Serviceorientierte Architektur

4 Betrieb (PSM)


Erst die Bereitstellung und der Betrieb von Services bringen den gewünschten Mehrwert für Geschäftsprozesse. Wir können an dieser Stelle jedoch wieder nicht allgemein und unpräzise von „Services“ sprechen. Die Zusammensetzung von IT-Elementen zu einem „Runtime-Service“ richtet sich nach den Gegebenheiten der im Unternehmen vorhandenen IT-Plattform und ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

4.1 Plattformstrategie

Ein IT-Entwickler ist darum bemüht, Lösungen zu entwickeln, die modernen Trends folgen und die neuesten Technologien nutzen. Die rasante IT-Entwicklung bringt in immer kürzeren Abständen Innovationen auf den Markt, die, wenn ein Unternehmen dem folgen würde, einen kompletten Austausch der IT-Plattform in jährlichem Rhythmus nach sich ziehen würde. Das ist allein aus wirtschaftlichen Gründen untragbar und organisatorisch schon bei einem kleinen mittelständischen Unternehmen mit verteilten Arbeitsplätzen eine ziemliche Herausforderung. Als Unternehmensarchitekt müssen wir uns daher Gedanken machen, wie die IT-Plattform des Unternehmens auszurichten ist, um langfristig den Anforderungen gerecht zu werden.

Wir haben es an dieser Stelle mit einem gewissen Dilemma zu tun. Auf der einen Seite gilt es, immer wieder neue Trends umzusetzen, auf der anderen Seite stehen Stabilität und Langfristigkeit. Hilfestellung für eine zufriedenstellende Lösung finden wir in den langfristig ausgerichteten strategischen Anforderungen der Geschäftsprozesse und dem Prinzip der „Managed Evolution“ (Kap. 3.2.2).

Sind im Unternehmen große Datenmengen zu verwalten und mit hohem Durchsatz zu bearbeiten, dann ist u. U. ein Großrechner mit hoher Performance von einem strategischen Lieferanten das geeignete Instrument. Für die flexible Ausgestaltung von Geschäftsprozessen auf dedizierten Maschinen kämen „Serverfarmen“ in verteilten Umgebungen als Lösung in Frage. Für kleine individuelle Lösungen vor Ort würden sich preiswerte PC-Systeme eignen. Deren Flexibilität ist auch zur Anbindung an die Server mit den Geschäftsprozessen geeignet. Aus dieser strategischen Überlegung lässt sich eine Kategorisierung der langfristig zu unterstützenden Plattformen ableiten. Nach den vorherigen Überlegungen würden im Unternehmen z. B. drei strategische Plattformen unterstützt werden. Ein Mainframe, eine Serverplattform und eine einheitliche PC-System-Plattform.

4.2 Tiering

Eine IT-Betriebslandschaft ist heute strukturell in vier Bereiche unterteilbar (Abb. 4.1).

  • Der erste Bereich wäre ein Benutzerinterface (User) mit Funktionalitäten wie z. B. Darstellung und Eingabeprüfung. Als Implementierungen ist hier z. B. ein Internetbrowser zu finden.
  • Im Workspace-Bereich wer...

Neugierig geworden? Wir haben diese Angebote für dich:

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang