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Von und mit der Rust-Familie lernen

Die Arbeit in der Rust Open Source Community


Sind Sie ein neuer Rustacean und versuchen ersten Schritte in der Open-Source-Community von Rust zu machen? Versuchen Sie, Leute in der Rust-Community zu treffen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Sind Sie ein Maintainer, der daran interessiert ist, neue Contributors zu gewinnen? Dann ist dieser Artikel genau richtig für Sie.

Dieser Artikel soll zeigen, wie man sich in der Rust-Open-Source-Community engagiert. Sein Ziel ist es, neuen Mitwirkenden und etablierten Maintainern gleichermaßen zu helfen. Wir werden lernen, mit welchen Ansätzen bei der Themenfindung vorgegangen werden kann, wie Projekte gefunden und strukturiert werden, damit neuen Entwicklern der Einstieg so einfach wie möglich gelingt. Und natürlich sollen auch neue Rustaceans getroffen und Sie ein erfolgreicher Mitwirkender in der Rust-Open-Source-Community werden. Ich hoffe, dass Sie am Ende dieses Beitrages eine bessere Vorstellung davon haben, wie Sie sich in unserer Community zurechtfinden und wie Sie den Menschen in Ihrer Umgebung am besten helfen können, sich in ihr zurechtzufinden. Wer allerdings eine Anleitung sucht, wie man die Sprache Rust lernt, der wird leider enttäuscht sein. Die Autorin wird nicht darauf eingehen, wie sie die Sprache gelernt hat und auch keine Tipps geben, wie Sie Ihre Rust-Kenntnisse direkt verbessern können. Es gibt viele andere wunderbare Ressourcen, die genau zu diesem Zweck konzipiert wurden. Dieser Artikel soll helfen, diese Ressourcen zu finden, nicht eine von ihnen sein – er handelt von der Community-Seite Rusts, nicht von der technischen.

Code of Conduct

Einer der ersten Aspekte, der mir bei Rust ins Auge fiel, war der Verhaltenskodex. Lassen Sie mich ein wenig mehr über mich erzählen: Ich bin eine Frau, ich bin homosexuell und ich bin transsexuell. Wenn ich es in Betracht ziehe, an einer Community teilzunehmen, sind Frauenfeindlichkeit, Transphobie und Homophobie alles Dinge, über die ich mir Sorgen mache. Als ich mir den Verhaltenskodex der Rust-Community anschaute und erkannte, dass er Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, Alter, Behinderung und ähnlichen Merkmalen verbietet, war es, als wäre mir eine riesige Last von den Schultern genommen worden. Es ist wunderbar, zu wissen, dass, wenn man auf einen Fanatiker trifft, so ziemlich die gesamte Community vereint zusammenhält. Ich hatte keine Angst, mich zu engagieren, denn der Verhaltenskodex gab mir ein Gefühl der Sicherheit. Zum Glück hatte ich in den letzten 2 Jahren keine Probleme – und ich bin überzeugt, dass das auch am Code of Conduct liegt. Der Verhaltenskodex wirkt wie eine vorbeugende Medizin und hält die Leute, vor denen er schützen soll, davon ab, überhaupt in Ihre Gemeinschaft einzutreten. Wenn Sie wollen, dass sich Leute wie ich an Ihren Projekten beteiligen, reicht es schon aus, zu erwähnen, dass Sie sich an den Verhaltenskodex der Rust-Community halten, damit wir uns wohl genug fühlen, um uns zu beteiligen. Der Verhaltenskodex hat mich also bei Rust begeistert, aber das war es nicht, was mich dazu brachte, mich stärker zu engagieren. Was war es, das mich dazu gebracht hat, meinen ersten Open-Source-Beitrag zu leisten?

This Week in Rust

Die Rust-Community unterhält einen wöchentlichen Newsletter mit Rustlang-Nachrichten namens „This Week In Rust“. Darin finden sich Abschnitte über aktuelle Blogeinträge, die Crate der Woche, einen Aufruf zur Teilnahme, Änderungen, die in den Core integriert wurden, bevorstehende Treffen, Stellenausschreibungen und normalerweise ein lustiges Zitat am Ende. Ich las „This Week In Rust“ zunächst wegen der Blogposts, ich war quasi besessen von Rust und wollte jedes bisschen Information darüber aufsaugen. Der Abschnitt, der am Ende den größten Einfluss hatte, war der Call for Participation. Dabei handelt es sich um ist eine Liste von First Issues und Issues, bei denen die Maintainer zusätzliche Hilfe benötigen. Ich wollte seit Jahren etwas zu Open Source beitragen und hier kam nun dieser Newsletter, der mir sagte: „Hier ist etwas, das du tun kannst, um zu helfen“. Die wöchentliche Liste der First Issues macht es einfach, Themen zu finden, an denen sich jeder und jede einzelne beteiligen kann. Für alle neuen Entwickler an der Codebasis ist das sehr hilfreich. Die aktive Suche nach geeigneten Projekten bestand für mich also nun darin, mir die entsprechenden Gesuche im Newsletter anzusehen – sehr praktisch! Also habe ich mich darauf eingelassen, eine kleine Issue auf rustc bearbeitet, etwas Testcode aufgeräumt und plötzlich war die Umgebung nicht mehr so beängstigend.

Eine Sache, die ich anmerken möchte: Um wirklich zu funktionieren, ist „This Week In Rust“ auf die Beteiligung der Community angewiesen. Zu Beginn war es noch so, dass Maintainer sich für jede Woche ein paar gute First Issues herausgesucht haben. Diese Praxis wurde jedoch eingestellt, da kein Teil des Rust-Ökosystems benachteiligt werden sollte. Betrachtet man sich alte Newsletter im Vergleich zu neueren, ist erkennbar, dass wir heutzutage durchweg viel weniger gute First Issues haben. Wenn Sie also ein Maintainer irgendeines Rust-Open-Source-Projekts sind, sollten Sie gute First Issues markieren und diese an TWIR senden. Es kann den Unterschied für neue Rustaceans machen, die vom Prozess, sich in Open Source zu engagieren, eingeschüchtert sind.

Erste Probleme

Ich hatte also keine Angst mehr vor dem Prozess, ich stürze mich hinein und fing an, meine eigenen neuen Issues zu finden, um an den Issue Boards zu arbeiten und unglücklicherweise war das der Punkt, an dem ich auf meine ersten kleinen Probleme stieß. Wie sich herausstellte, können GitHub Issue Boards ziemlich schwierig zu navigieren sein, https://www.rustaceans.org/findwork/starters, der empfohlene Startpunkt in TWIR zu der Zeit, war besonders schwer zu bedienen. Es zeigt nur den Issue-Namen, die Zusammenfassung und die Tags an. Ich ging von Issue zu Issue, nur um festzus...

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