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Überzeugende Präsentationen

1 Bessere Präsentationen für Entwickler und Architekten


Wer kennt sie nicht aus seinem beruflichen Alltag: tödlich langweilige, mit Details überhäufte PowerPoint-Präsentationen, die die Zuhörer und Leser mit Bullet-Point-Wüsten in den Schlaf wiegen und primär der Selbstbeweihräucherung des Referenten dienen? Wer ist als Entwickler oder Architekt also schon einmal mit einer Präsentation, in der man seinem Management eine tolle neue Technologie schmackhaft machen wollte, gegen eine Wand gelaufen, weil man einfach nicht die richtigen Worte fand, um Zugang zu seinem Chef zu bekommen?

Solche Situationen wird jeder, der im IT- oder Projektgeschäft tätig ist, nicht nur einmal in seiner Laufbahn erleben. Des Weiteren hat in den letzten Jahren das Buch „Presentation Zen“ von Garr Reynolds insbesondere auf Konferenzen zu einer spürbaren Veränderung beim Entwurf von Schaubildern geführt. Oft sind die eben genannten Bullet Points verschwunden und wurden durch großflächige Bilder mit wenig Text ersetzt. Allerdings wirkt der eben genannte Stil im Geschäftsleben, das sich auf das Tagesgeschäft konzentriert und sich abseits von Sales Pitches oder Ähnliches bewegt, oft unangebracht. Dabei ist das Erstellen guter Präsentationen kein Hexenwerk, das nur Unternehmensberatern oder Designspezialisten vorbehalten ist. Jeder kann gute Präsentationen erstellen. Stellen wir einmal das Layout und Design der Folien zurück, werden wir erkennen, dass die Basis eine solide Story und eine gute Argumentationskette sein muss. Genau an dieser Stelle setzt dieser shortcut an und vermittelt Ihnen ausgehend von einer Idee oder einem Thema grundlegende Techniken zur Vorbereitung, Argumentation, Story Building und schließlich zum Entwurf einer gelungenen Präsentation.

1.1 Von der Idee zur Präsentation

Das Erstellen von Präsentationen ist primär ein relativ fester Prozess, der je nach Wichtigkeit der Präsentation in den einzelnen Phasen länger oder eben auch kürzer dauert. Grundsätzlich lassen sich folgende Phasen identifizieren:

  • Idee
  • Zielgruppen- und Umfeldanalyse
  • Präsentation vs. Dokument
  • Materialsammlung
  • Verdichtung
  • Erstellen der Argumentation
  • Gestaltung einer Story
  • Storyboarding
  • Qualitätssicherung
  • Erstellen der Präsentation
  • Einüben
  • Halten der Präsentation
  • Nachbereitung

Schon jetzt lässt sich schnell erkennen, dass das eigentliche Tooling also der Einsatz von Präsentationssoftware wie PowerPoint oder Keynote auf nur zwei Phasen beschränkt ist. In der Tat wäre es ein fataler Fehler, sofort nach der Idee oder einer groben Materialsammlung in Keynote oder PowerPoint beliebige Bullet-Point-Listen zu erstellen. Nicht umsonst liest man in englisch-sprachiger Fachliteratur zu diesem Punkt häufig die Aussage „Go Analog“. Auch ich als Autor eines E-Books möchte an dieser Stelle eine Lanze für Stift und Papier brechen. Von der Idee bis hin zur Qualitätssicherung sollten folgende Utensilien Ihre besten Freunde werden:

  • Stifte
  • Skizzenblock
  • Karteikarten
  • Whiteboards
  • Flipcharts

Stürzen Sie sich zuerst auf die Software, wird zum einen zu viel Ihrer Aufmerksamkeit auf das eigentliche Tooling kanalisiert und auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass man aufgrund der Beschränkung auf den Bildschirm den Überblick für das große Ganze verliert. Diese Aussage ist insbesondere beim Aufbau von Argumentationsketten und dem Storyboard von Bedeutung. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf die Entstehung von Kinofilmen, auch hier wird in der Anfangsphase völlig analog mit Skizzen gearbeitet.

Die Idee

Der Ursprung einer jeden Präsentation ist eine Idee oder ein grob ausformuliertes Thema. An dieser Stelle ist der Detaillierungsgrad noch auf eine Handvoll Wörter beschränkt und es ist noch nicht zu 100 Prozent klar, in welche Richtung die Reise ...

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