Java Magazin - 09.2019 - Funktionale Softwarearchitektur


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2019

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Lars Röwekamp, Michael Simons, Peter Hruschka, Gernot Starke, Heinz Kabutz, Michael Sperber, Jan Hauer, Manfred Steyer, Marius Nied, Tam Hanna, Eberhard Wolff, Ralph Ellinger, Konstantin Diener, Karsten Sitterberg, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Peter Thiemann, Michael Sperber, Sebastian Gebele, Dirk Dorsch, Michael Frembs, Michael Heiß

Ein häufiger Trugschluss, wenn es um große Literatur geht, ist die Annahme, der Inhalt sei dabei das schlachtentscheidende Element. Nimmt man einige klassische Werke und extrahiert das Wesentliche des Stoffs, merkt man schnell, dass dieses Wesentliche nicht der alleinige Grund für die Beliebtheit, Bekanntheit und die Langzeitwirkung einer Dichtung sein kann. Beispiele gefällig?

  • „Die Leiden des jungen Werthers“: Junger Mann verliebt sich unglücklich und erschießt sich schlussendlich.

  • „Der Zauberberg“: Junger Mann besucht Sanatorium im Hochgebirge, bleibt sieben Jahre, geht wieder.

  • „Ulysses“: Nicht mehr ganz junger Mann wandert einen Tag lang durch Dublin.

Lassen sich der berühmte Werther-Effekt, die Weltwirkung des Mann’schen Romans und die Innovationskraft der modernen Odyssee von Joyce nur durch die Stoffe erklären? Gut, es kommen noch ein paar Details hinzu, dennoch: Der wegweisende Charakter der genannten Werke resultiert weniger aus ihren inhaltlichen Versatzstücken als vielmehr aus der Form und der Erzählökonomie – nicht (nur) aus dem „Was“, sondern aus dem „Wie“.

Ähnlich verhält es sich bei dem Thema, das diesmal den Schwerpunkt des Java Magazins bildet, nämlich funktionale Softwarearchitektur. Der Artikel von Michael Sperber und Peter Thiemann (S. 24), flankiert von zwei Interviews zum Thema (mit Michael Sperber, S. 34, und Jan Hauer, S. 36), zeigt, dass eine Softwarearchitektur mit Funktionen, unveränderlichen Daten und Kombinatoren zu besseren Programmen führen kann als traditionelle, objektorientierte Architektur, und dass es dabei wie so oft nicht (nur) um das geht, „was“ sie da tut, sondern vor allem darum, „wie“ sie das tut. Und wenn ein Roman laut Autor (Joyce über „Ulysses“) Grundlage zur Rekonstruktion einer ganzen Stadt sein kann, so kann funktionale Softwarearchitektur mit Sicherheit ähnlich konstruktive Ergebnisse zeitigen!

Spaß und möglicherweise hinkende Vergleiche beiseite: Funktionale Softwarearchitektur steht ähnlich wie sogenannte Höhenkammliteratur im Ruf, sehr schwer zugänglich zu sein. Dabei führt Erstere häufig zu einer Verminderung der Komplexität und zu besseren Modellen und sollte wie Letztere etwas weniger kritisch und ehrfürchtig wahrgenommen werden – es lohnt sich!

Obendrein starten wir in dieser Ausgabe zwei neue Serien: eine zum Thema Test-driven Development (S. 70), eine zum Thema Domain-driven Design (S. 42) und haben auch sonst jede Menge zu bieten!

Bei der Lektüre wünscht Ihnen viel Freude und Erkenntnisgewinn

nied_marius_sw.tif_fmt1.jpgMarius Nied | Redakteur

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