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Mobile Technology
Interview mit Karen McGrane zum Thema Adaptive Layout

„Wir haben einfach weiter so getan, als wäre eine Webseite ein Blatt Papier.“

Adaptive Layout ist bereits seit einiger Zeit ein Thema - seit 2014, um genau zu sein. Doch was genau versteht man unter Adaptive Content? Wir sprachen mit Karen McGrane darüber; sie hat den Begriff immerhin entscheidend geprägt.

Karen McGrane


Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Adaptive Content einige grundsätzliche Aspekte berücksichtigt. So geht es vor allem um die Strukturierung von Content, und weniger um dessen Präsentationsform. Darüber hinaus geht es auch um die Strukturierung, um Content für verschiedene Plattformen und verschiedene Kontexte zu kombinieren – das Ziel ist also die kontextbezogene Wiederverwendbarkeit. Mit Magie hat das alles aber nichts zu tun; auch wenn Karen MacGrane selbst sagt, dass die endgültige Antwort noch nicht gefunden sei. Aber lesen Sie selbst, welchen Einfluss mobile Devices auf unser Leseverhalten haben – und was wir daraus für die Contenterstellung lernen können.Mobile Technology: Karen, mobile Devices haben unsere Lesegewohnheiten verändert. Was ist das Erfolgsgeheimnis?Karen McGrane: Im Gegensatz zur gängigen Ansicht, dass angeblich niemand gerne auf seinem Handy liest, scheint es so, als ob die Leute gerade wegen ihrer mobilen Geräte noch mehr lesen. Ich habe Analysedaten von Magazinen, Verlagen und Lies-es-später-Services gesehen, die allesamt zeigen, dass das „Engagement“ der Leser auf dem Smartphone am höchsten ist – höher als auf Tablets oder Desktop-PCs. Es sieht alles danach aus, als ob das Device, das man stets bei sich trägt und das die am meisten aufgeräumte User Experience bietet, auch das Gerät ist, das man zum Lesen benutzen möchte.MT: War das nicht schon lange überfällig? Die Initialzündung, die uns dazu bringt, die Art und Weise, wie wir Content produzieren und konsumieren, zu überdenken?McGrane: Wenn ich mich recht an das Wirtschaftseinmaleins aus der Uni erinnere, ist hier schlicht das Gesetz von Angebot und Nachfrage am Werk. Jetzt, wo die Kosten für Contentproduktion und -distribution keine einschränkenden Faktoren mehr darstellen, verändert sich die Art und Weise, wie wir Inhalte konsumieren (und für sie bezahlen). Die Angestellten von Magazinen und Zeitungen sind in diesem Fall zunächst einmal die Leidtragenden, aber generell glaube ich, dass die Gesellschaft davon profitieren wird, wenn die Tools zur Herstellung und Verteilung von Content für mehr Menschen zugänglicher sind.MT: Spätestens seit der Markteinführung des iPhones erwarten Nutzer eine tolle User Experience. Was können Contentproduzenten aus dem Erfolg des Apple-Phones lernen, auch über den Smartphonefaktor hinaus?McGrane: Vor dem Web war schriftliche Kommunikation untrennbar mit den Grenzen und Zwängen einer ausgedruckten Seite Papier verbunden. Als das Web aufkam, ...

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Interview mit Karen McGrane zum Thema Adaptive Layout

„Wir haben einfach weiter so getan, als wäre eine Webseite ein Blatt Papier.“

Adaptive Layout ist bereits seit einiger Zeit ein Thema - seit 2014, um genau zu sein. Doch was genau versteht man unter Adaptive Content? Wir sprachen mit Karen McGrane darüber; sie hat den Begriff immerhin entscheidend geprägt.

Karen McGrane


Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Adaptive Content einige grundsätzliche Aspekte berücksichtigt. So geht es vor allem um die Strukturierung von Content, und weniger um dessen Präsentationsform. Darüber hinaus geht es auch um die Strukturierung, um Content für verschiedene Plattformen und verschiedene Kontexte zu kombinieren – das Ziel ist also die kontextbezogene Wiederverwendbarkeit. Mit Magie hat das alles aber nichts zu tun; auch wenn Karen MacGrane selbst sagt, dass die endgültige Antwort noch nicht gefunden sei. Aber lesen Sie selbst, welchen Einfluss mobile Devices auf unser Leseverhalten haben – und was wir daraus für die Contenterstellung lernen können.Mobile Technology: Karen, mobile Devices haben unsere Lesegewohnheiten verändert. Was ist das Erfolgsgeheimnis?Karen McGrane: Im Gegensatz zur gängigen Ansicht, dass angeblich niemand gerne auf seinem Handy liest, scheint es so, als ob die Leute gerade wegen ihrer mobilen Geräte noch mehr lesen. Ich habe Analysedaten von Magazinen, Verlagen und Lies-es-später-Services gesehen, die allesamt zeigen, dass das „Engagement“ der Leser auf dem Smartphone am höchsten ist – höher als auf Tablets oder Desktop-PCs. Es sieht alles danach aus, als ob das Device, das man stets bei sich trägt und das die am meisten aufgeräumte User Experience bietet, auch das Gerät ist, das man zum Lesen benutzen möchte.MT: War das nicht schon lange überfällig? Die Initialzündung, die uns dazu bringt, die Art und Weise, wie wir Content produzieren und konsumieren, zu überdenken?McGrane: Wenn ich mich recht an das Wirtschaftseinmaleins aus der Uni erinnere, ist hier schlicht das Gesetz von Angebot und Nachfrage am Werk. Jetzt, wo die Kosten für Contentproduktion und -distribution keine einschränkenden Faktoren mehr darstellen, verändert sich die Art und Weise, wie wir Inhalte konsumieren (und für sie bezahlen). Die Angestellten von Magazinen und Zeitungen sind in diesem Fall zunächst einmal die Leidtragenden, aber generell glaube ich, dass die Gesellschaft davon profitieren wird, wenn die Tools zur Herstellung und Verteilung von Content für mehr Menschen zugänglicher sind.MT: Spätestens seit der Markteinführung des iPhones erwarten Nutzer eine tolle User Experience. Was können Contentproduzenten aus dem Erfolg des Apple-Phones lernen, auch über den Smartphonefaktor hinaus?McGrane: Vor dem Web war schriftliche Kommunikation untrennbar mit den Grenzen und Zwängen einer ausgedruckten Seite Papier verbunden. Als das Web aufkam, ...

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