Mobile Technology - 03.2013 - Core Bluetooth ab iOS 6


Preis: Gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  Juli 2013

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Marcel Scheland, Samuel Mellert, Wolfgang Frank, Tam Hanna, Carsten Eilers, Kay Glahn, Mark O’Neill, Diana Kupfer, Sascha Möllering, Tom Wießeckel, Corinna Kern, Dmitry Jemerov, Dominik Obermaier, Ekkehard Gentz, Frank Pientka, Martin Künkele

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ab einer gewissen Reichweite haben es mobile Betriebssysteme nicht mehr leicht: Zu viele Use Cases schwirren durch zahlreiche schlaue Köpfe, zu viele Ideen geistern umher, die sich überlegen, was man mit einem so erprobten und akzeptierten System noch alles anstellen könnte. Gut, im Falle von Android ist die Frage ja schon mehr oder weniger beantwortet – mit Ouya beispielsweise kam ein Start-up auf die Idee, eine niedrigpreisige Spielekonsole zu entwickeln, die Googles Android als Basis verwendet. Ebenso wie der Grafikchiphersteller Nvidia, dessen Android-Box den Namen „Shield“ trägt. Abgesehen davon gibt es noch unzählige weitere Beispiele von Devices, die auf den kleinen grünen Roboter setzen. Es handelt sich dabei also offensichtlich um ein lukratives Vorhaben, denn warum sonst sollte Goo­gle einem Bericht des Wall Street Journals zufolge nun selbst solchen Plänen nachgehen?

Um das zu präzisieren: Google möchte eine Spielekonsole auf Basis von Android bauen. Und eine Smartwatch. Und Nexus Q natürlich – die Konkurrenz zu Apple TV, die sich bei den ersten Gehversuchen vor einem Jahr so dermaßen die Beine gebrochen hat, dass man in Mountain View entschied, das Gerät lieber gar nicht erst auf den Markt zu bringen. An dieser Stelle darf natürlich Google Glass nicht unterschlagen werden; die Digitalbrille von Google, die – Sie ahnen es sicher schon – ebenfalls Android als Betriebssystem nutzt. Hinter all diesen Bemühungen steht natürlich der Wunsch nach Omnipräsenz: Eine möglichst breite Palette von Devices soll Googles Dienste nutzen. Und die sind praktischerweise fest in Android verdrahtet.

Nun kann man davon natürlich halten was man möchte, und es sollte durchaus erlaubt sein, die Situation kritisch zu hinterfragen. Gerade in Zeiten, in denen ein Spähprogramm namens Prism durch die Medien geistert und in seiner Datensammelwut Konzerne wie Facebook oder eben Google wie die Guten aussehen lässt in einem Spiel, in dem es darum geht, möglichst viele Geheimnisse über den Nutzer in Erfahrung zu bringen.

Auf der anderen Seite hingegen steht eine gewisse Bequemlichkeit, die durch die enge Verzahnung der Systeme entsteht. Auf dem Rechner eine Route berechnen lassen, die dann auf dem Smartphone angezeigt wird, eine Nachricht auf der Smartwatch lesen, während das Handy sicher im Rucksack verstaut ist oder ein Spiel auf dem Tablet starten und am heimischen Fernseher weiterspielen. Natürlich ist Google nur ein Beispiel dafür – andere lassen sich diese Chancen ebenfalls nicht entgehen. Apple natürlich, wenn auch sehr eingeschränkt, mit iOS, oder Microsoft mit der Strategie des einen Core für alle Systeme; vom Desktop über das Tablet bis hin zur Spielekonsole. Auch wenn die Entwicklung bei Microsoft nicht vom Smartphone ausging, das Prinzip ähnelt sich doch sehr.

Für uns Entwickler bedeutet das natürlich einen viel größeren Absatzmarkt. Und vielleicht auch ein wenig, dass wir uns langsam aber sicher daran gewöhnen müssen, dass „Mobile first“ eine ganz neue Bedeutung erhält: Was einmal auf dem Telefon begonnen hat, zieht sich jetzt über die verschiedensten Bildschirmgrößen und Devices. Wenn das mal keine spannende Herausforderung ist, dann weiß ich es auch nicht.

Also, worauf warten? Lassen Sie es uns angehen!

Tom WießeckelTom Wießeckel, Redakteur

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