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Microservices-Architektur

1 Microservices Architecture


1.2 Warum Microservices Architecture?

Die Gesellschaft konsumiert Produkte und Services überwiegend im Internet. Ganz neue digitale Geschäftsmodelle entstehen. Start-up-Unternehmen wie Uber und Airbnb schießen wie Pilze aus dem Boden. Diese Unternehmen sind stark disruptiv, das heißt, sie verdrängen bestehende Technologien und Produkte vollständig vom Markt. Aber auch große und bereits bekannte Unternehmen wie Google, Amazon, Netflix oder Spotify etablieren neue Produkte und Services in neuen und bestehenden Märkten. Mit der Veränderung der Gesellschaft und den neuen technologischen Möglichkeiten haben wir es mit einer ganz neuen Art von Kunden zu tun. Der Kunde ist sehr stark individualisiert und erwartet daher personalisierte Produkte. Er hat keine Zeit und möchte das passende Produkt für sein Problem sofort haben. Das Produkt muss einfach sein und ihn begeistern. Es muss schnell und fehlerfrei funktionieren. Fehler in den Produkten müssen umgehend beseitigt werden und neue Features schnell verfügbar sein – und das rund um die Uhr, unabhängig von Ort und Kanal (Desktop, Mobile, TV …).

Mit diesen Anforderungen stehen wir als IT-Architekten vor einem ganz neuen Anwendungskontext, der uns vor neue Herausforderungen stellt. Wir benötigen eine dafür passende IT-Architektur. Die Microservices Architecture verspricht uns, genau für diesen Anwendungskontext die beste Architektur zu sein. Aber warum? Schauen wir uns dazu die Merkmale und die sich daraus ergebenden Vorteile etwas genauer an. Microservices sind

  • klein
  • autonom
  • miteinander kombinierbar

Dabei bedeutet klein, dass der Microservice genau eine fachliche Aufgabe optimal umsetzt, beispielsweise die personalisierte Anzeige meiner Filme bei Netflix. Die LOC (Lines of Code), nach denen in diesem Zusammenhang immer wieder gefragt wird, spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Es geht um den Business Value (Geschäftlicher Mehrwert), den der Microservice liefern soll.

Dabei bedeutet autonom, dass die Microservices unabhängig voneinander entwickelt und ausgeliefert werden können. Somit ist es möglich, dass Facebook täglich neue Features releast und sich Features wie Likes ändern, ohne dass die gesamte Anwendung davon betroffen ist. Oft bekommt man Änderungen gar nicht mit.

Kombinierbar bedeutet, dass es möglich ist, eine Anwendung aus einer Menge von Microservices zusammenzusetzen. Für verschiedene Anwendungen müssen Microservices daher wiederverwendbar sein. Beispielsweise ist die gesamte Amazon-Seite...

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