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Erfolgreich bewerben in der IT

2 Arbeitszeugnisse verständlich formuliert

Egal, ob man den Job wechseln will oder der Vorgesetzte eine neue Rolle einnimmt und man sich für die vergangenen Jahre ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen möchte, Arbeitszeugnisse haben so ihre Tücken. Einerseits darf man laut Arbeitsgesetz keine negativen, sondern lediglich wohlwollende Formulierungen in Arbeitszeugnissen verwenden, um dem Arbeitnehmer keine Nachteile zuzumuten, anderseits sind die Zeugniscodes unter Personalern bekannt und jeder Fachmann bzw. jede Fachfrau erkennt sofort, was mit den so schön klingenden Worten im Zeugnis gemeint ist. Und so landet so mancher Kandidat mit genau solchen Formulierungen gleich auf dem Absagestapel. Aber nicht immer ist es böse Absicht, sondern auch Unwissenheit, wenn Arbeitszeugnisse unverständlich und holprig, ja oftmals auch stellenweise unprofessionell formuliert sind und somit bei Personalern Skepsis und Unsicherheit, zuweilen sogar ein Schmunzeln auslösen. Auch bei diesem Thema bietet es sich wieder an, mit realen Beispielen zu zeigen, worauf es bei der Formulierung von Arbeitszeugnissen ankommt. Es soll auch dabei wieder betont werden, dass es sich bei den genannten Beispielen um reale Zeugnisse aus dem wahren Leben handelt, die mir als Recruiter in den letzten Jahren von Bewerbern auf den Schreibtisch geflattert sind.

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Arbeitszeugnis eines IT-TrainersWas will uns dieses Zeugnis sagen? Zunächst einmal liest sich das Zeugnis etwas salopp. Es fehlt an einer professionellen Formulierung. Kunden als „komplett technische Laien“ zu bezeichnen, klingt schon fast nach „kompletten Vollidioten“. Hier sollte man darauf achten, das Ganze etwas diplomatischer zu beschreiben, z.B. mit Teilnehmern mit unterschiedlichen Erfahrungen und Kenntnisstand. Des Weiteren kann man davon ausgehen, dass Herr Z. ein leidenschaftlicher Technologe ist, der sich gerne austobt, dies aber in seinem Beruf als Trainer mit Rücksicht auf die Teilnehmer leider nicht immer kann. Er scheint angesichts der Tatsache, dass er auf die Anfänger am Computer mit einer besonderen Hingabe eingehen muss und ihnen zunächst die Basics der Computertechnologie erläutern muss, fast wahnsinnig zu werden. Daher sucht er nun nach einer neuen Herausforderung, bei der er sich unter gleichgesinnten IT-Profis einbringen kann und endlich den Rechner dafür nutzen kann, wozu er erfunden wurde. Zum Coden, Hacken oder sonstigen interessanten Dingen. Auf jeden Fall nicht, um von „Tippsen“ mit lackierten Fingernägeln als Schreibmaschine missbraucht zu werden. Arbeitszeugnis eines ProgrammierersEigentlich könnte man hier einfach schreiben: Herr M. ist immer über das Ziel hinausgeschossen, aber es kam nicht das dabei heraus, was andere gebrauchen konnten. Er wollte sich technisch gerne selbst verwirklichen, wurde aber Opfer der betrieblichen Richtlinien, Budgets und Vorgaben. Wenn er von einer Sache nicht überzeugt war, konnte man sich darauf verlassen, dass er seine Arbeit boykottierte. Er lief von Pontius zu Pilatus, um endlich neue Software und neue Technologien einsetzen zu dürfen. Letztlich hat er die Nase voll gehabt und macht sich jetzt selbstständig. Und noch ein letztes Beispiel:Arbeitszeugnis eines AnwendungsentwicklersDas Zeugnis liest sich zunächst nicht schlecht. Es ist verständlich und professionell geschrieben. Die unter Personalern üblichen Zeugniscodes sind jedoch nicht eingehalten und so ist davon auszugehen, dass dies unter Umständen bewusst vorgenommen wurde, um die eigentliche Leistung und das Verhalten des Herrn C. höflich zu umschreiben. In erster Linie lässt sich heraushören, dass Herr C. engagiert und kundenorientiert arbeitet. Die Fachabteilung scheint mit den Ergebnissen zufrieden zu sein. Keine sehr gute, aber zumindest eine gute Bewertung. Scheinbar ist Herr C. jedoch immer nur gerne mit einer Sache beschäftig...

