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Der Apple-Kosmos expandiert - doch scheinbar unkontrolliert

Die Apple-Situation


Im Apple-Kosmos hat sich einiges getan in der letzten Zeit; und während es gewohnt spannend und irgendwie auch langweilig ist, zeichnet sich ab, dass das Gebilde langsam aber sicher instabil zu werden droht. Zeit, einen Blick auf den aktuellen Stand der Dinge zu werfen.

Was war das nicht für ein Buhei, als Apple dieses Jahr seine großen Neuerungen vorstellte. Die iWa … Apple Watch, beispielsweise. Das designtechnisch eher schwächere Armbanduhrgadget, das – bei der Vorstellung hatte man sich dazu noch ausgeschwiegen – wie das Telefon auch einmal am Tag an die Steckdose muss. Oder die iPhone-Modelle 6 und 6 Plus, bei deren Vorstellung sich komischerweise niemand mehr an das alte Apple-Credo erinnerte, das da in etwa lautete: „Wenn du es nicht mit dem Daumen erreichen kannst, dann taugt es nichts.“ Jetzt sind die Devices so groß, dass ein Daumen unter Garantie nur bei den wenigsten Menschen ausreichend sein dürfte, um jede Stelle auf dem Bildschirm zu erreichen. Vielleicht ist das als Bentgate bezeichnete „Debakel“ aber auch Absicht; zahlreiche Nutzer der iPhone-6-Plus-Modelle meldeten nämlich, dass sich ihr Device an der Stelle, an der sich die Knöpfe für die Lautstärkenregelung befinden, durchbog, als sie das Smartphone in der Hosentasche hatten. Aber gut, das sind am Ende auch nur Randerscheinungen. Kommen wir zu den wirklich wichtigen Sachen, die sich gerade so im Apple-Kosmos tun.

Einer der spannendsten Punkte ist das auf dem WWDC zu Beginn dieses Jahres vorgestellte HealthKit. Hier sollen verschiedenste Gesundheits-Apps zusammengefasst werden, um Fitness und Gesundheitszustand des Smartphonebesitzers zu überwachen. Über verschiedene Anwendungen sammelt HealthKit Daten zu sportlichen Aktivitäten, Schlafrhythmus und Ernährung des Users. Außerdem können die Einnahme von Medikamenten, Arztbesuche, Laborbefunde und andere Daten zur Krankengeschichte dokumentiert werden. HealthKit bietet sogar die Möglichkeit, direkt mit Ärzten in Kontakt zu treten. Laut Bloomberg hat es bereits Gespräche zwischen Apple und den größten US-Krankenkassen gegeben.

Das kommt nicht von ungefähr – so haben die Amerikaner vor nicht allzu langer Zeit ihr neues Gesundheitssystem bekommen. Die Krankenkassen suchen nach Mitteln und Wegen, den amerikanischen Bürgern zu einem gesünderen Lebensstil zu verhelfen – und so natürlich die eigenen Ausgaben ein wenig zu senken. Insgesamt 30 Prozent der jährlichen Ausgaben haben sie zur Verfügung, um Versicherte für gesundheitsfördernde Maßnahmen zu belohnen.

Apple hat das erkannt, eins und eins zusammengezählt und sich zum Gespräch mit amerikanischen Krankenversicherern getroffen; darunter auch UnitedHealth, die größte US-Krankenkasse, so Bloomberg.

HealthKit: Fitnesstracker und Gesundheits-App

Die Tatsache, dass Apple einen so großen Teil seiner Entwicklungsarbeit dem HealthKit zugeschrieben hat, ließ damals schon darauf schließen, dass das Unternehmen großes Potenzial im Gesundheitssektor und dem Bereich der Health-Anwendungen sieht.

Was läge also näher, als eine Kooperation mit den US-Krankenkassen einzugehen, würde doch für beide eine Win-win-Situation dabei herauskommen. Die Krankenkassen könnten darauf spekulieren, dass durch den Gebrauch von HealthKit die Versicherten zu einer gesünderen Lebensweise animiert würden, weniger Krankenleistungen in Anspruch nehmen und die Kassen weniger zahlen müssten. Außerdem hätten sie, ...

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