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Neue APIs fürs Web

Project Fugu Cheat Sheet


Google, Intel und Microsoft haben sich zusammengetan, um das Web zu einer leistungsfähigeren Plattform zu machen. Zu diesem Zweck entwerfen und implementieren die drei (und andere) Chromium-Mitwirkende neue Web-APIs, die es Webanwendungen ermöglichen, native Funktionen wie den Zugriff auf das Dateisystem oder die Zwischenablage zu nutzen – und zwar auf sichere, datenschutzfreundliche, standardbasierte und abwärtskompatible Weise.

Der Codename für das Capabilities-Projekt ist Fugu, benannt nach einem berühmten japanischen Gericht. Richtig zubereitet ist das Fleisch des Kugelfischs ein ganz besonderes Erlebnis. Bei falscher Zubereitung kann es jedoch gefährlich werden, da der Kugelfisch giftig ist. Deshalb dürfen ihn nur lizenzierte Köche zubereiten. Der Codename zeigt, worum es bei Fugu geht: Entwicklern den Zugang zu besonderen Erlebnissen zu ermöglichen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass alles sicher ist. Die meisten APIs erfordern, dass Ihre Anwendung über HTTPS bereitgestellt wird, einige APIs müssen als Teil einer Benutzergeste (d. h. eines Klicks oder Tastendrucks) aufgerufen werden, während andere eine ausdrückliche Benutzererlaubnis erfordern. Dieses Cheat Sheet zeigt Ihnen das Ziel von Project Fugu und demonstriert die Verwendung von fünf interessanten neuen Web-APIs, die native Power entfesseln.

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Der Fugu-Prozess

  • Jeder kann über den Chromium Bug Tracker [1] eine neue Funktion vorschlagen: Plattformanbieter, Partner oder auch Entwickler. Das Fugu-Team prüft die Vorschläge und priorisiert sie.

  • Als Nächstes wird ein Explainer geschrieben – ein kurzes Dokument, das beschreibt, was das API erreichen will, vielleicht auch einen ersten Entwurf des API.

  • Dann bespricht das Team die Capability mit anderen Entwicklern, Standardisierungsgremien und Browseranbietern. Das Explainer-Dokument wird aktualisiert, um das Feedback aus diesen Diskussionen zu berücksichtigen.

  • Auf der Grundlage des Feedbacks wird ein Designdokument erstellt – eine ausführlichere Version des Explainers.

  • Dieses Designdokument wird an die Technical Architecture Group (TAG) des W3C weitergeleitet. Diese Gruppe stellt sicher, dass das API den Prinzipien des Web entspricht.

  • Besteht das API die Überprüfung, wird eine formale Spezifikation innerhalb der Web Platform Incubator Community Group (WICG) des W3C erstellt. Wichtig ist, dass Communitygruppen keine Empfehlungen (= Standards) veröffentlichen können.

  • Parallel dazu wird das API in Chromium implementiert, wo es zunächst hinter einem Flag verborgen ist, das Entwickler explizit aktivieren müssen, um das API zu nutzen (in Chrome: chrome://flags).

  • Scheint das API stabil zu sein, geht es in ein Origin Trial über. Während dieser Phase können Webentwickler das API bereits nutzen, indem sie sich für ein Trial-Token registrieren. Wird dieses Token mit der Website ...

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