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2 Arbeitszeugnisse verständlich formuliert

Egal, ob man den Job wechseln will oder der Vorgesetzte eine neue Rolle einnimmt und man sich für die vergangenen Jahre ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen möchte, Arbeitszeugnisse haben so ihre Tücken. Einerseits darf man laut Arbeitsgesetz keine negativen, sondern lediglich wohlwollende Formulierungen in Arbeitszeugnissen verwenden, um dem Arbeitnehmer keine Nachteile zuzumuten, anderseits sind die Zeugniscodes unter Personalern bekannt und jeder Fachmann bzw. jede Fachfrau erkennt sofort, was mit den so schön klingenden Worten im Zeugnis gemeint ist. Und so landet so mancher Kandidat mit genau solchen Formulierungen gleich auf dem Absagestapel. Aber nicht immer ist es böse Absicht, sondern auch Unwissenheit, wenn Arbeitszeugnisse unverständlich und holprig, ja oftmals auch stellenweise unprofessionell formuliert sind und somit bei Personalern Skepsis und Unsicherheit, zuweilen sogar ein Schmunzeln auslösen. Auch bei diesem Thema bietet es sich wieder an, mit realen Beispielen zu zeigen, worauf es bei der Formulierung von Arbeitszeugnissen ankommt. Es soll auch dabei wieder betont werden, dass es sich bei den genannten Beispielen um reale Zeugnisse aus dem wahren Leben handelt, die mir als Recruiter in den letzten Jahren von Bewerbern auf den Schreibtisch geflattert sind.

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Arbeitszeugnis eines IT-TrainersWas will uns dieses Zeugnis sagen? Zunächst einmal liest sich das Zeugnis etwas salopp. Es fehlt an einer professionellen Formulierung. Kunden als „komplett technische Laien“ zu bezeichnen, klingt schon fast nach „kompletten Vollidioten“. Hier sollte man darauf achten, das Ganze etwas diplomatischer zu beschreiben, z.B. mit Teilnehmern mit unterschiedlichen Erfahrungen und Kenntnisstand. Des Weiteren kann man davon ausgehen, dass Herr Z. ein leidenschaftlicher Technologe ist, der sich gerne austobt, dies aber in seinem Beruf als Trainer mit Rücksicht auf die Teilnehmer leider nicht immer kann. Er scheint angesichts der Tatsache, dass er auf die Anfänger am Computer mit einer besonderen Hingabe eingehen muss und ihnen zunächst die Basics der Computertechnologie erläutern muss, fast wahnsinnig zu werden. Daher sucht er nun nach einer neuen Herausforderung, bei der er sich unter gleichgesinnten IT-Profis einbringen kann und endlich den Rechner dafür nutzen kann, wozu er erfunden wurde. Zum Coden, Hacken oder sonstigen interessanten Dingen. Auf jeden Fall nicht, um von „Tippsen“ mit lackierten Fingernägeln als Schreibmaschine missbraucht zu werden. Arbeitszeugnis eines ProgrammierersEigentlich könnte man hier einfach schreiben: Herr M. ist immer über das Ziel hinausgeschossen, aber es kam nicht das dabei heraus, was andere gebrauchen konnten. Er wollte sich technisch gerne selbst verwirklichen, wurde aber Opfer der betrieblichen Richtlinien, Budgets und Vorgaben. Wenn er von einer Sache nicht überzeugt war, konnte man sich darauf verlassen, dass er seine Arbeit boykottierte. Er lief von Pontius zu Pilatus, um endlich neue Software und neue Technologien einsetzen zu dürfen. Letztlich hat er die Nase voll gehabt und macht sich jetzt selbstständig. Und noch ein letztes Beispiel:Arbeitszeugnis eines AnwendungsentwicklersDas Zeugnis liest sich zunächst nicht schlecht. Es ist verständlich und professionell geschrieben. Die unter Personalern üblichen Zeugniscodes sind jedoch nicht eingehalten und so ist davon auszugehen, dass dies unter Umständen bewusst vorgenommen wurde, um die eigentliche Leistung und das Verhalten des Herrn C. höflich zu umschreiben. In erster Linie lässt sich heraushören, dass Herr C. engagiert und kundenorientiert arbeitet. Die Fachabteilung scheint mit den Ergebnissen zufrieden zu sein. Keine sehr gute, aber zumindest eine gute Bewertung. Scheinbar ist Herr C. jedoch immer nur gerne mit einer Sache beschäftig...

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