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Java Magazin
Teil 12: Wiederherstellbarkeit von Websystemen

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Die Recoverability bezeichnet die Wiederherstellbarkeit eines Websystems. Wie man diese automatisiert, um in möglichst kurzer Zeit wieder ein verfügbares System zu erhalten, erfahren Sie in diesem Artikel. Die Geschwindigkeit der Wiederherstellung bestimmt im Wesentlichen die Verfügbarkeit, da ein System nun mal nicht verfügbar ist, solange es wiederhergestellt wird.

Daniel Takai


Früher unterschied man noch zwischen Erneuerbarkeit und Wiederherstellbarkeit. Beim physischen Versagen von Komponenten war es wichtig, dass Ersatzteile schnell bei der Hand waren. Im eigenen Rechenzentrum sind die Maschinen teuer und werden teilweise individuell gepflegt, um Investitionen zu schützen. In der Cloud ist diese Denkweise ein Anachronismus. Hier ist die Wiederherstellbarkeit identisch mit der Erneuerbarkeit eines Systems, da hier jeweils eine gänzlich neue virtuelle Maschine per API bereitgestellt wird. Um die Hardware muss man sich nicht mehr kümmern. Die Bereitstellung von frischen, neuen virtuellen Maschinen mit wohldefinierter Konfiguration über solche APIs ist die Basis effizienter Wiederherstellbarkeit und damit das Thema dieses Artikels.

Abb. 1: Recoverability im Zusammenhang mit der Widerstandsfähigkeit

Abbildung 1 zeigt das Qualitätsmerkmal im Zusammenspiel mit der Widerstandsfähigkeit (Resiliency), der Sicherheit sowie der Skalierbarkeit. Die Wiederherstellbarkeit ist einer der drei wesentlichen Bausteine, die Widerstandsfähigkeit möglich macht. Da Wiederherstellbarkeit in Cloud-Umgebungen identisch mit der Erneuerbarkeit ist, beeinflusst sie zudem die dynamische Skalierbarkeit eines Systems. In der Cloud können wir genau dann dynamisch skalieren, wenn wir neue virtuelle Maschinen automatisch provisionieren können. Schließlich beeinflusst die Integrität von Daten nach einer Wiederherstellung auch die Sicherheit. Einige Autoren, wie Thomas Limoncelli [1], nennen die erwähnten Konzepte schlicht Operational Requirements, aber nicht im Sinne von Anforderungen, sondern im Sinne von Notwendigkeiten. Tatsächlich ist ohne den konsequenten Einsatz dieser Methoden ein effizienter und qualitativ hochwertiger Betrieb schwierig. Abbildung 2 zeigt die Konzepte rund um die Wiederherstellbarkeit, von denen wir einige in diesem Artikel beschreiben.

Abb. 2: Konzepte der Wiederherstellbarkeit

Services automatisieren

Effiziente Wiederherstellbarkeit kann durch die Abschaffung von Schufterei (Elimination of Toil) und die Einführung von Service Automation gelingen. Die Durchführung von repetitiven, komplizierten Arbeitsabläufen durch Menschen ist fehleranfällig. Ein Vorteil der Automatisierung ist, dass Prozesse jedes Mal gleich ausgeführt werden und deswegen keine Fehler passieren können. Repetitive, komplizierte Arbeitsabläufe sind außerdem für den Menschen unangenehm, da ihm bewusst ist, dass Fehler passieren können. Weil im Betrieb die Auswirkungen von ...

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Teil 12: Wiederherstellbarkeit von Websystemen

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Die Recoverability bezeichnet die Wiederherstellbarkeit eines Websystems. Wie man diese automatisiert, um in möglichst kurzer Zeit wieder ein verfügbares System zu erhalten, erfahren Sie in diesem Artikel. Die Geschwindigkeit der Wiederherstellung bestimmt im Wesentlichen die Verfügbarkeit, da ein System nun mal nicht verfügbar ist, solange es wiederhergestellt wird.

Daniel Takai


Früher unterschied man noch zwischen Erneuerbarkeit und Wiederherstellbarkeit. Beim physischen Versagen von Komponenten war es wichtig, dass Ersatzteile schnell bei der Hand waren. Im eigenen Rechenzentrum sind die Maschinen teuer und werden teilweise individuell gepflegt, um Investitionen zu schützen. In der Cloud ist diese Denkweise ein Anachronismus. Hier ist die Wiederherstellbarkeit identisch mit der Erneuerbarkeit eines Systems, da hier jeweils eine gänzlich neue virtuelle Maschine per API bereitgestellt wird. Um die Hardware muss man sich nicht mehr kümmern. Die Bereitstellung von frischen, neuen virtuellen Maschinen mit wohldefinierter Konfiguration über solche APIs ist die Basis effizienter Wiederherstellbarkeit und damit das Thema dieses Artikels.

Abb. 1: Recoverability im Zusammenhang mit der Widerstandsfähigkeit

Abbildung 1 zeigt das Qualitätsmerkmal im Zusammenspiel mit der Widerstandsfähigkeit (Resiliency), der Sicherheit sowie der Skalierbarkeit. Die Wiederherstellbarkeit ist einer der drei wesentlichen Bausteine, die Widerstandsfähigkeit möglich macht. Da Wiederherstellbarkeit in Cloud-Umgebungen identisch mit der Erneuerbarkeit ist, beeinflusst sie zudem die dynamische Skalierbarkeit eines Systems. In der Cloud können wir genau dann dynamisch skalieren, wenn wir neue virtuelle Maschinen automatisch provisionieren können. Schließlich beeinflusst die Integrität von Daten nach einer Wiederherstellung auch die Sicherheit. Einige Autoren, wie Thomas Limoncelli [1], nennen die erwähnten Konzepte schlicht Operational Requirements, aber nicht im Sinne von Anforderungen, sondern im Sinne von Notwendigkeiten. Tatsächlich ist ohne den konsequenten Einsatz dieser Methoden ein effizienter und qualitativ hochwertiger Betrieb schwierig. Abbildung 2 zeigt die Konzepte rund um die Wiederherstellbarkeit, von denen wir einige in diesem Artikel beschreiben.

Abb. 2: Konzepte der Wiederherstellbarkeit

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Effiziente Wiederherstellbarkeit kann durch die Abschaffung von Schufterei (Elimination of Toil) und die Einführung von Service Automation gelingen. Die Durchführung von repetitiven, komplizierten Arbeitsabläufen durch Menschen ist fehleranfällig. Ein Vorteil der Automatisierung ist, dass Prozesse jedes Mal gleich ausgeführt werden und deswegen keine Fehler passieren können. Repetitive, komplizierte Arbeitsabläufe sind außerdem für den Menschen unangenehm, da ihm bewusst ist, dass Fehler passieren können. Weil im Betrieb die Auswirkungen von ...

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