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Mobile Technology
Mit AndEngine eigene Spiele-Apps entwickeln

Elbphilharmonie

3-D-Spielprojekte haben die unangenehme Eigenschaft, als Money Pit zu enden. Engines, texturierte Modelle und Shader-Effekte wecken das Kind im Manne - oft mit desaströsen finanziellen Nebenwirkungen.

Tam Hanna


Erfreulicherweise ist es nicht notwendig, zum Erzielen eines Welthits auf aufwändige 3-D-Grafik zu setzen. Dies bewies der vietnamesische Entwickler Nguyên Hà Đông, dessen Flappy Bird binnen kürzester Zeit hunderttausende Nutzer erreichen konnte und zum Liebling der Presse avancierte. Der ressourcensparend vorgehende Vietnamese baute seinen Blockbuster nicht auf einer hauseigenen Engine auf. Er griff zwecks schnellerer Entwicklung auf die weit verbreitete AndEngine zurück: Es handelt sich dabei um ein klassisches Sprite-Animationssystem im Stil der guten alten Zeit.

Sprite zum Anzeigen

In der Anfangszeit der Computertechnik war die Realisierung dreidimensionaler Welten aufgrund mangelnder Rechenleistung unmöglich. Entwickler begegneten diesem Problem durch die Einführung von Sprite-basierten Grafiken. Die dahinterstehende Idee ist einfach: Ein Sprite ist eine mehr oder weniger große, zweidimensionale Bitmap, die im Rahmen einer effizienten memcopy-Operation in den Bildschirmspeicher geschrieben wird. Die am Bildschirm erscheinende Szenerie wird dann aus einem oder mehreren Sprites konstruiert, die bei Bedarf auch übereinander gezeichnet werden können.

Die hinter Sprite-basierenden Spielen stehende Technik mag auf den ersten Blick altbacken wirken. Das ist aber in keiner Weise wahr: Neben Hits wie GTA 2 lassen sich auch interessante Grafikeffekte auf Basis von Sprites realisieren. In der bei unserem Schwestermagazin Windows Developer erschienenen Serie zur XNA wurden einige diesbezügliche Tricks vorgestellt.

Puristen fragen an dieser Stelle, ob sie ihre Sprite Engine auch von Hand erstellen könnten. Dies ist insofern nicht sinnvoll, als die Arbeit mit Sprites im Großen und Ganzen erforscht ist. Wenn Sie die Darstellung nicht mit speziellen Shader-Effekten bewerkstelligen wollen, bietet das manuelle Realisieren normalerweise keine monetären Vorteile. Zudem arbeitet AndEngine mit OpenGL ES 2.0 und ist damit sowieso hardwarebeschleunigt.

Ab in die AndEngine

Die Entwickler vertreiben ihr Produkt über das nicht gerade für Benutzerfreundlichkeit bekannte GitHub-Versionskontrollsystem. Öffnen Sie die unter https://github.com/nicolasgramlich/AndEngine befindliche Projektwebsite und scrollen Sie nach unten, um den Download-Zip-Button anzuklicken. GitHub liefert Ihnen daraufhin ein Archiv, das Sie an einer für Sie geeigneten Stelle entpacken.

Öffnen Sie im nächsten Schritt die Android-Developer-Tools, klicken Sie auf Import und wählen Sie die Option Existing project int...

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3-D-Spielprojekte haben die unangenehme Eigenschaft, als Money Pit zu enden. Engines, texturierte Modelle und Shader-Effekte wecken das Kind im Manne - oft mit desaströsen finanziellen Nebenwirkungen.

Tam Hanna


Erfreulicherweise ist es nicht notwendig, zum Erzielen eines Welthits auf aufwändige 3-D-Grafik zu setzen. Dies bewies der vietnamesische Entwickler Nguyên Hà Đông, dessen Flappy Bird binnen kürzester Zeit hunderttausende Nutzer erreichen konnte und zum Liebling der Presse avancierte. Der ressourcensparend vorgehende Vietnamese baute seinen Blockbuster nicht auf einer hauseigenen Engine auf. Er griff zwecks schnellerer Entwicklung auf die weit verbreitete AndEngine zurück: Es handelt sich dabei um ein klassisches Sprite-Animationssystem im Stil der guten alten Zeit.

Sprite zum Anzeigen

In der Anfangszeit der Computertechnik war die Realisierung dreidimensionaler Welten aufgrund mangelnder Rechenleistung unmöglich. Entwickler begegneten diesem Problem durch die Einführung von Sprite-basierten Grafiken. Die dahinterstehende Idee ist einfach: Ein Sprite ist eine mehr oder weniger große, zweidimensionale Bitmap, die im Rahmen einer effizienten memcopy-Operation in den Bildschirmspeicher geschrieben wird. Die am Bildschirm erscheinende Szenerie wird dann aus einem oder mehreren Sprites konstruiert, die bei Bedarf auch übereinander gezeichnet werden können.

Die hinter Sprite-basierenden Spielen stehende Technik mag auf den ersten Blick altbacken wirken. Das ist aber in keiner Weise wahr: Neben Hits wie GTA 2 lassen sich auch interessante Grafikeffekte auf Basis von Sprites realisieren. In der bei unserem Schwestermagazin Windows Developer erschienenen Serie zur XNA wurden einige diesbezügliche Tricks vorgestellt.

Puristen fragen an dieser Stelle, ob sie ihre Sprite Engine auch von Hand erstellen könnten. Dies ist insofern nicht sinnvoll, als die Arbeit mit Sprites im Großen und Ganzen erforscht ist. Wenn Sie die Darstellung nicht mit speziellen Shader-Effekten bewerkstelligen wollen, bietet das manuelle Realisieren normalerweise keine monetären Vorteile. Zudem arbeitet AndEngine mit OpenGL ES 2.0 und ist damit sowieso hardwarebeschleunigt.

Ab in die AndEngine

Die Entwickler vertreiben ihr Produkt über das nicht gerade für Benutzerfreundlichkeit bekannte GitHub-Versionskontrollsystem. Öffnen Sie die unter https://github.com/nicolasgramlich/AndEngine befindliche Projektwebsite und scrollen Sie nach unten, um den Download-Zip-Button anzuklicken. GitHub liefert Ihnen daraufhin ein Archiv, das Sie an einer für Sie geeigneten Stelle entpacken.

Öffnen Sie im nächsten Schritt die Android-Developer-Tools, klicken Sie auf Import und wählen Sie die Option Existing project int...

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