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Sprachen und Ökosystem im Check

JavaScript im Expertencheck: Wohin geht die Reise?


Was sind die wichtigsten Trends des JavaScript-Ökosystems und wird Node irgendwann von Deno abgelöst? Auf diese und viele weitere Fragen antworten Sebastian Springer, Peter Kröner, Christian Liebel, Thorsten Hans, Golo Roden und Tobias Struckmeier im großen Expertencheck. Neben einigen übergreifenden Fragen gehen die Experten jeweils auch auf ihr Spezialgebiet ein.

Welche Neuigkeit im JavaScript-Universum war dieses Jahr die wichtigste oder spannendste für dich?

Sebastian Springer: Für mich ist aktuell interessant, dass es neben den drei großen JavaScript-Lösungen Angular, Vue und React mit Svelte noch einen vierten Player gibt. Es ist schön zu sehen, dass Svelte einen radikal anderen Weg geht und die Applikationen vorkompiliert und bereits optimiert ausliefert und diese Arbeit nicht dem Browser überlässt. Ich bin gespannt, was und wie viel die anderen davon lernen werden. Insgesamt hoffe ich stark darauf, dass wir irgendwann diesen Kampf der Frameworks hinter uns lassen und einfach voneinander lernen.

Die zweite spannende Sache dieses Jahr war das Release von Deno 1.0, dem Node.js-Konkurrenten. Ryan Dahl hat hier ja versucht, die Fehler, die er bei der Entwicklung von Node.js gemacht hat, nicht zu wiederholen. Es gibt ein paar sehr spannende Ansätze in Deno, zum Beispiel das Berechtigungskonzept oder auch das Modulsystem und die Tatsache, dass TypeScript nativ unterstützt wird. Ob Deno aber Node.js kurz- oder mittelfristig verdrängen wird, wage ich zu bezweifeln. Aber auch hier gilt wieder: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Peter Kröner: „Spannend“ ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber ich finde es sehr angenehm, dass die letzten paar ECMAScript-Versionen (sowie die nächsten paar kommenden) diverse Löcher in JavaScript stopfen, die mir früher sehr auf den Keks gegangen sind. Kürzlich konnte ich an ein paar Stellen meine selbstgestrickten Implementierungen von Promise.allSettled() und Promise.any() entfernen, einfach weil das jetzt bzw. bald offizielle Sprachfeatures sind, die jeder relevante Browser drauf hat.

Christian Liebel: Mein persönliches Lieblingsthema ist aktuell das Web Capabilities Project, auch unter Project Fugu bekannt, von Google, Intel, Microsoft und weiteren Chromium-Beitragenden. Darüber kommen schrittweise neue Schnittstellen mit nativer Power ins Web. So wird aktuell am Native File System API gearbeitet, das als Vorschauversion schon in manchen Chrome Builds zu finden ist. Das finde ich besonders wichtig, da es insbesondere Produ...

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