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Mobile Technology
So steigert man die User Experience von Nutzern mit Sehschwäche

Vier Schritte zur Barrierefreiheit

Menschen mit Sehschwäche sind auf adaptive Technologien wie Screenreader angewiesen, um effektiv mit Onlinecontent interagieren zu können. Damit solche Technologien die angebotenen Inhalte richtig auslesen können, müssen sie barrierefrei ausgegeben werden. Die Zugänglichkeit ist aber nicht allein die Aufgabe von Webentwicklern und Webdesignern, sondern richtet sich auch an die Verfasser von Webtexten.

Jan Weddehage


Aber was heißt Barrierefreiheit im Netz genau? Das W3C fasst unter dem Begriff der „Webbarrierefreiheit“ [1] die Möglichkeit zusammen, dass Menschen mit Behinderung in der Lage sein müssen, Inhalte im Web zu erkennen und zu verstehen. Es darf keine besonderen Hürden bei der Navigation und Interaktion geben.

Die barrierefreie Gestaltung von Onlinecontent obliegt aber nicht allein Webentwicklern und Webdesignern, sondern ist gleichsam die Aufgabe der Verfasser von Webtexten, die eher einen journalistischen Hintergrund besitzen und sich weniger mit Webtechnologien auskennen. Durch die Befolgung vier einfacher Schritte, die Jacqueline Tolisano in ihrem Artikel ausführt [2], können Redakteure, Autoren und Editoren dabei helfen, den barrierefreien Zugang von Onlineinhalten zu verbessern und so die User Experience von Anwendern mit Sehschwäche zu steigern.

1. Logische Heading-Strukturen

Sind Nutzer auf adaptive Technologien angewiesen, sind logische Heading-Strukturen hilfreich, um sich effizient durch den Content zu navigieren. Die richtige Implementierung von Heading-Elementen erlaubt es, Inhalte so zu strukturieren, dass die gewünschten Informationen ohne visuelle Darstellung schnell gefunden werden können.

Wird demgegenüber auf eine angemessene Headerstruktur verzichtet, schränkt das die Effizienz von Screenreadern ein. Das Suchen und Finden von Inhalten wird auf diese Weise nicht nur schwieriger, sondern auch zeitintensiver.

Best Practices

Da Screen-Reading-Software nicht in der Lage ist, zwischen verschiedenen Schriftgrößen und -stilen zu unterscheiden, ist es wenig hilfreich, Überschriften besonders groß oder fett darzustellen. Damit die unterschiedlichen Textbausteine klar voneinander abgegrenzt werden können, sind logische Heading-Strukturen unerlässlich.

So sollte jede Seite nur einmal das Element Heading 1 besitzen, das eindeutig den Zweck des Contents beschreibt. Die weiteren Textelemente werden durch die fünf weiteren Heading-Bausteine in chronologischer Reihenfolge organisiert. Beispielsweise sollte ein

-Element nicht vor einem

-Baustein benutzt werden. Ferner müssen die unterschiedlichen Überschriften klare Angaben über die Informationen, die auf sie folgen, beinhalten.

2. Aussagekräfte „Alt“-Texte bei Bildern

Bilder werden nicht nur als schmückendes Beiwerk im Netz eingesetzt. Sie können darüber hinaus auch die Aussage eines Texts unterstreichen und seine Botschaft weiter verstärken. Damit Screenreaderuser ebenfalls die Vorteile optischer Elemen...

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So steigert man die User Experience von Nutzern mit Sehschwäche

Vier Schritte zur Barrierefreiheit

Menschen mit Sehschwäche sind auf adaptive Technologien wie Screenreader angewiesen, um effektiv mit Onlinecontent interagieren zu können. Damit solche Technologien die angebotenen Inhalte richtig auslesen können, müssen sie barrierefrei ausgegeben werden. Die Zugänglichkeit ist aber nicht allein die Aufgabe von Webentwicklern und Webdesignern, sondern richtet sich auch an die Verfasser von Webtexten.

Jan Weddehage


Aber was heißt Barrierefreiheit im Netz genau? Das W3C fasst unter dem Begriff der „Webbarrierefreiheit“ [1] die Möglichkeit zusammen, dass Menschen mit Behinderung in der Lage sein müssen, Inhalte im Web zu erkennen und zu verstehen. Es darf keine besonderen Hürden bei der Navigation und Interaktion geben.

Die barrierefreie Gestaltung von Onlinecontent obliegt aber nicht allein Webentwicklern und Webdesignern, sondern ist gleichsam die Aufgabe der Verfasser von Webtexten, die eher einen journalistischen Hintergrund besitzen und sich weniger mit Webtechnologien auskennen. Durch die Befolgung vier einfacher Schritte, die Jacqueline Tolisano in ihrem Artikel ausführt [2], können Redakteure, Autoren und Editoren dabei helfen, den barrierefreien Zugang von Onlineinhalten zu verbessern und so die User Experience von Anwendern mit Sehschwäche zu steigern.

1. Logische Heading-Strukturen

Sind Nutzer auf adaptive Technologien angewiesen, sind logische Heading-Strukturen hilfreich, um sich effizient durch den Content zu navigieren. Die richtige Implementierung von Heading-Elementen erlaubt es, Inhalte so zu strukturieren, dass die gewünschten Informationen ohne visuelle Darstellung schnell gefunden werden können.

Wird demgegenüber auf eine angemessene Headerstruktur verzichtet, schränkt das die Effizienz von Screenreadern ein. Das Suchen und Finden von Inhalten wird auf diese Weise nicht nur schwieriger, sondern auch zeitintensiver.

Best Practices

Da Screen-Reading-Software nicht in der Lage ist, zwischen verschiedenen Schriftgrößen und -stilen zu unterscheiden, ist es wenig hilfreich, Überschriften besonders groß oder fett darzustellen. Damit die unterschiedlichen Textbausteine klar voneinander abgegrenzt werden können, sind logische Heading-Strukturen unerlässlich.

So sollte jede Seite nur einmal das Element Heading 1 besitzen, das eindeutig den Zweck des Contents beschreibt. Die weiteren Textelemente werden durch die fünf weiteren Heading-Bausteine in chronologischer Reihenfolge organisiert. Beispielsweise sollte ein

-Element nicht vor einem

-Baustein benutzt werden. Ferner müssen die unterschiedlichen Überschriften klare Angaben über die Informationen, die auf sie folgen, beinhalten.

2. Aussagekräfte „Alt“-Texte bei Bildern

Bilder werden nicht nur als schmückendes Beiwerk im Netz eingesetzt. Sie können darüber hinaus auch die Aussage eines Texts unterstreichen und seine Botschaft weiter verstärken. Damit Screenreaderuser ebenfalls die Vorteile optischer Elemen...

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