Mobile Technology - 02.2014 - iBeacon


Preis: 7,80 €

Erhältlich ab:  April 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Tam Hanna, Carsten Eilers, Athanassios Danoglidis, Corinna Kern, Tom Wießeckel, Ksenia Stroganova, Wolfgang Ziegler, Dominik Obermaier, Robert Kunst, Daniel Bälz, Christian Meder, Matthias Fischer, Dominik Bial, Claudia Fröhling, Andreas Pihan

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

hätten Sie vor fünfzehn Jahren gedacht, dass 2014 das intelligente Zuhause, M2M, Leap Motion, Augmented Reality, Sprach- und Gesichtserkennung keine Zukunftsvisionen aus Science-Fiction-Filmen mehr sein würden, sondern zusammen mit lokalen Diensten längst Einzug in Ihren Alltag gehalten haben?

Noch bis in die frühen Achtzigerjahre waren Computer nichts anderes als überdimensionale Taschenrechner. Der erste Shift im UI war der Wechsel vom Command-Line-Interface zum Graphical-User-Interface, und damit wurde die Entwicklung in Gang gesetzt, die Interaktion mit dem Computer natürlicher und emotionaler zu gestalten. Neue Hardware, wie etwa die Maus, tat ihr Übriges. So sollte es erst einmal fast dreißig Jahre bleiben und sich manifestieren. Damals dauerte es eben alles noch ein wenig länger. Doch was wir nicht ahnen sollten, ist, dass damit eigentlich bereits eine Lawine losgetreten wurde, die Anfang des 21. Jahrhunderts in Form von Apple in vollem Ausmaß auf uns treffen sollte. Mit Apples Verkündung der Post-PC-Ära war der Siegeszug von Smartphones und Co. offiziell eingeleitet und machte das mobile Device in kürzester Zeit zu einer festen Komponente menschlichen Handelns. Und seither zeigt sich deutlich, dass unsere Adoption neuer Technologien sich seit dem PC drastisch beschleunigt hat und nach nicht einmal zehn Jahren nun auch die Pole Position der Smartphones bereits wieder dem Untergang geweiht scheint.

Die Post-Smartphone-Ära

Die Post-Smartphone-Ära ist im Gang, meint aber keineswegs eine Welt ohne Smartphone und Tablets, sondern eine Zeit mit mobilen Devices in einem noch größeren Kontext, nämlich dem des Internet of Things im Zusammenspiel mit Wearables, Sensoren, Smart ­Homes etc. Die neuen technologischen Möglichkeiten in den Geräten lassen es im Hintergrund immer komplexer und ausgefeilter werden, vorne soll es umso einfacher aussehen. Design übernimmt mittlerweile nicht mehr nur die Aufgabe, dem User das Technische verständlich und nutzbar zu machen. Design soll helfen, Komplexität herunterzudampfen und in Simplizität zu verwandeln.

Next Generation Mobile

Die neue Generation mobiler Devices passt sich mehr und mehr unserem natürlichen Verhalten und unseren Gewohnheiten an. Invisible Computing deutet sich etwa durch Google Glass an, eine Technologie, bei der die Hardware quasi verschwindet bzw. noch mehr ein Teil von uns wird, und die Mensch-Maschinen-Interaktion völlig berührungslos wird. Zugegeben: Bisher hat Goo­gle Glass als Wearable rein optisch wenig das Zeug zum Alltagsaccessoire, aber erst kürzlich hat der italienische Hersteller von Ray-Ban- und Oakley-Brillen bekannt gegeben, an alltagstauglichen Varianten von Google Glass zu feilen. Das smarte Zuhause wird sich in Zukunft unserem Tagesablauf anpassen und automatisch unsere Gewohnheiten erlernen.

Strickt man diese bereits angestoßenen Technologien zusammen und weiter, ergeben sich Szenarien, die man eigentlich nur aus Filmen kennt, die aber plötzlich gar nicht mehr so weit weg erscheinen. Doch eines sollte dabei stets bewusst sein: Wir leben in rasanten Zeiten, und was heute noch Zukunftsmusik ist, kann schneller Realität werden, als wir ahnen. Umso wichtiger ist es, den Fortgang der mobilen Technologien weiterhin aufmerksam zu beobachten und die Zeichen der Zeit nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu betrachten.

Corinna KernCorinna Kern, Redakteurin

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