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Überblick über die Cloud-Dienste der Bing-Plattform

Bing-Plattform für Entwickler


Bei Bing denkt man zuallererst an eine gewöhnliche Suchmaschine mit kostenfreien Diensten wie Karten zur Navigation und Übersetzungsfunktionen. Doch das ist noch lange nicht alles.

Bing stellt eine eigene Plattform mit zahlreichen Cloud-Diensten für Entwickler zur Verfügung. So können Funktionen zur OCR-Texterkennung, Spracherkennung (Speech to Text), Sprachsynthese (Text to Speech) oder auch ein Synonym-API ganz einfach in die eigene Software integriert werden. Dieser Artikel bietet einen Überblick des Umfangs der von der Bing-Plattform gebotenen Funktionalitäten.

Bing als Plattform

Am 27. Januar 2012 verließ Bing offiziell den Betastatus und wurde als Nachfolger der Microsoft Live Search bekanntgegeben. Die Verbesserung gegenüber dem Vorgänger ist offensichtlich, denn die Suchergebnisse sind in manchen Kategorien deutlich besser als bei Google [1]. Die meisten Funktionen bietet immer noch die US-Version, andere Landesversionen sollen aber Schritt für Schritt folgen.

Seit Anfang 2012 hat sich Bing als Dienst etabliert: Unter anderem hat Facebook seine interne Suche mit Bing verknüpft und Windows-Phone-Geräte verfügen über eine Hardwaretaste, die eine Bing-App aufruft. Seit Windows Phone 8.1 befindet sich dahinter der Siri-Konkurrent Cortana, der ebenfalls auf Bing-Diensten läuft. Die Xbox 360 kann dank ihrer Bing-Integration nach Musik, Videos oder Spielen suchen, die Xbox One sogar mit integrierter Sprachsteuerung. Sagt man etwa „Xbox, Bing, ich möchte etwas mit Zombies spielen“, werden die gewünschten Titel auf dem TV-Bildschirm präsentiert. Das Besondere an all diesen Funktionen ist aber die Bing-Plattform dahinter, die sie auch Entwicklern für ihre eigene Software zur Verfügung stellt.

Bing-Steuerelemente installieren

Damit die Bing-Steuerelemente automatisch für Windows-Store- und Windows-Phone-Apps zur Verfügung stehen, muss das jeweilige SDK installiert werden. Das funktioniert innerhalb von Visual Studio durch das Öffnen des Updatedialogs unter Tools | Extensions and Updates. Die Erweiterung wird online bereitgestellt, wählen Sie deshalb im linken Bereich Online aus und geben Sie im Suchfeld den Begriff „Bing“ ein. Abbildung 1 zeigt dazu einige Ergebnisse. Nach der Installation der Erweiterungen werden die Bing-Steuerelemente innerhalb der Projekte automatisch angezeigt.

biswanger_bing_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Bing-Steuerelemente über „Extensions and Updates“ installieren

Bing Maps API

Eine der am häufigsten verwendeten Dienste ist das Bing Maps API. Neben dem Anzeigen geografischer Landkarten in 2-D und 3-D kann man mit ihm auch Routen berechnen, den aktuellen Verkehrsfluss berücksichtigen, gemeinsame Points of Interest finden und vieles mehr. Das API eignet sich für JavaScript, C++, WPF, Windows 8/8.1 und Windows Phone und ist für Non-Profit-Projekte sogar komplett kostenlos. Zur Einbindung der Erweiterung „Bing Maps SDK for Windows Store Apps“ sind fünf Schritte nötig:

  • Unter den Projektreferenzen Windows Extensions müssen die Libraries „Bing Maps for C#, C++, or Visual Basic“ und „Microsoft Visual C++ Runtime Package“ hinzugefügt werden.

  • Die Libraries des Bing Maps SDK funktionieren nicht unter der Build-Einstellung „Any CPU“. Deshalb muss die Build Platform unter dem Menüpunkt Build | Configuration Manager auf beispielsweise x86 umgestellt werden.

  • Öffnen Sie nun das gewünschte UserControl, in dem die Bing Maps dargestellt werden sollen, etwa die MainPage.xaml.

  • Deklarieren Sie einen XML-Namespace zu den hinzugefügten Assemblies wie folgt:

xmlns:Maps="using:Bing.Maps"
  • Binden Sie das MapControl ein:

 <Grid Background="{StaticResource ApplicationPageBackgroundThemeBrush}"> <Maps:Map Credentials="" /> </Grid>

Der CredentialsProvider benötigt nur noch einen API-Key, der kostenfrei unter [4] bezogen werden kann. Dieser Vorgang muss für eine kostenlose Nutzung getätigt werden.

Zur Abfrage der aktuellen Position bietet die Windows Runtime die Geolocator-Klasse, die mit der GetGeopositionAsync()-Methode die GPS-Koordinaten zurückgibt. Hat das Gerät einen GPS-Empfänger, wird dieser befragt, andernfalls kümmert sich der Geolocator automatisch um die Standortermittlung über die ...

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