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Java EE 7

4 Keine Wolke (JEE) 7

Die Spezifikation für Java EE 7 soll im Frühjahr 2013 offiziell verabschiedet werden. Nach einigem Hin und Her steht nun fest, dass sie das Thema Cloud gänzlich außen vor lassen wird. Aller Kritik zum Trotz: Diese Entscheidung war absolut richtig.

Shortcut Autorenteam


„Sie liebt mich – sie liebt mich nicht – sie liebt mich – …“ Millionen von Margeriten mussten für dieses Kinderspiel sicherlich schon ihre Blüten lassen. Was hat das nun mit Java zu tun? Lesern, die eifrig alle Nachrichten verfolgen, die über die Java-Editionen veröffentlicht werden, kommt wohl langsam der Verdacht auf, dass nach einem ähnlichen Verfahren entschieden wird, wenn es um die Aufnahme von neuen Features und Technologien in eine der Plattformeditionen geht. So hieß es anfänglich, dass die Modularisierung der Plattform und die Java-Module mit Java SE 8 kommen sollen. Daraus wird nun aber doch nichts, denn das Thema wurde auf Version 9 verschoben. Ähnlich gestaltete es sich mit Java EE 7 und den Cloud-Features. Den anfänglichen Plänen nach sollte diese Version ganz im Zeichen der Wolke stehen. Seit einigen Wochen steht allerdings fest, dass dies nicht der Fall sein wird, da die Java-Community die Zeit als noch nicht für reif dafür erachtet. Diese beiden Verschiebungen degradieren jedenfalls beide Editionen zu besseren Zwischenversionen, die ein paar nette Verbesserungen enthalten. In meinem Kopf hat sich durch die häufigen Wechsel jedenfalls ein Bild eingeprägt, das ich nicht mehr loswerde: Ich sehe Larry Ellison, umgeben von seinen technologischen Chefberatern, in seinem Büro sitzen – mit einer Margerite in der Hand – und jedes Mal, wenn er an der Blume zupft, geht eine aktualisierte Pressemitteilung raus.Trotz meiner kritischen Worte halte ich die Entscheidung, die nächste Generation der Java-Enterprise-Plattform noch frei von sämtlichen wolkigen Funktionalitäten zu halten, für absolut richtig [1]. Dass dies auch viele andere Java-Freunde so sehen, bestätigt eine entsprechende Umfrage von JAXenter [2], bei der fast zwei Drittel die Entscheidung gutheißen. Wie sich bereits bei EJB3 gezeigt hat, kann der Code-First-Ansatz – im Gegensatz zur Spec-First-Devise bei EJB2 – wahre Wunder bewirken und uns letztendlich mit einer Technologie beglücken, die sich kaum eleganter spezifizieren lässt. Dem Spring Framework sei Dank, denn es übernahm in Verbindung mit EJB3 quasi die Code-First-Rolle. Da selbst Oracle kein Orakel im Keller stehen hat, das die Zukunft vorhersagt, und die Zahl der von irgendwelchen Elfenbeinturmpredigern erstellten Technologiespezifikationen mittlerweile groß genug ist, kann man den in der Java-Welt eingekehrten Pragmatismus durchaus sehr positiv sehen.Dass heute noch keiner so recht weiß, wohin die Reise überhaupt genau gehen s...

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4 Keine Wolke (JEE) 7

Die Spezifikation für Java EE 7 soll im Frühjahr 2013 offiziell verabschiedet werden. Nach einigem Hin und Her steht nun fest, dass sie das Thema Cloud gänzlich außen vor lassen wird. Aller Kritik zum Trotz: Diese Entscheidung war absolut richtig.

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„Sie liebt mich – sie liebt mich nicht – sie liebt mich – …“ Millionen von Margeriten mussten für dieses Kinderspiel sicherlich schon ihre Blüten lassen. Was hat das nun mit Java zu tun? Lesern, die eifrig alle Nachrichten verfolgen, die über die Java-Editionen veröffentlicht werden, kommt wohl langsam der Verdacht auf, dass nach einem ähnlichen Verfahren entschieden wird, wenn es um die Aufnahme von neuen Features und Technologien in eine der Plattformeditionen geht. So hieß es anfänglich, dass die Modularisierung der Plattform und die Java-Module mit Java SE 8 kommen sollen. Daraus wird nun aber doch nichts, denn das Thema wurde auf Version 9 verschoben. Ähnlich gestaltete es sich mit Java EE 7 und den Cloud-Features. Den anfänglichen Plänen nach sollte diese Version ganz im Zeichen der Wolke stehen. Seit einigen Wochen steht allerdings fest, dass dies nicht der Fall sein wird, da die Java-Community die Zeit als noch nicht für reif dafür erachtet. Diese beiden Verschiebungen degradieren jedenfalls beide Editionen zu besseren Zwischenversionen, die ein paar nette Verbesserungen enthalten. In meinem Kopf hat sich durch die häufigen Wechsel jedenfalls ein Bild eingeprägt, das ich nicht mehr loswerde: Ich sehe Larry Ellison, umgeben von seinen technologischen Chefberatern, in seinem Büro sitzen – mit einer Margerite in der Hand – und jedes Mal, wenn er an der Blume zupft, geht eine aktualisierte Pressemitteilung raus.Trotz meiner kritischen Worte halte ich die Entscheidung, die nächste Generation der Java-Enterprise-Plattform noch frei von sämtlichen wolkigen Funktionalitäten zu halten, für absolut richtig [1]. Dass dies auch viele andere Java-Freunde so sehen, bestätigt eine entsprechende Umfrage von JAXenter [2], bei der fast zwei Drittel die Entscheidung gutheißen. Wie sich bereits bei EJB3 gezeigt hat, kann der Code-First-Ansatz – im Gegensatz zur Spec-First-Devise bei EJB2 – wahre Wunder bewirken und uns letztendlich mit einer Technologie beglücken, die sich kaum eleganter spezifizieren lässt. Dem Spring Framework sei Dank, denn es übernahm in Verbindung mit EJB3 quasi die Code-First-Rolle. Da selbst Oracle kein Orakel im Keller stehen hat, das die Zukunft vorhersagt, und die Zahl der von irgendwelchen Elfenbeinturmpredigern erstellten Technologiespezifikationen mittlerweile groß genug ist, kann man den in der Java-Welt eingekehrten Pragmatismus durchaus sehr positiv sehen.Dass heute noch keiner so recht weiß, wohin die Reise überhaupt genau gehen s...

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