Mobile Technology - 04.2013 - Happy Birthday, Android!


Preis: Gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  Oktober 2013

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Daniel Flöter, Kay Glahn, Andreas Wartenberg, Erik Nijkamp, Andreas Lüdeke, Tom Wießeckel, Thought Works, Jens Wehrmann, Tom Wießeckel, Jens Wehrmann, Jan Wolter, Gary Calcott, Matthias Weßendorf, Oliver Bayer, Frank Bruns, Silvia Peter, Claudia Fröhling, Tom Wießeckel, Rainer Stropek, Ekkehard Gentz, Diana Kupfer, Bernd Pehlke, Ralph Rakers

Liebe Freunde des mobilen Kosmos,

eigentlich wollte ich ja nicht über iOS 7 schreiben. Es gibt gerade so viele Themen, die man beachten könnte – das scheinbar unausweichliche Ende eines der ehemals wichtigsten Player im Enterprise-Smartphone-Markt, beispielsweise. Und ja, es ist wirklich eine Schande, mitansehen zu müssen, wie BlackBerry gerade jetzt so gefährlich in Schräglage gerät. Denn nachdem sich viele der aktuellen mobilen Betriebssysteme wie ein Ei dem anderen gleichen, war BlackBerry 10 eine erfrischende Abwechslung. Eine Abwechslung, die nicht nur verdammt hübsch anzusehen ist, sondern darüber hinaus auch noch eine richtig tolle User Experience bietet. Zwar schmieden die beiden Gründer Mike Lazaridis und Douglas Fregin zwar Pläne, den angeschlagenen Riesen durch einen Rückkauf vor dem drohenden Untergang zu retten, allerdings wirken die Bemühungen zumindest zum Zeitpunkt, zu dem ich dieses Editorial schreibe, bestenfalls bemüht.

Anstatt Sie mit meinen Gedanken zur neuesten Version von Apple zu behelligen, könnte ich aber auch auf Microsofts in bester CIA-Manier ausgeführter Übernahme von Nokias Handysparte eingehen. Man dachte in Redmond wohl an diverse mehr oder weniger erfolgreiche Aktionen der „Firma“, als man im September 2010 Stephen Elop den finnischen Handykonzern infiltrieren ließ. Und, oh Wunder, kurz darauf war Nokia Microsofts Vorzeigepartner in Sachen Windows Phone. Eine Übernahme war bereits damals nur eine Frage der Zeit. Immerhin: Ein paar Jahre haben sich die Redmonder Zeit gelassen …

Ein weiterer Punkt, der mich von iOS 7, von mir auch gerne liebevoll „zuckersüßes Bonbonwunderland“ genannt, abhalten könnte, wäre Microsofts neuestes Unternehmensziel: die Vereinheitlichung der APIs. Und das ist vor allem deswegen bemerkenswert, da das Unternehmen aus Redmond damit erstaunlich zügig auf eine herbe Niederlage reagiert. Schuld an der Misere ist man übrigens selbst – da die eigene Strategie partout nicht aufgehen wollte. Gemeint ist damit das für ARM-Prozessoren optimierte Betriebssystem Windows RT, das weder bei Herstellern noch bei Kunden für Begeisterungsstürme gesorgt hat. Die Folge war, dass die einzelnen Systeme – Windows, Windows RT und Windows Phone – viel zu viele Unterschiede aufwiesen. Eine App, die auf dem einen System funktionierte, versagte auf dem anderen schlicht und ergreifend seinen Dienst. So hat man sich ein Problem geschaffen, das es nun zu lösen gilt. Immerhin geht es um wertvolle Marktanteile außerhalb des Enterprise-Bereichs, denn dort ist man noch immer eine große Nummer. Der Plan sieht nun vor, ein übergreifendes Interface zu schaffen und die APIs über alle Devices und Varianten des Systems hinweg zu vereinheitlichen. Ein Plan, dessen Verwirklichung Steve Ballmer übrigens wohl nicht mehr als CEO erleben wird. Hatte er im August seinen Abschied noch innerhalb eines Jahres angekündigt, verstand man in der Konzernzentrale wohl eher innerhalb dieses Jahres, wenn man Insiderberichten Glauben schenken darf.

Na ja, Missverständnisse kommen eben vor.

Dann könnte ich mich noch von den neuen Devices anstacheln lassen. vom vermeintlichen „Billig-iPhone“ 5c, vom Surface 2, dem neuen Nexus 7, Amazons unaufgeregt vorgestelltes Kindle Fire HDX oder gar von Samsungs Galaxy Round. Und ganz ehrlich: der Sinn eines gewölbten Displays will sich mir einfach nicht erschließen – egal, wie sehr sich der südkoreanische Smartphonehersteller in Werbevideos anstrengt, mir das System schmackhaft zu machen. Das einzige, was mich die letzte Zeit einigermaßen beeindruckt hat, war die 64-Bit-Architektur des iPhone 5S. Na ja, und ein wenig auch das Kindle Fire HDX mit seiner in der 8-Zoll-Variante bombastischen Auflösung von 2 560 x 1 536 Pixeln – bei einem Preis von 379 US-Dollar.

Eigentlich wollte ich ja nicht über iOS 7 schreiben. Und jetzt, wo ich so über die vergangenen Wochen nachdenke, komme ich auch gar nicht mehr dazu.

Ist es nicht schön, dass nicht alles auf Gedeih und Verderb immer nur auf Apples neues iOS hinauslaufen muss? Das mobile Leben bietet viel zu viele Facetten, als dass einem langweilig werden würde. Und manchmal ist das sogar ganz gut für den Blutdruck.

Tom WießeckelTom Wießeckel, Redakteur

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