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.NET Core 1.0 und 1.1

3 MVC-Webanwendungen mit ASP.NET Core 1.0

Für Webentwickler bringt das neue Webframework ASP.NET Core einige Änderungen. Es gibt zwar noch das MVC-Programmiermodell, jedoch mit vielen geänderten APIs. Aber auch schöne Neuerungen sind dabei.

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Im bisherigen .NET „Full“ Framework gibt es verschiedene Frameworks für das serverseitige Generieren von Webseiten: Web Forms, Dynamic Data, Model View Controller (MVC) und WebPages – mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Im überarbeiteten, plattformneutralen ASP.NET Core 1.0 beschränkt sich Microsoft zunächst auf MVC. WebPages sollen später folgen (Abb. 3.1). Zu ASP.NET Core MVC gehört auch die Realisierung von Web-APIs, die in Kapitel 2 vorgestellt wurden. Als Programmiersprache kann man derzeit nur C# verwenden. Die Unterstützung für Visual Basic .NET ist zwar angedacht, aber als „Future Work“ nicht mit einem konkreten Termin in der Planung [1].ProjektvorlagenIn Visual Studio mit installierbaren Werkzeugen für .NET Core [2], die aber noch Preview-Status haben, gibt es insgesamt sechs Projektvorlagen für ASP.NET Core: Die Vorlagen Empty, Web API und Web Application gibt es jeweils in zwei Varianten mit Basis .NET Core oder dem bisherige .NET „Full“ Framework. In der Vorlage „Web Application“ (Abb. 3.2) bekommt der Entwickler eine komplette kleine Website mit Layoutvorlage (auf Basis von Twitter Bootstrap) und Benutzerverwaltung. Bei der Benutzerverwaltung wählt der Entwickler wie bisher zwischen Windows (inkl. Active Directory), Azure Active Directory oder einer lokalen Datenbank (für den Datenbankzugriff nutzt die Projektvorlage Entity Framework Core und Microsoft SQL Server. Andere Datenbanktreiber lassen sich leicht einbinden).Auch die Authentifizierung via Microsoft Account, Google, Twitter und Facebook sowie anderen OpenID-Connect-/OAuth-fähigen Anbietern unterstützt Microsoft durch separate NuGet-Pakete. Unter [3] findet man zahlreiche Provider wie Dropbox, LinkedIn und PayPal. Weitere Vorlagen (zurzeit die gegenüber „Web Application“ weniger umfangreiche „MVC Starter Application“ und „Static Website“) gibt es im ASP. NET Core Template Pack [4].Abweichend von den Betaversionen verzichtet Microsoft darauf, in den ASP.NET-Vorlagen gleichzeitig für .NET Core und das bisherige .NET Framework zu kompilieren. Die Projektstruktur ist dadurch einfacher. Ebenfalls nicht mehr im Standard vorhanden ist die Verwendung der JavaScript-basierten Build-Werkzeuge GULP oder Grunt. Microsoft setzt nun für Minifizierung und Bündeln wieder auf eine Visual-Studio-Erweiterung [5]. Der „Bundler & Minifier“ wird konfiguriert über eine Datei bundleconfig.json im Projektwurzelverzeichnis. Minifizierung und Bündeln kann der Entwickler dann über Task Runner Explorer in den...

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3 MVC-Webanwendungen mit ASP.NET Core 1.0

Für Webentwickler bringt das neue Webframework ASP.NET Core einige Änderungen. Es gibt zwar noch das MVC-Programmiermodell, jedoch mit vielen geänderten APIs. Aber auch schöne Neuerungen sind dabei.

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Im bisherigen .NET „Full“ Framework gibt es verschiedene Frameworks für das serverseitige Generieren von Webseiten: Web Forms, Dynamic Data, Model View Controller (MVC) und WebPages – mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Im überarbeiteten, plattformneutralen ASP.NET Core 1.0 beschränkt sich Microsoft zunächst auf MVC. WebPages sollen später folgen (Abb. 3.1). Zu ASP.NET Core MVC gehört auch die Realisierung von Web-APIs, die in Kapitel 2 vorgestellt wurden. Als Programmiersprache kann man derzeit nur C# verwenden. Die Unterstützung für Visual Basic .NET ist zwar angedacht, aber als „Future Work“ nicht mit einem konkreten Termin in der Planung [1].ProjektvorlagenIn Visual Studio mit installierbaren Werkzeugen für .NET Core [2], die aber noch Preview-Status haben, gibt es insgesamt sechs Projektvorlagen für ASP.NET Core: Die Vorlagen Empty, Web API und Web Application gibt es jeweils in zwei Varianten mit Basis .NET Core oder dem bisherige .NET „Full“ Framework. In der Vorlage „Web Application“ (Abb. 3.2) bekommt der Entwickler eine komplette kleine Website mit Layoutvorlage (auf Basis von Twitter Bootstrap) und Benutzerverwaltung. Bei der Benutzerverwaltung wählt der Entwickler wie bisher zwischen Windows (inkl. Active Directory), Azure Active Directory oder einer lokalen Datenbank (für den Datenbankzugriff nutzt die Projektvorlage Entity Framework Core und Microsoft SQL Server. Andere Datenbanktreiber lassen sich leicht einbinden).Auch die Authentifizierung via Microsoft Account, Google, Twitter und Facebook sowie anderen OpenID-Connect-/OAuth-fähigen Anbietern unterstützt Microsoft durch separate NuGet-Pakete. Unter [3] findet man zahlreiche Provider wie Dropbox, LinkedIn und PayPal. Weitere Vorlagen (zurzeit die gegenüber „Web Application“ weniger umfangreiche „MVC Starter Application“ und „Static Website“) gibt es im ASP. NET Core Template Pack [4].Abweichend von den Betaversionen verzichtet Microsoft darauf, in den ASP.NET-Vorlagen gleichzeitig für .NET Core und das bisherige .NET Framework zu kompilieren. Die Projektstruktur ist dadurch einfacher. Ebenfalls nicht mehr im Standard vorhanden ist die Verwendung der JavaScript-basierten Build-Werkzeuge GULP oder Grunt. Microsoft setzt nun für Minifizierung und Bündeln wieder auf eine Visual-Studio-Erweiterung [5]. Der „Bundler & Minifier“ wird konfiguriert über eine Datei bundleconfig.json im Projektwurzelverzeichnis. Minifizierung und Bündeln kann der Entwickler dann über Task Runner Explorer in den...

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