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openHAB

3 Hands-on-Integration mit openHAB


Zum Abschluss des shortcuts wollen wir in die Praxis einsteigen: Unter Verwendung von openHAB zeigen wir, wie sich eine individuelle Smart-Home-Lösung aufbauen lässt, die einfach erweiterbar ist und den Schutz der persönlichen Daten gewährleistet.

Bevor wir anhand eines praktischen Beispiels unser eigenes Smart-Home-System aufbauen, wollen wir uns zuerst einen Überblick über die einzelnen Komponenten des gesamten Systems verschaffen.

Im Zentrum des Geschehens steht die openHAB Runtime. Sie läuft auf dem lokalen Server, der über die nötigen USB-, IP- und seriellen Schnittstellen verfügt und darüber die Verbindung zu den Geräten und Services herstellt. Er bietet auch die passenden Schnittstellen für User Interfaces (REST) an und betreibt eine sehr flexible Regel-Engine. Die Konfiguration erfolgt über Dateien, die mit gewöhnlichen Texteditoren oder dem openHAB Designer, einer Entwicklungsumgebung für openHAB, geändert werden können. Für den Fernzugriff kann der lokale openHAB-Server mit dem my.openHAB-Cloud-Dienst verbunden werden. Dieser hilft dabei, über das Internet auf die lokale Instanz zuzugreifen, ohne dabei Änderungen am Router vornehmen zu müssen. Hierüber können auch weitere Webdienste wie IFTTT in das System integriert werden. Abbildung 3.1 zeigt die beschriebene Übersicht (gestrichelte Linien symbolisieren Funkverbindungen).

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Abbildung 3.1: Komponenten des openHAB-Systems

Ein sauberes Beispiel

Zum besseren Verständnis, was sich alles mit einer offenen Smart-Home-Lösung realisieren lässt, stellen wir uns folgendes Szenario vor: In vielen Haushalten stehen Waschmaschine oder Trockner im Keller. Um zu wissen, wann die Maschine fertig ist, merkt man sich entweder die errechnete Endzeit, oder man läuft häufiger herunter und sieht nach. Üblicherweise wird die errechnete Endzeit des Trockners als Maximalzeit ausgelegt, da aus Energiespargründen nur so lange getrocknet wird, bis der Feuchtesensor den Vorgang abbricht. Besser wäre es doch, wenn die Maschinen aktiv mitteilen würden, wann sie ihre Arbeit beendet haben.

Um das zu erreichen, kann man entweder in ein neues vernetztes Modell mit entsprechendem (lokalen) API investieren, oder man nutzt extern messbare Eigenschaften der Maschine für diese Zwecke. Tatsächlich kann man durch Beobachtung des jeweiligen Stromverbrauchs (und dem Wissen um das aktivierte Programm) eine sehr genaue Vorstellung davon bekommen, wie weit das jeweilige Programm schon abgearbeitet ist.

In unserem Beispiel wollen wir mithilf...

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