährlich Botschaft verbreiten: Wir sind agil und brauchen daher keine Architekten! Wir wollen dagegenhalten: mit dem Agilitekten.

Ein gut geführtes Restaurant kann als Metapher für ein Softwareentwicklungsteam dienen. Dort sind die Zuständigkeiten für die Arbeit im Team klar verteilt. Der Saucier macht die Soßen, der Patissier ist für Feingebäck und Süßspeisen verantwortlich, die Oberkellnerin kümmert sich um die Begrüßung und die Vergabe der Sitzplätze, der Sommelier konzentriert sich auf den Wein, und der Küchenjunge spült das Geschirr. Wenn man die Arbeitsmuster eine Weile beobachtet, wird man feststellen, wie sich jede Person auf den Arbeitsbereich konzentriert, für den sie zuständig ist. Die Kellnerin kommt mit einer Bestellung an, heftet sie an die Pinnwand und verschwindet wieder, um einen Korb mit Brot an den Tisch zu bringen. Der Annoncier liest die Bestellung durch und ruft den Spezialisten die Namen für jedes Gericht zu. Der Poissonier brät den Heilbutt an, der Saucier bereitet die Soße zu, der Legumier bereitet das Gemüse und die Garnierung mit Brunnenkresse vor und der für die Präsentation der Gerichte zuständige Koch richtet die Speise an. Sobald alles fertig ist, kontrolliert der Chefkoch das Ergebnis. Dann wird der Kellner herangerufen und serviert die Gerichte am Tisch. Jeder Einzelne weiß, was er zu tun hat, wann er es zu tun hat und – mindestens ebenso wichtig – was er von den Kollegen erwarten kann. Die Atmosphäre ist lebendig, geschäftig und entschlossen. Wenn Sie diesem Muster in einem Softwareprojekt begegnen, spüren Sie förmlich die Energie von konzentrierter Spannung und Leistungsbereitschaft in der Luft: den Flow.

Was hier wirklich vor sich geht, ist Folgendes: Die Leute kommen mit ihrer Verantwortung und ihrem Wissen zur vollen Entfaltung. Die UI-Spezialisten wissen, was von ihnen erwartet wird. Die Tester wissen, wann eine Version wirklich auslieferungsfähig ist. Die Datenbankentwickler wissen, wo ihre Aufgaben beginnen und enden. Jeder Einzelne im Team ist zuversichtlich in Bezug auf das, was er zu tun hat, und darauf, dass er weiß, wann er seinen Beitrag geleistet hat. Und der Agilitekt weiß um seine Zuständigkeit für die Koordinierung von Aufgaben, die Kommunikation der Architektur an verschiedene Stakeholder, die Mitwirkung bei der Erarbeitung querschnittlicher Konzepte, die Moderation an Schnittstellen, das Herbeiführen...

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