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Mobile Technology
Die Evolution von User Interface und User Experience

Der weite Weg

Leben wir schon in einem Zeitalter des Contextual Computing? Oder klopfen wir erst an die Tür? Zu konstatieren, dass sich in den letzten Jahren in der Applikationsentwicklung viel getan hat, wäre eine große Untertreibung.

Christoph Ebert


Inzwischen gehört es zum guten Ton, dass sich Inhalte von Applikationen jeder Art an den Kontext des Nutzers anpassen: Die App agiert und reagiert auf Basis von aktuellen Gegebenheiten und vergangenem Verhalten. Im Idealfall lernt sie sogar dazu, um das Verhalten des Nutzers vorauszusagen.

Eine Evolution hat sich auch im Bereich User Interfaces und User Experience vollzogen. Displays skalieren von Bildschirm- zu Briefmarkengröße; Smartwatches werden früher oder später ins tägliche Leben ebenso integriert sein wie Smartphones. Der nächste Schritt? Embedded Technologies. Bestimmte Technologien werden – so unheimlich sich das für manche auch anhören mag – in den nächsten Jahren in unseren Körper wandern.

Mehr Design Thinking!

Angesichts solcher Entwicklungen benötigt es nicht nur technische Überlegungen und Lösungen bei der Gestaltung von Applikationen, um die User Experience zu erhöhen und den Nutzer nicht abzulenken. Es braucht ein dezidiertes Design Thinking, in dessen Zentrum stets der Nutzer und sein Verhalten stehen.

In seiner Session „Vom User Interface über User Experience zum User Behavior“ [1] auf der webinale 2015 gab Ivo Wessel den Teilnehmern spannende Anregungen zum titelgebenden Aspekt des User Behavior.

Auf den Punkt gebracht drückt User Behavior Folgendes aus: Das Maß bzw. den Umfang, wie sich eine App an uns gewöhnt. Ein Aspekt, der laut Wessel immer noch sehr vernachlässigt wird, denn zu wenige Programme lernen selbstständig dazu. „Es müsste doch eigentlich wissen“, „Mein Computer versteht mich nicht“ oder „Er müsste doch merken, wie es mir geht“ sind typische Äußerungen von genervten Nutzern. Doch im Grunde genommen gibt es noch viele Aspekte, die man heutzutage dank umfangreicher Sensorik auf Softwareseite messen könnte, um entsprechende Maßnahmen auszulösen und das Frustrationslevel des Nutzers zu reduzieren.

User Behavior is King!

Allerdings werden zahlreiche Aspekte des User-Interaction-Designs kaum oder nur ungenügend beachtet – von Visibility und Feedback über Affordance und Mapping bis hin zu Constraint und Consistency – viele dieser Prinzipien müssten laut Wessel (mehr) Einzug in die Softwareentwicklung halten.

So könnte man beispielsweise im Rahmen einer so genannten User-Centric Terminology als Entwickler einfach mal einen Gang runterschalten, um eine verständlichere, beziehungsweise eine auf den Nutzer angepasste Ansprache zu verwenden.

Darüber hinaus plädiert Ivo Wessel für eine „Personalized UX“. „Lassen Sie die App lernen, was der ...

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Die Evolution von User Interface und User Experience

Der weite Weg

Leben wir schon in einem Zeitalter des Contextual Computing? Oder klopfen wir erst an die Tür? Zu konstatieren, dass sich in den letzten Jahren in der Applikationsentwicklung viel getan hat, wäre eine große Untertreibung.

Christoph Ebert


Inzwischen gehört es zum guten Ton, dass sich Inhalte von Applikationen jeder Art an den Kontext des Nutzers anpassen: Die App agiert und reagiert auf Basis von aktuellen Gegebenheiten und vergangenem Verhalten. Im Idealfall lernt sie sogar dazu, um das Verhalten des Nutzers vorauszusagen.

Eine Evolution hat sich auch im Bereich User Interfaces und User Experience vollzogen. Displays skalieren von Bildschirm- zu Briefmarkengröße; Smartwatches werden früher oder später ins tägliche Leben ebenso integriert sein wie Smartphones. Der nächste Schritt? Embedded Technologies. Bestimmte Technologien werden – so unheimlich sich das für manche auch anhören mag – in den nächsten Jahren in unseren Körper wandern.

Mehr Design Thinking!

Angesichts solcher Entwicklungen benötigt es nicht nur technische Überlegungen und Lösungen bei der Gestaltung von Applikationen, um die User Experience zu erhöhen und den Nutzer nicht abzulenken. Es braucht ein dezidiertes Design Thinking, in dessen Zentrum stets der Nutzer und sein Verhalten stehen.

In seiner Session „Vom User Interface über User Experience zum User Behavior“ [1] auf der webinale 2015 gab Ivo Wessel den Teilnehmern spannende Anregungen zum titelgebenden Aspekt des User Behavior.

Auf den Punkt gebracht drückt User Behavior Folgendes aus: Das Maß bzw. den Umfang, wie sich eine App an uns gewöhnt. Ein Aspekt, der laut Wessel immer noch sehr vernachlässigt wird, denn zu wenige Programme lernen selbstständig dazu. „Es müsste doch eigentlich wissen“, „Mein Computer versteht mich nicht“ oder „Er müsste doch merken, wie es mir geht“ sind typische Äußerungen von genervten Nutzern. Doch im Grunde genommen gibt es noch viele Aspekte, die man heutzutage dank umfangreicher Sensorik auf Softwareseite messen könnte, um entsprechende Maßnahmen auszulösen und das Frustrationslevel des Nutzers zu reduzieren.

User Behavior is King!

Allerdings werden zahlreiche Aspekte des User-Interaction-Designs kaum oder nur ungenügend beachtet – von Visibility und Feedback über Affordance und Mapping bis hin zu Constraint und Consistency – viele dieser Prinzipien müssten laut Wessel (mehr) Einzug in die Softwareentwicklung halten.

So könnte man beispielsweise im Rahmen einer so genannten User-Centric Terminology als Entwickler einfach mal einen Gang runterschalten, um eine verständlichere, beziehungsweise eine auf den Nutzer angepasste Ansprache zu verwenden.

Darüber hinaus plädiert Ivo Wessel für eine „Personalized UX“. „Lassen Sie die App lernen, was der ...

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