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Cloud Computing

3 Cloud-native Anwendungen mit Kubernetes

Kubernetes (griechisch „Steuermann“) ist ein Open-Source-Projekt aus der Feder von Google und im Prinzip ein Applikationsserver der Ära Cloud: für Microservices und alle anderen Anwendungen, die sich in Container zwängen lassen und auf einem Cluster laufen. Anwendungen sollen dabei so skalieren, resilient und effizient zu betreiben sein wie diejenigen von Google. Ein großes Versprechen, das wir im Rahmen dieses Kapitels beleuchten.

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Kubernetes (kurz: K8s [1]) ist ein quelloffener Clusterorchestrierer, der maßgeblich von Google entwickelt wird und Mitte 2015 in der Version 1.0 erschienen ist. Das bedeutet, dass K8s für den Einsatz in Produktion freigegeben ist, was Google selbst und weitere Unternehmen wie die New York Times bereits tun. Rund um K8s hat sich mittlerweile die Cloud Native Computing Foundation (CNCF [2]) unter dem Dach der Linux Foundation formiert. K8s ist die CNCF-Referenzimplementierung eines Clusterorchestrierers. Damit stehen nun hinter K8s neben Google auch weitere namhafte Unternehmen wie Mesosphere, Cisco, IBM und Intel.Doch was ist K8s genau? K8s ist ein Clusterorchestrierer, ein Applikationsserver, der Anwendungen auf einem potenziell sehr großen Cluster ausführt – auf einer Cloud. K8s agiert dabei auf der Abstraktionsebene von Anwendungen und ihren angebotenen Services, sitzt also exakt an der Schnittstelle zwischen Devs und Ops. Die Anwendungen sind dabei oft Microservices. Es sind jedoch auch andere Anwendungen gern auf K8s gesehen, Hauptsache man kann sie in einem Docker- oder rkt-Container verpacken, wie es auch für klassische JEE-Anwendungen gelingt.K8s betreibt Anwendungen automatisch. Er besitzt eine Steuerschnittstelle (REST-API, Kommandozeile und Web-UI), mit der die Automatismen angestoßen werden können und der aktuelle Status abgerufen werden kann. Was K8s automatisiert: Container auf dem Cluster ausführen Netzwerkverbindungen zwischen Containern aufbauen Persistenten Speicher (Persistent Volumes) für zustandsbehaftete Container bereitstellen Konfigurationsparameter, Schlüssel und Passwörter definieren, ändern und bereitstellen Roll-out-Workflows wie Canary Roll-outs automatisieren Performance und Verfügbarkeit von Serviceendpunkten überwachen und Container bei zu geringer Performance skalieren (Auto-Scaling) und im Fehlerfall reschedulen (Self-Healing) Services managen: Service Discovery, Naming und Load Balancing K8s macht all das auf Basis einer Anwendungsblaupause, die beim Deployment einer Anwendung mit überreicht wird. Diese Anwendungsblaupause beschreibt den Zielzustand einer Applikation im Cluster. Aufgabe von K8s ist es dann, das Cluster vom aktuellen Zustand in den Zielzustand zu überführen. Die Anwendungsblaupause macht dabei keine Annahmen über das Cluster, sondern stellt lediglich Ressourcenforderungen. Somit sind Anwendungen portierbar: Egal ob K8s nur einen Laptop, eine Private Cloud oder gar die große weite ...

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3 Cloud-native Anwendungen mit Kubernetes

Kubernetes (griechisch „Steuermann“) ist ein Open-Source-Projekt aus der Feder von Google und im Prinzip ein Applikationsserver der Ära Cloud: für Microservices und alle anderen Anwendungen, die sich in Container zwängen lassen und auf einem Cluster laufen. Anwendungen sollen dabei so skalieren, resilient und effizient zu betreiben sein wie diejenigen von Google. Ein großes Versprechen, das wir im Rahmen dieses Kapitels beleuchten.

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Kubernetes (kurz: K8s [1]) ist ein quelloffener Clusterorchestrierer, der maßgeblich von Google entwickelt wird und Mitte 2015 in der Version 1.0 erschienen ist. Das bedeutet, dass K8s für den Einsatz in Produktion freigegeben ist, was Google selbst und weitere Unternehmen wie die New York Times bereits tun. Rund um K8s hat sich mittlerweile die Cloud Native Computing Foundation (CNCF [2]) unter dem Dach der Linux Foundation formiert. K8s ist die CNCF-Referenzimplementierung eines Clusterorchestrierers. Damit stehen nun hinter K8s neben Google auch weitere namhafte Unternehmen wie Mesosphere, Cisco, IBM und Intel.Doch was ist K8s genau? K8s ist ein Clusterorchestrierer, ein Applikationsserver, der Anwendungen auf einem potenziell sehr großen Cluster ausführt – auf einer Cloud. K8s agiert dabei auf der Abstraktionsebene von Anwendungen und ihren angebotenen Services, sitzt also exakt an der Schnittstelle zwischen Devs und Ops. Die Anwendungen sind dabei oft Microservices. Es sind jedoch auch andere Anwendungen gern auf K8s gesehen, Hauptsache man kann sie in einem Docker- oder rkt-Container verpacken, wie es auch für klassische JEE-Anwendungen gelingt.K8s betreibt Anwendungen automatisch. Er besitzt eine Steuerschnittstelle (REST-API, Kommandozeile und Web-UI), mit der die Automatismen angestoßen werden können und der aktuelle Status abgerufen werden kann. Was K8s automatisiert: Container auf dem Cluster ausführen Netzwerkverbindungen zwischen Containern aufbauen Persistenten Speicher (Persistent Volumes) für zustandsbehaftete Container bereitstellen Konfigurationsparameter, Schlüssel und Passwörter definieren, ändern und bereitstellen Roll-out-Workflows wie Canary Roll-outs automatisieren Performance und Verfügbarkeit von Serviceendpunkten überwachen und Container bei zu geringer Performance skalieren (Auto-Scaling) und im Fehlerfall reschedulen (Self-Healing) Services managen: Service Discovery, Naming und Load Balancing K8s macht all das auf Basis einer Anwendungsblaupause, die beim Deployment einer Anwendung mit überreicht wird. Diese Anwendungsblaupause beschreibt den Zielzustand einer Applikation im Cluster. Aufgabe von K8s ist es dann, das Cluster vom aktuellen Zustand in den Zielzustand zu überführen. Die Anwendungsblaupause macht dabei keine Annahmen über das Cluster, sondern stellt lediglich Ressourcenforderungen. Somit sind Anwendungen portierbar: Egal ob K8s nur einen Laptop, eine Private Cloud oder gar die große weite ...

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