© DrHitch/Shutterstock.com
OSGi

4 ObjectAid UML Explorer


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Programmierer und Softwarearchitekten kommunizieren in einer als UML bezeichneten Formatsprache. Die eigentliche Erstellung der Diagramme erfolgt normalerweise vor oder nach der Kodierung. Das Eclipse-Plug-in ObjectAid UML Explorer generiert seine Diagramme „on the fly“ durch Analyse des zugrunde liegenden Quellcodes.

Manche Unternehmen gehen so weit, sich auf UML spezialisiertes Personal zu halten. Dies ist aus ökonomischer Sicht sinnvoll, da hochspezialisierte Entwickler für die Erstellung von Dokumentation „zu schade“ sind – es handelt sich dabei um eine Aufgabe, die auch von weniger qualifiziertem Personal bewerkstelligt werden kann.

Entwickler laden ihre Änderungen dabei in ein Versionskontrollsystem hoch, das die Dokumentatoren über Neuerungen informiert. Diese sequenzielle Vorgehensweise ist insofern unvorteilhaft, als der Inhalt der Dokumentation nicht automatisch an Änderungen im Code angepasst wird. Wer nicht permanent Aufwand in die Wartung investiert, hat irgendwann zwei separate Softwaresysteme.

ObjectAid bricht diesen Prozess auf. Das Produkt generiert seine Diagramme „on the fly“ durch Analyse des zugrunde liegenden Quellcodes. Der Hersteller verspricht, dass diese engere Integration den Workflow wesentlich beschleunigt: Im Code erfolgte Änderungen werden automatisch „auf die andere Seite“ transformiert.

Auf Basis von Objekt- und Sequenzdiagrammen aufgebaute Dokumentationen warten sich – so zumindest das Versprechen des Unternehmens – fortan ohne weiteres Zutun. Der Entwickler bietet eine kostenlose Basisversion des Produkts an, die sich in amerikanischen Foren geradezu exponentiell steigender Beliebtheit erfreut. Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, um dem Produkt ein wenig auf den Zahn zu fühlen.

Erste Schritte

ObjectAid ist in Form eines Eclipse-Plug-ins realisiert: Der Entwickler verspricht, dass das in Java gehaltene Programm sowohl unter Windows als auch unter Linux ausführbar ist. Die folgenden Schritte erfolgen auf einer 64-Bit-Version von Ubuntu 14.04 – Eclipse liegt in der Version Juno vor.

Klicken Sie nach dem Start auf Help | Install new Software und geben Sie in das Feld Work with den URL http://www.objectaid.net/update ein. Nach einem Klick auf Enter bietet Eclipse den ObjectAid UML Explorer an, der wie jede andere Erweiterung auf dem Rechner installiert wird. Mit ADT arbeitende Entwickler müssen die Option Contact all update sites deselektieren, wenn es im Rahmen des Downloads zu Problemen kommt.

Der für die Erstellung von neuen Dateien zuständige Wizard ist nach dem obligatorischen Neustart von Eclipse um einen Eintrag reicher. Erstellen Sie ein neues Element vom Typ ObjectAid UML Diagram | Class Diagram, um mit der Nutzung des Programms zu beginnen.

Im daraufhin erscheinenden Assistenten dürfen Sie auswählen, welche Informationen in das Diagramm gepackt werden. Die von Haus aus eingestellten Parameter führen zu vergleichsweise umfangreichen Charts. Wenn Sie mit einer komplexeren Codebasis arbeiten, sollten Sie einige der Features deaktivieren.

Nach der erfolgreichen Abarbeitung des Wizards erscheint eine neue ucls-Datei im Package Explorer. Es handelt sich dabei um eine Datei mit Metadaten, die die Modalitäten der Diagrammerzeugung und die in das Chart einzubindenden Klassen spezifiziert.

Klicken Sie das File doppelt an, um den ObjectAid-Editor zu starten. Das anfangs leere Diagramm lässt sich per Drag and Drop erweitern – ziehen Sie interessante Klassen aus dem Package Explorer herein, um sie zum Diagramm hinzuzufügen.

Mehr Klassen anzeigen

ObjectAid erkennt direkte Beziehungen zwischen Klassen normalerweise automatisch – sie werden über die in der UML spezifizierten Pfeilarten dargestellt. Wer Diagrammelemente mit der rechten Maustaste ankli...

Neugierig geworden? Wir haben diese Angebote für dich:

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang