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WordPress 2024: Ein Blick in die Zukunft

Mit der Einführung von Gutenberg als neuem Standardeditor sorgte WordPress für Unruhe in der Community. Die Wünsche nach weiteren und besseren Funktionen reißen nicht ab und gehen in alle Richtungen. Wie wird sich WordPress in den kommenden fünf Jahren entwickeln? Lässt sich so eine Prognose überhaupt stellen?

Florian Simeth


Wissen Sie, was ein Wolpertinger ist? In Bayern kennt das jedes Kind. Es handelt sich dabei um ein Fabelwesen, das unterschiedliche Gestalten annehmen kann. So gibt es Hasen mit Hirschgeweih genauso wie Füchse mit Hasenohren. Kaum vorstellbar, oder? Warum und wieso es existiert, ist unbekannt. Vermutlich, weil Menschen immer versuchen, alles miteinander zu verbinden.

Für die Recherchen zu meinem monatlichen WordPress-Newsletter lese ich mich oft tief in die Diskussionen ein, die in der WordPress-Community entstehen. Wenn ich mir ansehe, was allein im letzten Jahr passiert ist, steht fest: WordPress ist auch ein Wolpertinger! In der Vergangenheit kam da ein Editor dran, ein bisschen JavaScript (aka jQuery), nun wurde noch React irgendwo drangeklebt. Natürlich nicht zu vergessen: das REST-API, das augenscheinlich mit der Einführung schon wieder veraltet war, weil mittlerweile alle lieber GraphQL nutzen.

Mit WordPress wollen wir ein System, das nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt und allen Ansprüchen genügt. Für die Nutzer genauso wie für die Entwickler. Die eierlegende Wollmilchsau eben. Die ist auch so ein Wolpertinger.

WordPress feierte Anfang des Jahres seinen fünfzehnten Geburtstag. Es ist in der Pubertät. Auf neudeutsch würde man sagen: WordPress will disruptiv sein, will die Branche umkrempeln. Jetzt ist es aber schon auf Platz eins der meistgenutzten Contentmanagementsysteme. Mehr als ein Drittel aller Websites im Internet laufen mit WordPress [1]. Was will man denn noch erreichen?

WordPress in der Zukunft

In diesem Artikel möchte ich einen Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft werfen. Was aber bedeutet Zukunft an dieser Stelle eigentlich?

Wer Ray Kurzweil – Visionär, Erfinder, Autor, Venture Capitalist, Mitgründer der Singularity University und aktuell Leiter der technischen Entwicklung bei Google – kennt oder schon einmal ein Buch von ihm gelesen hat, weiß: Die Analyse der Geschichte der Technologie zeigt, dass die Geschwindigkeit des technologischen Wandels exponentiell steigt (Accelerating Change). Entgegen unserer Intuition entfaltet sich die Zukunft nicht linear, sondern exponentiell, was es schwierig macht, vorherzusagen, was wann als Nächstes passieren wird. Deshalb überrascht uns das Tempo des technologischen Fortschritts und wir befinden uns oft in einer Situation [2] wie in Abbildung 1 dargestellt.

Abb. 1: Das Tempo des technologischen Fortschritts ist schneller als angenommen

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit meinen Aussagen ...

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WordPress 2024: Ein Blick in die Zukunft

Mit der Einführung von Gutenberg als neuem Standardeditor sorgte WordPress für Unruhe in der Community. Die Wünsche nach weiteren und besseren Funktionen reißen nicht ab und gehen in alle Richtungen. Wie wird sich WordPress in den kommenden fünf Jahren entwickeln? Lässt sich so eine Prognose überhaupt stellen?

Florian Simeth


Wissen Sie, was ein Wolpertinger ist? In Bayern kennt das jedes Kind. Es handelt sich dabei um ein Fabelwesen, das unterschiedliche Gestalten annehmen kann. So gibt es Hasen mit Hirschgeweih genauso wie Füchse mit Hasenohren. Kaum vorstellbar, oder? Warum und wieso es existiert, ist unbekannt. Vermutlich, weil Menschen immer versuchen, alles miteinander zu verbinden.

Für die Recherchen zu meinem monatlichen WordPress-Newsletter lese ich mich oft tief in die Diskussionen ein, die in der WordPress-Community entstehen. Wenn ich mir ansehe, was allein im letzten Jahr passiert ist, steht fest: WordPress ist auch ein Wolpertinger! In der Vergangenheit kam da ein Editor dran, ein bisschen JavaScript (aka jQuery), nun wurde noch React irgendwo drangeklebt. Natürlich nicht zu vergessen: das REST-API, das augenscheinlich mit der Einführung schon wieder veraltet war, weil mittlerweile alle lieber GraphQL nutzen.

Mit WordPress wollen wir ein System, das nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt und allen Ansprüchen genügt. Für die Nutzer genauso wie für die Entwickler. Die eierlegende Wollmilchsau eben. Die ist auch so ein Wolpertinger.

WordPress feierte Anfang des Jahres seinen fünfzehnten Geburtstag. Es ist in der Pubertät. Auf neudeutsch würde man sagen: WordPress will disruptiv sein, will die Branche umkrempeln. Jetzt ist es aber schon auf Platz eins der meistgenutzten Contentmanagementsysteme. Mehr als ein Drittel aller Websites im Internet laufen mit WordPress [1]. Was will man denn noch erreichen?

WordPress in der Zukunft

In diesem Artikel möchte ich einen Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft werfen. Was aber bedeutet Zukunft an dieser Stelle eigentlich?

Wer Ray Kurzweil – Visionär, Erfinder, Autor, Venture Capitalist, Mitgründer der Singularity University und aktuell Leiter der technischen Entwicklung bei Google – kennt oder schon einmal ein Buch von ihm gelesen hat, weiß: Die Analyse der Geschichte der Technologie zeigt, dass die Geschwindigkeit des technologischen Wandels exponentiell steigt (Accelerating Change). Entgegen unserer Intuition entfaltet sich die Zukunft nicht linear, sondern exponentiell, was es schwierig macht, vorherzusagen, was wann als Nächstes passieren wird. Deshalb überrascht uns das Tempo des technologischen Fortschritts und wir befinden uns oft in einer Situation [2] wie in Abbildung 1 dargestellt.

Abb. 1: Das Tempo des technologischen Fortschritts ist schneller als angenommen

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