Mobile Technology - 02.2013 - Firefox OS


Preis: Gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  April 2013

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Oliver Rummeyer, Matt Brenner, Judith Lungstraß, Corinna Kern, Christian Heilmann, Jan Brinkmann, Kay Glahn, Tom Wießeckel, Holger Staudacher, Jochen Krause, Diana Kupfer, Tom Wießeckel, Claudia Fröhling, Reto Zenger, Tom Wießeckel, Tom Wießeckel, Claudia Fröhling, Christoph Ebert, Tam Hanna, Alexander Kunz, Diana Kupfer, Corinna Kern

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in dieser Ausgabe haben wir einen großen Artikel zu Mozillas Frontalangriff auf den Markt der mobilen Betriebssysteme: Firefox OS. Nicht nur ich setze große Hoffnungen auf dieses System, bedeutet es doch letzten Endes, dass Webstandards endlich auch auf mobilen Devices ankommen – in vollem Umfang! Wir sprechen also nicht mehr von Einschränkungen, was das Ansprechen der Hardware angeht oder darüber, dass die mit Webtechnologien geschriebenen Apps in einem Container verpackt werden müssen, um auf die Geräte ausgeliefert zu werden. Es ist wie üblich nur wieder eine Frage der Performance, ob und wie sich das alles durchsetzen wird.

In dieser Phase kündigt sich jedoch etwas großes an: eine Kooperation zwischen Mozilla und Samsung. Beide Unternehmen haben die Zusammenarbeit an etwas begonnen, das ebenfalls das Web als Plattform stärken und weiter voranbringen soll. Die Rede ist von Servo, einer Rendering Engine, die die Vorteile von „tomorrow’s faster, multi-core, heterogeneous computing architectures“ voll ausschöpfen soll. Mehr Power also für das Web als mobiles Betriebssystem? Wenn Sie dieses Editorial lesen, dann steht Servo für Android und ARM-basierte Devices bereits seit einigen Wochen zum Download bereit.

Doch damit nicht genug! Am selben Tag, an dem Servo der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, hat Adam Barth von Google Blink vorgestellt, ebenfalls eine neue Rendering Engine, dieses Mal jedoch – im Gegensatz zu Servo – keine komplette Neuentwicklung, sondern ein Fork von WebKit. Und was für einer: Mehr als 7 000 Dateien haben die Entwickler von Google entfernt, 4,5 Millionen Zeilen Code über Bord geworfen. All das, was Apple, ebenfalls ein großer Contributor zu WebKit, beigetragen hat, um den Safari in der Engine zu stärken. Googles Ziel ist natürlich zum einen die Stärkung von Chrome, zum anderen aber auch das hauseigene ­Chrome OS, das zurzeit wieder für etwas Furore gesorgt hat. Eine eigene, auf die eigenen Bedürfnisse angepasste Rendering Engine kann da natürlich nur noch einmal einen enormen Boost bedeuten.

Möchte man Flurry, einem App-Analyse-Unternehmen aus Amerika Glauben schenken, dann ist der Kampf um die Vorherrschaft im Mobile-Sektor bereits entschieden. Nur 20 Prozent der Aktionen auf einem Smart­phone oder Tablet sollen einer Studie aus dem März dieses Jahres zufolge mit Webtechnologien ausgeführt werden, also über den Browser oder über Apps, die mithilfe von Webtechnologien entstanden sind. Der Gewinner dieses „Mobile War“ sei demnach die App.

Dieser Schluss jedoch könnte verfrüht gezogen worden sein. Sieht man sich an, was zwei der größten Player im Web gerade an Entwicklungen auf die Beine stellen, dann kann man sich ausmalen, was noch alles auf die Entwickler im mobilen Umfeld wartet. Die Zeichen stehen auf Sturm, die Zeit des Mobile-Webs hat ganz offensichtlich gerade erst begonnen!

Es verspricht also, ein heißer Sommer zu werden. Endlich. Man konnte ja beinahe den Eindruck gewinnen, dass sich der mobile Frühling etwas festgefahren hat. Jetzt heißt es also, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Situation genau im Auge zu behalten. Aber es wird spannend, das kann ich Ihnen versprechen!

Tom WießeckelTom Wießeckel, Redakteur

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