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Microframeworks to the Rescue

Kolumne: EnterpriseTales


Enterprise Java scheint mit seinem Memory- und Runtime-Overhead in Zeiten von Cloud-native und Serverless nicht wirklich gut für die Zukunft gerüstet zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Enterprise Frameworks mit Annotation Scanning, Aufbau von Proxies und Caches das Start- und Speicherverhalten weiter negativ beeinflussen. Bedeutet dies das Aus für Java in der Wunderwelt der Cloud? Mitnichten. Microframeworks to the Rescue!

Der Enterprise-Java-Standard JEE ist nicht gerade bekannt für schnelle Start-up-Zeiten und geringen Speicherverbrauch. Genau das sind aber zwei der Schlüsseleigenschaften, die in modernen (Cloud-)Architekturen à la Microservices und Serverless zur Entwicklungs- und Laufzeit über Erfolg bzw. Misserfolg entscheiden. Start-up-Zeiten von wenigen Sekunden sind heutzutage Pflicht und nicht mehr nur Kür, wenn es darum geht, on the fly automatisierte, bedarfsgerechte Skalierung sowie häufige Deployments, inklusive der Durchführung zugehöriger Tests, zu realisieren. Geringer Speicherverbrauch spart Ressourcen und somit bares Geld. Das gilt insbesondere für die Cloud.

Leider sieht es auch bei der Verwendung von speziell auf servicebasierte Architekturen zugeschnittenen Enterprise Frameworks wie Eclipse MicroProfile, Spring Boot oder Dropwizard nicht wirklich besser aus. Der Overhead bezüglich Speicherbedarf und Start-up-Zeiten ist hier zwar deutlich geringer als bei JEE, aber aufgrund der Mächtigkeit der Frameworks eben immer noch nicht wirklich zufriedenstellend. Kein Wunder also, dass sich in den letzten Jahren mehr und mehr Speziallösungen am Markt hervorgetan haben, die sich der beschriebenen Probleme annehmen und unter dem Begriff Microframeworks zusammengefasst werden können.

Microframeworks

Ein Microframework ist ein minimalistisches (Web-)Framework, das es dank seiner extremen funktionalen Fokussierung den Entwicklern auf sehr einfache Weise erlaubt, modulare und hocheffiziente (Web-)Anwendungen zu bauen. Dank eingebundenem Webserver lassen sich in der Regel sowohl Webinhalte ausliefern als auch REST Endpoints bereitstellen.

Der Funktionsumfang eines Microframeworks ist im Vergleich zu klassischen Fullstack-Frameworks wie Eclipse MicroProfile oder Spring Boot stark eingeschränkt. Das angebotene API ist entsprechend schlank und einfach zu nutzen, dafür aber hoch proprietär.

Natürlich gibt es bei dem angebotenen Funktionsumfang durchaus Unterschiede. Allen Microframeworks ist allerdings gemein, dass sie die Implementierung von A...

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