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2 Überleben im Wirtschaftsdarwinismus

Mobility ist für viele ein Symbol für eine immer hektischer werdende Welt. Aber auch jenseits von Allgemeinplätzen können wir in vielen Branchen beobachten, dass der Druck wächst, neue Geschäftsfeatures möglichst schnell an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Und fast immer umfasst das auch Anpassungen und Erweiterungen in den IT-Systemen. Der Druck steigt, neue Features nicht mehr in Monaten oder Jahren bereitzustellen, sondern in Wochen und Tagen. Aber wie soll das gehen, ohne dass alles im Chaos versinkt? Und wie können diverse aktuelle Trends dabei helfen? Dieser Artikel wirft einen Blick auf eine mögliche IT von morgen und wie wir uns schon heute darauf einstellen können.

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Der Darwinismus ist eine Quelle vielfältiger Missverständnisse. Gerade bei dem im Englischen lautenden Selektionskriterium „Survival of the Fittest“ denken viele Deutsche offenbar spontan an den Fitnessclub und übersetzen das Kriterium entsprechend mit „Überleben der Stärksten“ – was leider falsch ist. „Fittest“ hat in dem Zusammenhang nichts mit Stärke zu tun, sondern leitet sich von dem englischen Wort „to fit“, zu Deutsch „passen“ ab: Mit „Fittest“ sind die Spezies gemeint, die sich am besten den äußeren Bedingungen anpassen können. Eine bessere Übersetzung wäre also „Überleben derjenigen, die sich am besten auf Veränderungen einstellen können“.Der WirtschaftsdarwinismusGenau das gleiche Prinzip kann man heute mehr und mehr in der Wirtschaft beobachten: Wer sich nicht zügig auf veränderte Marktanforderungen einstellen kann, ist schnell weg vom Fenster. Gerade in der Mobil- und der Internetbranche kann man das eindrucksvoll sehen: Wer hätte sich vor gerade einmal fünf Jahren vorstellen können, wie Nokia heute kämpfen muss? Und wer kann sich noch an MySpace erinnern (das nebenbei bemerkt gerade wieder neu aufgelegt wurde)? Auch gerade einmal drei oder vier Jahre her.Entsprechend muss die IT als zentraler Unterstützer der Geschäftsprozesse schnell und flexibel reagieren können. Es zählt die Zeit von der ersten Formulierung einer Anforderung bis zur Unterstützung im Betrieb. Lange Analyse-, Konzeptions-, Test- oder Inbetriebnahmephasen sind keine Option mehr. Was tun?Als Lösung wird immer wieder Agilität propagiert: Fix mal Scrum oder Kanban eingeführt, noch eine Prise XP dazu und alles wird gut – wird es aber häufig nicht. Nach der ersten Euphorie stellen viele fest, dass es überall hakt und klemmt. Anstatt besser zu werden, bauen sie nur schneller unwartbare Systeme, und nach kurzer Zeit ist es schlimmer als je zuvor: Sie sind letztlich nicht schneller oder besser geworden, haben aber zusätzlich die Sicherheiten des alten Vorgehens verloren. Wo aber ist der Haken?Das Problem ist, dass man ohne die richtige Infrastruktur und ohne richtig gut zu sein nicht richtig schnell sein kann. Geschwindigkeit und Qualität sind kein netter Seiteneffekt eines neuen Vorgehensmodells, sie sind harte Arbeit! Und wie das aussehen kann, wird im weiteren Verlauf dieses Artikels beschrieben.Beobachtungen und FolgerungenBeginnen wir noch einmal von vorne mit zwei Beobachtungen und der Konsequenz, die sich daraus ergibt:1. Beobachtung: Der Wirtschaftsdarwinismus betrifft alle...

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2 Überleben im Wirtschaftsdarwinismus

Mobility ist für viele ein Symbol für eine immer hektischer werdende Welt. Aber auch jenseits von Allgemeinplätzen können wir in vielen Branchen beobachten, dass der Druck wächst, neue Geschäftsfeatures möglichst schnell an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Und fast immer umfasst das auch Anpassungen und Erweiterungen in den IT-Systemen. Der Druck steigt, neue Features nicht mehr in Monaten oder Jahren bereitzustellen, sondern in Wochen und Tagen. Aber wie soll das gehen, ohne dass alles im Chaos versinkt? Und wie können diverse aktuelle Trends dabei helfen? Dieser Artikel wirft einen Blick auf eine mögliche IT von morgen und wie wir uns schon heute darauf einstellen können.

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Der Darwinismus ist eine Quelle vielfältiger Missverständnisse. Gerade bei dem im Englischen lautenden Selektionskriterium „Survival of the Fittest“ denken viele Deutsche offenbar spontan an den Fitnessclub und übersetzen das Kriterium entsprechend mit „Überleben der Stärksten“ – was leider falsch ist. „Fittest“ hat in dem Zusammenhang nichts mit Stärke zu tun, sondern leitet sich von dem englischen Wort „to fit“, zu Deutsch „passen“ ab: Mit „Fittest“ sind die Spezies gemeint, die sich am besten den äußeren Bedingungen anpassen können. Eine bessere Übersetzung wäre also „Überleben derjenigen, die sich am besten auf Veränderungen einstellen können“.Der WirtschaftsdarwinismusGenau das gleiche Prinzip kann man heute mehr und mehr in der Wirtschaft beobachten: Wer sich nicht zügig auf veränderte Marktanforderungen einstellen kann, ist schnell weg vom Fenster. Gerade in der Mobil- und der Internetbranche kann man das eindrucksvoll sehen: Wer hätte sich vor gerade einmal fünf Jahren vorstellen können, wie Nokia heute kämpfen muss? Und wer kann sich noch an MySpace erinnern (das nebenbei bemerkt gerade wieder neu aufgelegt wurde)? Auch gerade einmal drei oder vier Jahre her.Entsprechend muss die IT als zentraler Unterstützer der Geschäftsprozesse schnell und flexibel reagieren können. Es zählt die Zeit von der ersten Formulierung einer Anforderung bis zur Unterstützung im Betrieb. Lange Analyse-, Konzeptions-, Test- oder Inbetriebnahmephasen sind keine Option mehr. Was tun?Als Lösung wird immer wieder Agilität propagiert: Fix mal Scrum oder Kanban eingeführt, noch eine Prise XP dazu und alles wird gut – wird es aber häufig nicht. Nach der ersten Euphorie stellen viele fest, dass es überall hakt und klemmt. Anstatt besser zu werden, bauen sie nur schneller unwartbare Systeme, und nach kurzer Zeit ist es schlimmer als je zuvor: Sie sind letztlich nicht schneller oder besser geworden, haben aber zusätzlich die Sicherheiten des alten Vorgehens verloren. Wo aber ist der Haken?Das Problem ist, dass man ohne die richtige Infrastruktur und ohne richtig gut zu sein nicht richtig schnell sein kann. Geschwindigkeit und Qualität sind kein netter Seiteneffekt eines neuen Vorgehensmodells, sie sind harte Arbeit! Und wie das aussehen kann, wird im weiteren Verlauf dieses Artikels beschrieben.Beobachtungen und FolgerungenBeginnen wir noch einmal von vorne mit zwei Beobachtungen und der Konsequenz, die sich daraus ergibt:1. Beobachtung: Der Wirtschaftsdarwinismus betrifft alle...

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