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Gedanken zur Internationalisierung von Apps

Gedanken zur Internationalisierung von Apps


Wozu die Arbeit investieren und eine vergleichsweise einfache App in verschiedene Sprachen übersetzen? Ich habe mir die App eines unserer Autoren angesehen und mir ein paar Gedanken dazu gemacht.

Vor vielen Jahren postulierte ein prominenter amerikanischer Softwareblogger, dass die japanische Übersetzung seines Produkts nicht einmal sein Sushibudget einspielen würde. Der Analyst ist mittlerweile in der Versenkung verschwunden, der Name und die Webseite wurden vom Zahn der Zeit abgenagt. Damals war die Welt vergleichsweise einfach: Wer einen der damals teuren PDAs besaß, konnte mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit Englisch.

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Lage verändert. Die Preise von Smartphones sind seit geraumer Zeit im freien Fall, in Afrika und Asien tun sich riesige und unerschlossene Märkte auf. Kurz gefasst: Das mobile Dorf ist zu einer erdumfassenden Metropole angewachsen.

Aus diesem Grund ist es angebracht, abermals einen Blick auf das Konzept der Lokalisierung zu werfen. Rentiert es sich heute, ein Programm in mehreren Sprachen auf den Markt zu bringen? Der folgende Artikel stellt Ihnen einige Pros und Kontras zum Thema Lokalisierung vor und untermauert sie – wo möglich – mit Beispielen aus der Praxis.

Suchen und Finden

Die für Entwickler kritischste Neuerung der vergangenen Jahre hört auf den Namen App Store. Der von Steve Jobs für das iPhone erdachte Vertriebskanal revolutionierte die Verteilung von Handcomputerapplikationen. Wer im Store nicht prominent platziert war, existierte für den durchschnittlichen Benutzer nicht.

Anfangs war man auf Entwicklerseite über diese Neuerung durchaus froh, da die diversen Supportanfragen zu Problemen bei der Installation entfielen. Der neue Vertriebsweg zeigte seine Zähne erst dann, als Tausende von Programmen in die Portale drängten. Da die Suchergebnisse der Stores normalerweise die bisher erreichte Anzahl an Downloads in die Berechnung einbezogen, ist es in manchen Bereichen mittlerweile so gut wie unmöglich, ein neues Produkt in den Store zu schieben. Ein gutes Beispiel dafür sind wissenschaftliche Taschenrechner eines unserer Autoren unter Firefox OS – die Suche nach „Calculator“ liefert (wie in Abbildung 1 gezeigt) einige Dutzend Resultate.

Diese auf den ersten Blick deprimierende Situation verbessert sich dadurch, dass die Mehrheit der Menschheit Englisch nicht als Muttersprache hat. Der durchschnittliche Nichtengländer gibt seinen Suchbegriff als Erstes in seiner Muttersprache ein – die Suc...

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