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Bücher

Practical Java Programming


Python hat dank der sehr bequemen Bibliotheksverwaltung anderen Programmiersprachen im Laufe der letzten Jahre die Rolle des Mädchens für alles abgenommen – wer heute ML betreibt, macht dies unter Python. Trotzdem ist auch Java in vielen Fachgebieten das Werkzeug der Wahl. Dieses Buch möchte einen Überblick über die Bereiche geben, in denen ein Java-Programmierer König des Hügels ist.

Xiao beginnt seine Ausführungen im ersten Abschnitt des Buchs mit einer Vorstellung verschiedener Java-Werkzeuge. Das wirkt befremdlich, ist aber verständlich – das Werk richtet sich nämlich nicht nur an Java-Programmierer, sondern auch an all jene, die bisher nur mit C oder anderen Programmiersprachen Erfahrungen gesammelt haben. Der zweite Teil beginnt mit einer Kurzvorstellung der grundlegenden Syntax von Java, um danach die Erzeugung grafischer Applikationen für Windows vorzustellen. Der Oldie AWT kommt dabei nicht mehr zum Einsatz; man setzt stattdessen auf Swing und Java FX. Schon hier zeigt sich der Nachteil des zugegebenermaßen etwas exotischen Buchkonzepts. Auf rund 40 Seiten ist es nicht möglich, einen GUI-Stack komplett zu erklären, dass dabei einiges unter den Tisch fällt, ist unvermeidlich. Das gilt noch stärker für das darauffolgende Kapitel zur Netzwerkprogrammierung, das neben Socket auch auf HTTP, SMTP und sogar RMI einzugehen versucht. Der Abschnitt zu SMTP ist insofern besonders lustig, als der Entwickler nur Socket-Programmierung vorführt und sich nicht weiter mit Bibliotheken aufhält. Kritikpunkte lassen sich – stärker noch – gegen den Android-Abschnitt vorbringen. Immerhin finden sich auch Erwähnungen des App Inventors und ein kurzer und gelungener Abnitt zu 5G-Funktechnologie.

Bewegte sich der zweite Teil des Buchs auf hohem Level, so geht es im dritten Teil an die Interaktion mit Hardware. Die erste Aufgabe ist dabei die Vorstellung des Internet of Things. Die Ausführungen zu Plattformen und Protokollen sind interessant, während die Verwendung des Oracle Java ME Clients kurz ausfällt. Die zugegebenermaßen etwas esoterische, in der Praxis aber brauchbare JVM aus dem Hause STM kommt überhaupt nicht vor.

Darauffolgen Ausführungen zur künstlichen Intelligenz: Auf rund 40 Seiten findet sich eine Erwähnung von TensorFlow sowie eine grundlegende Erklärung dessen, was man heute so unter künstlicher Intelligenz versteht. Kapitel neun versucht sein Glück bei den Grundlagen der Kryptografie, während das zehnte Kapitel zur Blockchain sowohl auf Bitcoin als auch a...

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