© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Java Magazin
Editorial

Volljährig und nicht schon in Rente


Java EE erblickte 1999 mit der Version 1.0 offiziell das Licht der Welt. Damit feiert die Spezifikation in diesem Jahr ihren achtzehnten Geburtstag. Viel ist in diesen achtzehn Jahren passiert, was Ende der 90er Jahre sicher noch niemand vorhersehen konnte. Wir tragen das Internet in der Hosentasche mit uns herum, Autos fahren fast von alleine und unsere Daten sowie Software liegen irgendwo in dieser ominösen Cloud. Mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten ist eine Errungenschaft, die ich Java EE hoch anrechne. Besonders weil Software ja gerne nach achtzehn Monaten schon als veraltet gilt.

Dabei möchte ich nicht behaupten, dass die Enterprise Edition von Java immer an vorderster Front der Neuerungen mitmarschierte. Aber sie hielt Schritt – mal mehr, mal weniger. Was erst recht bemerkenswert ist, wenn man all die firmenpolitischen und strategischen Einflüsse und die sicherlich in den Expertengruppen massenhaft vorhandenen unterschiedlichen Meinungen berücksichtigt. Dabei auch noch den Spagat zwischen Rückwärtskompatibilität, Stabilität und Weiterentwicklung zu meistern, ist keine leichte Aufgabe.

Trotzdem erhält man von Java EE eher den Eindruck eines Hidden Champions als eines gefeierten Stars, trotz seines Alters und der großen Verbreitung. Man liest und hört – auch hier im Java Magazin – deutlich mehr über Spring als über Java EE. Spring muss eben kein Standard sein und kann sich, ohne viel Rücksicht zu nehmen, auf die neuesten Trends stürzen. Neue, glitzernde Dinge interessieren die meisten Menschen deutlich mehr als alte und solide. Damit ist Java EE für mich eher das Arbeitspferd als das Rennpferd der Java-Welt. Es macht zuverlässig seine Arbeit und macht keine Show daraus.

Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum Java EE und seinen Application Servern schon zigmal der Tod prophezeit wurde. Es ist weniger sichtbar und nicht unbedingt der heiße Scheiß. Aber die Expertengruppen und die Community bleiben dran, und oft ist es erstaunlich, was man auch aus manch älterer Technologie noch herausholen kann. Auch Java EE 8 wird eher ein Maintenance-Release als ein großer Schritt nach vorne für die Java-Welt. Aber es legt den Grundstein für Java EE 9, das dann zeigen muss, wie die Zukunft der Enterprise Edition aussehen wird.

Natürlich möchte die Community lieber mehr Weiterentwicklung, mehr neue Features, und das am besten sofort – aber trotzdem bitte Zuverlässigkeit und Stabilität. Auch Java EE soll wie Java selbst in Zukunft einem schnelleren Re...

Java Magazin
Editorial

Volljährig und nicht schon in Rente

Java EE erblickte 1999 mit der Version 1.0 offiziell das Licht der Welt. Damit feiert die Spezifikation in diesem Jahr ihren achtzehnten Geburtstag. Viel ist in diesen achtzehn Jahren passiert, was Ende der 90er Jahre sicher noch niemand vorhersehen konnte. Wir tragen das Internet in der Hosentasche mit uns herum, Autos fahren fast von alleine und unsere Daten sowie Software liegen irgendwo in dieser ominösen Cloud. Mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten ist eine Errungenschaft, die ich Java EE hoch anrechne. Besonders weil Software ja gerne nach achtzehn Monaten schon als veraltet gilt.

Melanie Feldmann


Java EE erblickte 1999 mit der Version 1.0 offiziell das Licht der Welt. Damit feiert die Spezifikation in diesem Jahr ihren achtzehnten Geburtstag. Viel ist in diesen achtzehn Jahren passiert, was Ende der 90er Jahre sicher noch niemand vorhersehen konnte. Wir tragen das Internet in der Hosentasche mit uns herum, Autos fahren fast von alleine und unsere Daten sowie Software liegen irgendwo in dieser ominösen Cloud. Mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten ist eine Errungenschaft, die ich Java EE hoch anrechne. Besonders weil Software ja gerne nach achtzehn Monaten schon als veraltet gilt.

Dabei möchte ich nicht behaupten, dass die Enterprise Edition von Java immer an vorderster Front der Neuerungen mitmarschierte. Aber sie hielt Schritt – mal mehr, mal weniger. Was erst recht bemerkenswert ist, wenn man all die firmenpolitischen und strategischen Einflüsse und die sicherlich in den Expertengruppen massenhaft vorhandenen unterschiedlichen Meinungen berücksichtigt. Dabei auch noch den Spagat zwischen Rückwärtskompatibilität, Stabilität und Weiterentwicklung zu meistern, ist keine leichte Aufgabe.

Trotzdem erhält man von Java EE eher den Eindruck eines Hidden Champions als eines gefeierten Stars, trotz seines Alters und der großen Verbreitung. Man liest und hört – auch hier im Java Magazin – deutlich mehr über Spring als über Java EE. Spring muss eben kein Standard sein und kann sich, ohne viel Rücksicht zu nehmen, auf die neuesten Trends stürzen. Neue, glitzernde Dinge interessieren die meisten Menschen deutlich mehr als alte und solide. Damit ist Java EE für mich eher das Arbeitspferd als das Rennpferd der Java-Welt. Es macht zuverlässig seine Arbeit und macht keine Show daraus.

Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum Java EE und seinen Application Servern schon zigmal der Tod prophezeit wurde. Es ist weniger sichtbar und nicht unbedingt der heiße Scheiß. Aber die Expertengruppen und die Community bleiben dran, und oft ist es erstaunlich, was man auch aus manch älterer Technologie noch herausholen kann. Auch Java EE 8 wird eher ein Maintenance-Release als ein großer Schritt nach vorne für die Java-Welt. Aber es legt den Grundstein für Java EE 9, das dann zeigen muss, wie die Zukunft der Enterprise Edition aussehen wird.

Natürlich möchte die Community lieber mehr Weiterentwicklung, mehr neue Features, und das am besten sofort – aber trotzdem bitte Zuverlässigkeit und Stabilität. Auch Java EE soll wie Java selbst in Zukunft einem schnelleren Re...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang