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Mobile Technology
Interview mit dem AngularJS-Experten Norbert Schmidt

„AngularJS ist tatsächlich nicht einfach gestrickt.“

AngularJS ist meist das erste JavaScript-Framework, an das man denkt, wenn man vor der Aufgabe steht, eine moderne Webanwendung zu entwickeln. Und das ist auch kein Wunder, bildet es schließlich mit seiner Architektur genau das ab, was man gemeinhin von einem zukunftsfähigen Framework erwartet - Dependency Injection direkt von Haus aus, integrierte Unit-Testing-Funktionalitäten und eine hervorragende Auslegung auf Mobile. Doch wie funktionieren die Konzepte von AngularJS, wo liegen die Stärken des Frameworks und warum setzt Google eigentlich nicht auf Web Components? Das alles und noch einiges mehr haben wir Norbert Schmidt gefragt, der uns ausführlich Rede und Antwort stand.

Norbert Schmidt


Mobile Technology: Norbert, du beschäftigst dich sehr intensiv mit AngularJS – warum ist Googles Framework deiner Meinung nach so erfolgreich? Norbert Schmidt: Für mich sind es mehrere Konzepte, Features und Umstände, die AngularJS attraktiv machen.Als Erstes: AngularJS ist ein komplettes Framework für die Entwicklung und Strukturierung von modernen Web-Apps und nicht bloß eine weitere Bibliothek oder Komponentensammlung. Der echte Frameworkcharakter von AngularJS zeigt sich auf konzeptioneller Ebene bei der konsequenten Umsetzung von Dependency Injection. Im Vergleich mit anderen JavaScript-Frameworks ist das durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Auch in Sachen Templating und Data Binding gibt es bei AngularJS eine Besonderheit. Hier haben sich die Macher für einen deklarativen Ansatz auf Basis von „ordinärem“ HTML entschieden und das Konzept der Direktiven entwickelt. Das ist vom Ansatz her ebenfalls ein Unikum in der Welt der JavaScript-Frameworks.Hinzu kommt, dass die Testbarkeit meines Codes im Rahmen von AngularJS quasi ein Core-Feature ist. Dependency Injection, modulare Struktur, Trennung zwischen Applikationslogik und DOM-Manipulationen mithilfe von Direktiven ermöglichen es, fast den gesamten JavaScript-Code Unit Tests zu unterziehen.Man darf auch nicht vergessen, dass die weitverbreiteten Single-Page-Apps mit etlichen Formularen und Listen und entsprechenden CRUD-Aktionen, mit AngularJS und seinem eingebautem Data Binding unglaublich einfach und effektiv zu entwickeln sind.Und zu guter Letzt: Dass AngularJS aus dem Hause Google kommt, hat der Anziehungskraft dieses Frameworks sicherlich nicht geschadet. Natürlich ist es für ein ambitioniertes Open-Source-Projekt wie AngularJS eine komfortable Angelegenheit, dass ein Team von Google-Developern die beständige Weiterentwicklung von AngularJS auf hohem Niveau absichern kann.MT: AngularJS vereint viele Konzepte in sich und das des MVVM-Patterns ist nur bedingt mit anderen Frameworks vergleichbar. Ist das ein Hindernis, wenn man beginnt, sich mit Angular zu beschäftigen?Schmidt: Ich weiß, dass man AngularJS die fast schon sprichwörtliche „hohe Lernkurve“ nachsagt. Natürlich ist da was dran, denn AngularJS ist tatsächlich nicht einfach gestrickt.Was nun die Art betrifft, wie AngularJS das MVC- oder MVVM-Pattern interpretiert, so stellt sie meiner Ansicht nach aber kein echtes Hindernis beim Erlernen von Angular dar. Model-View-„Whatever“-Patterns sind in JavaScript schließlich keine Neuheit mehr, und...

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Interview mit dem AngularJS-Experten Norbert Schmidt

„AngularJS ist tatsächlich nicht einfach gestrickt.“

AngularJS ist meist das erste JavaScript-Framework, an das man denkt, wenn man vor der Aufgabe steht, eine moderne Webanwendung zu entwickeln. Und das ist auch kein Wunder, bildet es schließlich mit seiner Architektur genau das ab, was man gemeinhin von einem zukunftsfähigen Framework erwartet - Dependency Injection direkt von Haus aus, integrierte Unit-Testing-Funktionalitäten und eine hervorragende Auslegung auf Mobile. Doch wie funktionieren die Konzepte von AngularJS, wo liegen die Stärken des Frameworks und warum setzt Google eigentlich nicht auf Web Components? Das alles und noch einiges mehr haben wir Norbert Schmidt gefragt, der uns ausführlich Rede und Antwort stand.

Norbert Schmidt


Mobile Technology: Norbert, du beschäftigst dich sehr intensiv mit AngularJS – warum ist Googles Framework deiner Meinung nach so erfolgreich? Norbert Schmidt: Für mich sind es mehrere Konzepte, Features und Umstände, die AngularJS attraktiv machen.Als Erstes: AngularJS ist ein komplettes Framework für die Entwicklung und Strukturierung von modernen Web-Apps und nicht bloß eine weitere Bibliothek oder Komponentensammlung. Der echte Frameworkcharakter von AngularJS zeigt sich auf konzeptioneller Ebene bei der konsequenten Umsetzung von Dependency Injection. Im Vergleich mit anderen JavaScript-Frameworks ist das durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Auch in Sachen Templating und Data Binding gibt es bei AngularJS eine Besonderheit. Hier haben sich die Macher für einen deklarativen Ansatz auf Basis von „ordinärem“ HTML entschieden und das Konzept der Direktiven entwickelt. Das ist vom Ansatz her ebenfalls ein Unikum in der Welt der JavaScript-Frameworks.Hinzu kommt, dass die Testbarkeit meines Codes im Rahmen von AngularJS quasi ein Core-Feature ist. Dependency Injection, modulare Struktur, Trennung zwischen Applikationslogik und DOM-Manipulationen mithilfe von Direktiven ermöglichen es, fast den gesamten JavaScript-Code Unit Tests zu unterziehen.Man darf auch nicht vergessen, dass die weitverbreiteten Single-Page-Apps mit etlichen Formularen und Listen und entsprechenden CRUD-Aktionen, mit AngularJS und seinem eingebautem Data Binding unglaublich einfach und effektiv zu entwickeln sind.Und zu guter Letzt: Dass AngularJS aus dem Hause Google kommt, hat der Anziehungskraft dieses Frameworks sicherlich nicht geschadet. Natürlich ist es für ein ambitioniertes Open-Source-Projekt wie AngularJS eine komfortable Angelegenheit, dass ein Team von Google-Developern die beständige Weiterentwicklung von AngularJS auf hohem Niveau absichern kann.MT: AngularJS vereint viele Konzepte in sich und das des MVVM-Patterns ist nur bedingt mit anderen Frameworks vergleichbar. Ist das ein Hindernis, wenn man beginnt, sich mit Angular zu beschäftigen?Schmidt: Ich weiß, dass man AngularJS die fast schon sprichwörtliche „hohe Lernkurve“ nachsagt. Natürlich ist da was dran, denn AngularJS ist tatsächlich nicht einfach gestrickt.Was nun die Art betrifft, wie AngularJS das MVC- oder MVVM-Pattern interpretiert, so stellt sie meiner Ansicht nach aber kein echtes Hindernis beim Erlernen von Angular dar. Model-View-„Whatever“-Patterns sind in JavaScript schließlich keine Neuheit mehr, und...

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