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Java Magazin
Das neue aktionsbasierte Webframework für Java EE

Eine Fernbeziehung: MVC 1.0 und Java EE


Mit MVC 1.0 war für Java EE 8 ursprünglich ein zusätzliches Webframework neben JavaServer Faces geplant. Obwohl die Idee von der Community sehr positiv aufgenommen wurde, ruderte Oracle kurzfristig zurück. Aber MVC 1.0 ist alles andere als tot. MVC 1.0 wird heute als offener JSR vor allem mit der Unterstützung der Community weiter vorangetrieben.

Eines der am heißesten diskutierten Themen in der Entwicklerwelt war schon immer die Frage, was der beste Ansatz für die Entwicklung von Webapplikation ist. Bezüglich dieser Frage verfallen selbst erfahrene Entwickler schnell in religiösen Fanatismus. Dabei ist die Frage kurz zu beantworten: Welches der beste Ansatz ist, hängt immer von den individuellen Rahmenbedingungen im konkreten Projekt ab.

Versucht man die verschiedenen Java-Webframeworks zu klassifizieren, so fallen vor allem zwei Hauptkategorien ins Auge. Zum einen wären da die komponentenbasierten Webframeworks. Diese Frameworks basieren auf der Idee, die Oberfläche der Anwendung aus wiederverwendbaren Komponenten zusammenzusetzen. Zudem arbeiten sie nicht selten auf einer höheren technischen Abstraktionsebene und versuchen damit technische Details vor dem Entwickler zu verbergen. Java EE enthält mit JavaServer Faces (JSF) seit über zehn Jahren ein Webframework dieser Kategorie.

Die zweite Kategorie sind die so genannten aktionsbasierten Webframeworks. Diese kennzeichnen sich dadurch, dass der HTTP-Request/Response-Lebenszyklus im Mittelpunkt steht. Dabei wird möglichst auf unnötige Abstraktionen verzichtet, wodurch aktionsbasierte Frameworks üblicherweise sehr leichtgewichtig sind. Als großer Vorteil gegenüber den komponentenbasierten Frameworks gilt dabei, dass der Entwickler viel mehr Kontrolle über technische Details und somit auch mehr Flexibilität erhält.

Was bisher geschah

Bevor die eigentliche Arbeit an Java EE 8 begann, befragte Oracle im Rahmen des Java EE Community Survey [1] die Entwicklergemeinde nach den Wünschen für die nächste Java-EE-Version. Eine der Fragen war dabei, ob ein aktionsbasiertes Webframework als Alternative zu JSF als sinnvoll erachtet wird. Mehr als 60 Prozent der Befragten bejahten diese Frage. Aufgrund dieser klaren Antwort der Community startete Oracle mit JSR 371 die Arbeit an MVC 1.0.

Genau wie Java EE 8 selbst, hatte auch MVC 1.0 in der darauffolgenden Zeit seine Höhen und Tiefen. Nachdem zunächst aktiv an der Spezifikation gearbeitet wurde und früh ein bereits weit fortgeschrittener Entwurf des API bereitstand, st...

Java Magazin
Das neue aktionsbasierte Webframework für Java EE

Eine Fernbeziehung: MVC 1.0 und Java EE

Mit MVC 1.0 war für Java EE 8 ursprünglich ein zusätzliches Webframework neben JavaServer Faces geplant. Obwohl die Idee von der Community sehr positiv aufgenommen wurde, ruderte Oracle kurzfristig zurück. Aber MVC 1.0 ist alles andere als tot. MVC 1.0 wird heute als offener JSR vor allem mit der Unterstützung der Community weiter vorangetrieben.

Christian Kaltepoth


Mit MVC 1.0 war für Java EE 8 ursprünglich ein zusätzliches Webframework neben JavaServer Faces geplant. Obwohl die Idee von der Community sehr positiv aufgenommen wurde, ruderte Oracle kurzfristig zurück. Aber MVC 1.0 ist alles andere als tot. MVC 1.0 wird heute als offener JSR vor allem mit der Unterstützung der Community weiter vorangetrieben.

Eines der am heißesten diskutierten Themen in der Entwicklerwelt war schon immer die Frage, was der beste Ansatz für die Entwicklung von Webapplikation ist. Bezüglich dieser Frage verfallen selbst erfahrene Entwickler schnell in religiösen Fanatismus. Dabei ist die Frage kurz zu beantworten: Welches der beste Ansatz ist, hängt immer von den individuellen Rahmenbedingungen im konkreten Projekt ab.

Versucht man die verschiedenen Java-Webframeworks zu klassifizieren, so fallen vor allem zwei Hauptkategorien ins Auge. Zum einen wären da die komponentenbasierten Webframeworks. Diese Frameworks basieren auf der Idee, die Oberfläche der Anwendung aus wiederverwendbaren Komponenten zusammenzusetzen. Zudem arbeiten sie nicht selten auf einer höheren technischen Abstraktionsebene und versuchen damit technische Details vor dem Entwickler zu verbergen. Java EE enthält mit JavaServer Faces (JSF) seit über zehn Jahren ein Webframework dieser Kategorie.

Die zweite Kategorie sind die so genannten aktionsbasierten Webframeworks. Diese kennzeichnen sich dadurch, dass der HTTP-Request/Response-Lebenszyklus im Mittelpunkt steht. Dabei wird möglichst auf unnötige Abstraktionen verzichtet, wodurch aktionsbasierte Frameworks üblicherweise sehr leichtgewichtig sind. Als großer Vorteil gegenüber den komponentenbasierten Frameworks gilt dabei, dass der Entwickler viel mehr Kontrolle über technische Details und somit auch mehr Flexibilität erhält.

Was bisher geschah

Bevor die eigentliche Arbeit an Java EE 8 begann, befragte Oracle im Rahmen des Java EE Community Survey [1] die Entwicklergemeinde nach den Wünschen für die nächste Java-EE-Version. Eine der Fragen war dabei, ob ein aktionsbasiertes Webframework als Alternative zu JSF als sinnvoll erachtet wird. Mehr als 60 Prozent der Befragten bejahten diese Frage. Aufgrund dieser klaren Antwort der Community startete Oracle mit JSR 371 die Arbeit an MVC 1.0.

Genau wie Java EE 8 selbst, hatte auch MVC 1.0 in der darauffolgenden Zeit seine Höhen und Tiefen. Nachdem zunächst aktiv an der Spezifikation gearbeitet wurde und früh ein bereits weit fortgeschrittener Entwurf des API bereitstand, st...

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