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iOS auf dem steilen Weg in den Abgrund

Die Leiden des jungen W


Der ob des Walled Gardens ohnehin schon leidgeprüfte Apple-Nutzer wird diese Tage noch mehr auf eine Probe gestellt. Wen wundert es da, wenn man sich einen Boxsack wünscht, den man nach Belieben malträtieren kann, wenn das teure Smartphone nach dem Update mal wieder zickt? Zumindest verbal möchte ich diese Chance jetzt ergreifen.

Vor ein paar Wochen noch, nämlich bis exakt zu dem Tag, an dem dieses unsägliche mobile Betriebssystem mit dem Namen iOS 8 veröffentlicht wurde, konnte ich mir sicher sein, mit meinem iPhone 5s die Spitze der Apple-Smartphone-Evolutionsstufe inne zu haben. Es besitzt einen für mich halbwegs akzeptablen Formfaktor – O iPhone 4, Where Art Thou? – genug Power für meinen täglichen Bedarf (der sich, ich gestehe, zu gut 60 Prozent aus dem Spielen von Solitär und zum Rest aus E-Mails checken und surfen zusammensetzt) an gediegener Smartphonebespaßung und kann, sofern ich es benötige, mich jederzeit mit WLAN, GPS und dem Funknetz verbinden. Oder besser: konnte. Bis zu jenem in meiner Erinnerung furchtbar düsteren und verregneten (es muss so gewesen sein, bei dem Ungemach, das mich seitdem heimsucht – da ist kein Platz für eitel Sonnenschein) 17. September. Der Tag, an dem ich den Glauben daran verlor, dass Apple schon wissen würde, was es tut.

Um genau zu sein war es gar nicht der 17. September, an dem ich den Glauben verlor. Ich war nämlich schlau genug, abzuwarten, was ein Kollege mit seinem iPhone 5 (ganz ohne „s“) zu iOS 8 zu sagen hatte. Hoch sollen sie leben, die Early Adaptor!

Vielleicht erinnern Sie sich ja noch: Damals, als iOS 7 auf den Markt kam, hatten viele iPhone-4- und iPhone-5-­Nutzer Probleme mit plötzlich flackernden Bildschirmen. Aber das konnte mir nicht passieren; mit dem High-End-Gerät aus dem Apple-Universum? Niemals! Nun, der Gott des Apple-Universums sollte meiner Überheblichkeit einen mittelschweren Dämpfer verpassen: Nach dem Entsperren des Devices zuckt der Bildschirm wie dereinst das Bild eines Röhrenfernsehers nach dem Einschalten. Damit aber lässt sich leben, dachte ich mir. Es gibt so viele Dinge zu entdecken auf dieser Welt, dann sehe ich den Bruchteil einer Sekunde eben in eine andere Richtung.

Gesagt, getan. Nur was dann passiert … das treibt den geneigten iPhone-Nutzer – so er denn von diesen Problemen betroffen ist – gelinde gesagt zur Weißglut. Trotz vollem Ausschlag im WLAN-Signal ist es bestenfalls Glückssache, ob sich das praktische Hosentaschendevice mit dem Internet verbindet. Selbst im LTE war...

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