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Mobile Technology
Betreiben einer App

Der fehlende Android-Guide

Die offizielle Android-Dokumentation ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Entwicklung von Android-Apps. Open-Source-Frameworks oder Tools anderer Anbieter sind hier an vielen Stellen nicht mit einbezogen, ebenso fehlen Hinweise auf Design Patterns oder Frameworks, die unschöne Designentscheidungen im Android-SDK ausgleichen und Lücken füllen können. Im Java Magazin 11.2015 haben wir betrachtet, welche Konzepte und Werkzeuge beim Aufbau einer sauberen Architektur einer Android-App helfen können und welche Strategie beim Testen einer App sinnvoll sein kann. Dieser Artikel betrachtet wichtige Elemente beim Betrieb einer App und verdeutlicht diese Elemente an einigen Beispielen.

Michael Gruczel


Zunächst sehen wir uns an, auf welche Aspekte man beim Betrieb einer mobilen App achten sollte. Nach dem Release der App gilt es, die Nutzung der App zu betrachten. Für die Entwicklung ergibt es Sinn, das Layout auf die am häufigsten verwendeten Geräte zu optimieren. Ein Test auf genau diesen Geräten deckt bereits eine Vielzahl der möglichen Probleme ab. Die Betrachtung, auf welchen Geräten die Anwender die App installieren, ist deshalb interessant. Ebenso ist die Verbreitung der verschiedenen Versionen der App von Interesse, denn möglicherweise ergibt sich der Zwang, verschiedene Versionen der App kompatibel zu einem Backend zu halten. Häufig soll der Anwender nicht gezwungen werden, die App bei jeder Benutzung sofort zu aktualisieren. Sitzt der Anwender zum Beispiel mit schlechter Datenverbindung in der Bahn oder möchte dringend etwas in der App erledigen, dann würde man diesen mit einem Zwangsupdate vermutlich verärgern. Ältere Android-Versionen zu unterstützen, kostet Zeit und macht den Code an manchen Stellen komplexer, hingegen die neuesten Features der aktuellsten Version zu verwenden, bringt häufig einen Mehrwert, deshalb ergibt ein Blick auf die am häufigsten verwendeten An­droid-Versionen ebenfalls Sinn.

Es gilt also zu klären, welche Geräte, welche Version der Anwendungen und auch welche Android-Versionen genutzt werden.

Auch durch eine saubere Architektur, testgetriebene Entwicklung und intensivstem manuellen Testen wird es nicht gelingen, Apps auszuliefern, welche auf jedem Gerät und in jedem Umfeld fehlerfrei funktionieren. Der Anwender hat vielfältige Möglichkeiten, sein Smart­phone zu konfigurieren und die Apps in den verschiedensten Situationen zu nutzen. Eine langsame Datenrate mag noch Teil der Tests sein, aber ein seltsames Verhalten, welches durch die Installation eines Virenscanners entsteht, wird vermutlich in kaum einem Test simuliert. Ebenso mag der Aufruf einer Restschnittstelle zu seltsamen Resultaten führen, wenn in einem Hotel, anstatt der JSON-Response, auf einmal eine Webseite als Antwort erscheint, die den Anwender zu Login im Hotelnetzwerk auffordert. Es wäre eine Illusion zu vermuten, dass alle möglichen Fehlerkonstellationen im Vorfeld bedacht werden können. Deshalb gilt es, die Fehler, welche auf den verschiedensten Geräten in Produktion auftreten, zu analysieren. Mit diesen Informationen kann ein Eindruck über die technische Stabilität der App gewonnen werden, und zeitnah auf unerwartete Fehler reagiert werden. Dies mu...

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Betreiben einer App

Der fehlende Android-Guide

Die offizielle Android-Dokumentation ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Entwicklung von Android-Apps. Open-Source-Frameworks oder Tools anderer Anbieter sind hier an vielen Stellen nicht mit einbezogen, ebenso fehlen Hinweise auf Design Patterns oder Frameworks, die unschöne Designentscheidungen im Android-SDK ausgleichen und Lücken füllen können. Im Java Magazin 11.2015 haben wir betrachtet, welche Konzepte und Werkzeuge beim Aufbau einer sauberen Architektur einer Android-App helfen können und welche Strategie beim Testen einer App sinnvoll sein kann. Dieser Artikel betrachtet wichtige Elemente beim Betrieb einer App und verdeutlicht diese Elemente an einigen Beispielen.

Michael Gruczel


Zunächst sehen wir uns an, auf welche Aspekte man beim Betrieb einer mobilen App achten sollte. Nach dem Release der App gilt es, die Nutzung der App zu betrachten. Für die Entwicklung ergibt es Sinn, das Layout auf die am häufigsten verwendeten Geräte zu optimieren. Ein Test auf genau diesen Geräten deckt bereits eine Vielzahl der möglichen Probleme ab. Die Betrachtung, auf welchen Geräten die Anwender die App installieren, ist deshalb interessant. Ebenso ist die Verbreitung der verschiedenen Versionen der App von Interesse, denn möglicherweise ergibt sich der Zwang, verschiedene Versionen der App kompatibel zu einem Backend zu halten. Häufig soll der Anwender nicht gezwungen werden, die App bei jeder Benutzung sofort zu aktualisieren. Sitzt der Anwender zum Beispiel mit schlechter Datenverbindung in der Bahn oder möchte dringend etwas in der App erledigen, dann würde man diesen mit einem Zwangsupdate vermutlich verärgern. Ältere Android-Versionen zu unterstützen, kostet Zeit und macht den Code an manchen Stellen komplexer, hingegen die neuesten Features der aktuellsten Version zu verwenden, bringt häufig einen Mehrwert, deshalb ergibt ein Blick auf die am häufigsten verwendeten An­droid-Versionen ebenfalls Sinn.

Es gilt also zu klären, welche Geräte, welche Version der Anwendungen und auch welche Android-Versionen genutzt werden.

Auch durch eine saubere Architektur, testgetriebene Entwicklung und intensivstem manuellen Testen wird es nicht gelingen, Apps auszuliefern, welche auf jedem Gerät und in jedem Umfeld fehlerfrei funktionieren. Der Anwender hat vielfältige Möglichkeiten, sein Smart­phone zu konfigurieren und die Apps in den verschiedensten Situationen zu nutzen. Eine langsame Datenrate mag noch Teil der Tests sein, aber ein seltsames Verhalten, welches durch die Installation eines Virenscanners entsteht, wird vermutlich in kaum einem Test simuliert. Ebenso mag der Aufruf einer Restschnittstelle zu seltsamen Resultaten führen, wenn in einem Hotel, anstatt der JSON-Response, auf einmal eine Webseite als Antwort erscheint, die den Anwender zu Login im Hotelnetzwerk auffordert. Es wäre eine Illusion zu vermuten, dass alle möglichen Fehlerkonstellationen im Vorfeld bedacht werden können. Deshalb gilt es, die Fehler, welche auf den verschiedensten Geräten in Produktion auftreten, zu analysieren. Mit diesen Informationen kann ein Eindruck über die technische Stabilität der App gewonnen werden, und zeitnah auf unerwartete Fehler reagiert werden. Dies mu...

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