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Mobile Technology
Cross-Plattform gehört die Zukunft

Der Kampf um Android

Beinahe scheint es, als sei im Hause Microsoft ein gnadenloser Kampf um die Gunst Androids entbrannt. Generell ist das kein Wunder, immerhin haben die Redmonder zum Zeitpunkt des Drucks des Magazins noch keine finale Version von Windows 10 Mobile, und auf der bisherigen Plattform - Windows Phone 8.1 - sieht es ebenfalls mau aus, was die Anzahl der Apps angeht.

Mirko Schrempp, Scarlett Winter, Tom Wießeckel, Michael Thomas


Es braucht also einen Weg, um für beide Seiten attraktiv zu sein: Zum einen für Android-Entwickler, die mit wenigen Handgriffen eine bestehende App zu Windows 10 Mobile konvertieren können sollen – um somit den Windows Store mit Leben zu füllen, zum anderen für Entwickler, die ihren für Windows 10 geschriebenen Apps eine größere Verbreitung geben wollen. Es bieten sich also zwei Möglichkeiten an: Zum einen Cross-Plattform-Entwicklung mit beispielsweise Xamarin; was zumindest dafür sorgt, dass man seinen Apps eine größere Verbreitung bieten kann, indem man sie auch auf Android veröffentlicht. Zum anderen eine Bridge, mit der sich Android-Apps in Windows-10-Mobile-Apps umwandeln lassen, was vor allem den Windows Store mit Leben füllt. Doch gerade Letzteres macht mehr Probleme, als man denkt.

Project Astoria

Im April letzten Jahres hatte Microsoft unter dem Codenamen Project Astoria die Windows Bridge für An­droid [1] vorgestellt. Die Idee hinter dem Portierungstool war es, Android-Entwicklern die Möglichkeit zu geben, ihre in Java oder C++ geschriebenen Apps ohne viel Aufwand auf Windows-Mobilgeräten auszuführen. Damit sollte das Tool das Gegenstück zur Windows Bridge für iOS (Projekt Islandwood) darstellen, an der man in Redmond noch immer fleißig weiterentwickelt.

Im August 2015 wurde eine Vorabversion des Portierungstools geleakt – und offenbarte eklatante Schwächen. Während die angepassten iOS-Apps sowohl auf dem Desktop als auch auf Tablets und Smartphones ausführbar waren, hatte es den Anschein, als würden Android-Apps wohl nur auf Smartphones landen; unterstützt wurden seinerzeit ausschließlich Lumia-Geräte.

Generell war die Portierung der Apps nicht ganz so einfach, wie vielleicht zunächst gedacht. Wie Google WatchBlog [2] schrieb, wird das Portierungstool längst nicht alle Arbeit abnehmen. Die Portierung von An­droid-Apps auf Windows 10 funktionierte lediglich mithilfe einiger Tools. Für die eigentliche Arbeit benötigte man das Tool wconnect, daneben war ein Android-SDK und eine Verbindung zwischen dem PC und dem Smartphone erforderlich. Eine direkte Portierung sowie die Verteilung der umgewandelten Android-Apps auf eine Vielzahl von Geräten war damit noch nicht möglich.

Ein großes Manko für das Tool waren die Goo­gle Play Services. Diese sind kein offizieller Bestandteil von Android, weshalb sich nur Android-Apps portieren ließen, die nicht auf die Unterstützung dieser Services setzen. Jedoch ist das bei ziemlich vielen Apps der Fall – und dass Googl...

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Cross-Plattform gehört die Zukunft

Der Kampf um Android

Beinahe scheint es, als sei im Hause Microsoft ein gnadenloser Kampf um die Gunst Androids entbrannt. Generell ist das kein Wunder, immerhin haben die Redmonder zum Zeitpunkt des Drucks des Magazins noch keine finale Version von Windows 10 Mobile, und auf der bisherigen Plattform - Windows Phone 8.1 - sieht es ebenfalls mau aus, was die Anzahl der Apps angeht.

Mirko Schrempp, Scarlett Winter, Tom Wießeckel, Michael Thomas


Es braucht also einen Weg, um für beide Seiten attraktiv zu sein: Zum einen für Android-Entwickler, die mit wenigen Handgriffen eine bestehende App zu Windows 10 Mobile konvertieren können sollen – um somit den Windows Store mit Leben zu füllen, zum anderen für Entwickler, die ihren für Windows 10 geschriebenen Apps eine größere Verbreitung geben wollen. Es bieten sich also zwei Möglichkeiten an: Zum einen Cross-Plattform-Entwicklung mit beispielsweise Xamarin; was zumindest dafür sorgt, dass man seinen Apps eine größere Verbreitung bieten kann, indem man sie auch auf Android veröffentlicht. Zum anderen eine Bridge, mit der sich Android-Apps in Windows-10-Mobile-Apps umwandeln lassen, was vor allem den Windows Store mit Leben füllt. Doch gerade Letzteres macht mehr Probleme, als man denkt.

Project Astoria

Im April letzten Jahres hatte Microsoft unter dem Codenamen Project Astoria die Windows Bridge für An­droid [1] vorgestellt. Die Idee hinter dem Portierungstool war es, Android-Entwicklern die Möglichkeit zu geben, ihre in Java oder C++ geschriebenen Apps ohne viel Aufwand auf Windows-Mobilgeräten auszuführen. Damit sollte das Tool das Gegenstück zur Windows Bridge für iOS (Projekt Islandwood) darstellen, an der man in Redmond noch immer fleißig weiterentwickelt.

Im August 2015 wurde eine Vorabversion des Portierungstools geleakt – und offenbarte eklatante Schwächen. Während die angepassten iOS-Apps sowohl auf dem Desktop als auch auf Tablets und Smartphones ausführbar waren, hatte es den Anschein, als würden Android-Apps wohl nur auf Smartphones landen; unterstützt wurden seinerzeit ausschließlich Lumia-Geräte.

Generell war die Portierung der Apps nicht ganz so einfach, wie vielleicht zunächst gedacht. Wie Google WatchBlog [2] schrieb, wird das Portierungstool längst nicht alle Arbeit abnehmen. Die Portierung von An­droid-Apps auf Windows 10 funktionierte lediglich mithilfe einiger Tools. Für die eigentliche Arbeit benötigte man das Tool wconnect, daneben war ein Android-SDK und eine Verbindung zwischen dem PC und dem Smartphone erforderlich. Eine direkte Portierung sowie die Verteilung der umgewandelten Android-Apps auf eine Vielzahl von Geräten war damit noch nicht möglich.

Ein großes Manko für das Tool waren die Goo­gle Play Services. Diese sind kein offizieller Bestandteil von Android, weshalb sich nur Android-Apps portieren ließen, die nicht auf die Unterstützung dieser Services setzen. Jedoch ist das bei ziemlich vielen Apps der Fall – und dass Googl...

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