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Einplatinencomputer

2 Arduino und das Internet der Dinge


Plattform für Entwickler im M2M-Bereich

Arduino hat sich als Prototyping-Plattform für die Steuerung von interaktiven Objekten etabliert. Zahlreiche Hersteller bieten so genannte GSM-Shields an, um die Plattform an das Mobilfunknetzt anzubinden. Hierdurch ergeben sich für Entwickler ganz neue Möglichkeiten, M2M-Applikationen umzusetzen.

In der M2M- also Machine-to-Machine-Kommunikation besteht ein erhebliches Potenzial, denn der Markt mit Mobiltelefonen erreicht irgendwann eine gewisse Sättigung. Obwohl der Trend zum Zweit- oder gar Dritthandy nicht von der Hand zu weisen ist, dürfte irgendwann der Moment kommen, in dem es nicht mehr sinnvoll ist, dieses Spiel weiterzutreiben. Ganz anders sieht es beim Internet of Things, dem Internet der Dinge, aus: Immer mehr Objekte des täglichen Gebrauchs kommunizieren schon jetzt mit dem Internet und greifen auf Onlinedienste zu. Das Potenzial ist aber hier bei Weitem nicht ausgeschöpft. Die Anzahl an potenziellen Teilnehmern, die über Mobilfunknetzte angebunden sind, ist fast unbegrenzt.

Rasantes Wachstum

Laut einer Vorhersage von Cisco werden bis 2016 weltweit insgesamt 1,906 Milliarden M2M-Module installiert sein, die zusammen einen Daten-Traffic von 508 022 Terabyte pro Monat generieren werden. Die Wachstumsrate beträgt damit rund 86 Prozent pro Jahr. Andere Studien kommen zu ganz ähnlichen Ergebnissen.

Doch was bedeutet das für Entwickler, und wie kann man an diesem Trend partizipieren? Um Objekte des täglichen Gebrauchs mit Intelligenz auszustatten, hat sich inzwischen die Arduino-Plattform in vielen Bereichen etabliert, die vor allem eine schnelle und relativ einfache Entwicklung von Prototypen ermöglicht. Hierbei handelt es sich sowohl um eine Hardware- als auch um eine Softwareplattform, die beide unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung stehen. Hauptbestandteil ist ein einfaches I/O-Board mit einem Mikrocontroller und analogen und digitalen Ein- und Ausgängen. Die Software besteht aus einer Entwicklungsumgebung, die auf der Processing IDE und Wiring aufbaut, das insbesondere von Künstlern, Designern, Bastlern und anderen Interessierten für die Programmierung von Mikrocontrollern verwendet wird. Herzstück von Arduino ist ein Atmel-AVR-Mikrocontroller aus der megaAVR-Serie. Auf aktuellen Boards kommt der ATmega328, der ATmega1280 oder der ATmega2560 zum Einsatz. Die meisten der am Markt verfügbaren Arduino-Boards bieten 14 digitale I/O-Pins, von denen sechs PWM-Signale ausgeben können und sechs als analog...

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