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Mobile Technology
Warum native Apps Innovation behindern - und warum wir uns für eine offene Alternative stark machen sollten

Nativ um jeden Preis?

Apps werden von uns, den Nutzern, üblicherweise auf mehreren Geräten genutzt. Das Modell leitet uns praktischerweise direkt zu gezieltem Content. Damit haben wir einen Ort für Informationen zu den Themen, die wir brauchen. Mit der zunehmenden Nutzung intelligenter Geräte werden auch immer mehr Argumente laut, die Apps als Webkiller bezeichnen. Entwickler bauen native Apps, da auch sie die potenziellen Gewinne sehen, welche die meisten erfolgreichen Apps abwerfen. Doch sind native Apps wirklich die beste Plattform für Entwicklungsinnovation bzw. Nutzererfahrung? In diesem Artikel will ich einmal aufzeigen, warum das Web immer noch die beste Plattform für die App-Entwicklung ist - nicht nur für Nutzer, sondern auch für visionäre Entwickler, welche die Grenzen des Möglichen erweitern wollen.

Christian Heilmann


Das App-Ökosystem ist noch heute relativ geschlossen und wird von einigen wenigen wichtigen App Stores auf dem Markt – Google Play und dem Apple App Store – dominiert. Das bedeutet, dass Entwickler native Apps für geschlossene Ökosysteme erstellen müssen. Doch das Geschäftsmodell für native Apps und geschlossene Systeme – jene, die für eine bestimmte Hardwareplattform entworfen wurden – weist grundlegende Mängel auf. Anstatt den Nutzer in den Mittelpunkt der Erfahrung zu stellen und ihn die Kontrolle übernehmen zu lassen, wie es im Web der Fall ist, werden native Apps entworfen, um den Nutzer technologisch zu binden. Beispielsweise an ein Hardwaremodell; was bedeutet, dass wir nicht nach Wunsch auf bestimmte Apps oder Funktionalitäten zugreifen können. Entweder müssen wir ständig die Software aktualisieren oder ein Upgrade auf das neueste Smartphone durchführen, um aktuellen Content zu erhalten. Anstatt innovative Erfahrungen zu bieten, schränken native Apps diese ein.Aus diesem Grund markierte die Einführung des ersten Geräts mit Firefox OS im Jahr 2013 einen bedeutenden Meilenstein für die Mobilgeräteindustrie, da nun Geräte und Apps mit offenen Webstandards entwickelt werden können. Durch diese standardbasierten Technologien wie HTML5 und CSS3 können Web-Apps auf einfache Weise erstellt und auf fast jeder Plattform mit einem modernen, standardkompatiblen Webbrowser genutzt werden. Web-Apps sind anpassungsfähig und lassen Entwicklern mehr Zeit für Innovation im Web, da weniger Zeitaufwand nötig ist, um neue Coding Skills zu erlernen oder ihre Apps an Anforderungen für native Apps auszurichten.Schließlich ist das Web eine offene Plattform für Innovation – und das für alle. Ein auf dem Web basierendes Ökosystem bedeutet, dass es im Gegensatz zu nativen Apps und geschlossenen Umgebungen niemals ausstirbt oder irrelevant wird.Sind native Apps nur ein Hype?Von Angry Birds bis Candy Crush und Flappy Bird – Entertainment und Spaß sind nur wenige Klicks entfernt. Und neue Apps müssen nicht einmal innovativ sein: In fast jeder App können wir Badges sammeln, unsere Belohnungen und Punkte in sozialen Kanälen wie Facebook teilen oder unsere Fotos auf Instagram verlinken.Was ist dann aber so neu und cool an Apps? Was genau ist daran innovativ? Sind Apps nicht einfach nur ein Hype, der uns Informationen bietet, die eigentlich bereits über den Browser zur Verfügung stehen? Beliebte Apps wurden nicht deswegen von größeren Playern aufgekauft, weil die Software so groß...

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Warum native Apps Innovation behindern - und warum wir uns für eine offene Alternative stark machen sollten

Nativ um jeden Preis?

Apps werden von uns, den Nutzern, üblicherweise auf mehreren Geräten genutzt. Das Modell leitet uns praktischerweise direkt zu gezieltem Content. Damit haben wir einen Ort für Informationen zu den Themen, die wir brauchen. Mit der zunehmenden Nutzung intelligenter Geräte werden auch immer mehr Argumente laut, die Apps als Webkiller bezeichnen. Entwickler bauen native Apps, da auch sie die potenziellen Gewinne sehen, welche die meisten erfolgreichen Apps abwerfen. Doch sind native Apps wirklich die beste Plattform für Entwicklungsinnovation bzw. Nutzererfahrung? In diesem Artikel will ich einmal aufzeigen, warum das Web immer noch die beste Plattform für die App-Entwicklung ist - nicht nur für Nutzer, sondern auch für visionäre Entwickler, welche die Grenzen des Möglichen erweitern wollen.

Christian Heilmann


Das App-Ökosystem ist noch heute relativ geschlossen und wird von einigen wenigen wichtigen App Stores auf dem Markt – Google Play und dem Apple App Store – dominiert. Das bedeutet, dass Entwickler native Apps für geschlossene Ökosysteme erstellen müssen. Doch das Geschäftsmodell für native Apps und geschlossene Systeme – jene, die für eine bestimmte Hardwareplattform entworfen wurden – weist grundlegende Mängel auf. Anstatt den Nutzer in den Mittelpunkt der Erfahrung zu stellen und ihn die Kontrolle übernehmen zu lassen, wie es im Web der Fall ist, werden native Apps entworfen, um den Nutzer technologisch zu binden. Beispielsweise an ein Hardwaremodell; was bedeutet, dass wir nicht nach Wunsch auf bestimmte Apps oder Funktionalitäten zugreifen können. Entweder müssen wir ständig die Software aktualisieren oder ein Upgrade auf das neueste Smartphone durchführen, um aktuellen Content zu erhalten. Anstatt innovative Erfahrungen zu bieten, schränken native Apps diese ein.Aus diesem Grund markierte die Einführung des ersten Geräts mit Firefox OS im Jahr 2013 einen bedeutenden Meilenstein für die Mobilgeräteindustrie, da nun Geräte und Apps mit offenen Webstandards entwickelt werden können. Durch diese standardbasierten Technologien wie HTML5 und CSS3 können Web-Apps auf einfache Weise erstellt und auf fast jeder Plattform mit einem modernen, standardkompatiblen Webbrowser genutzt werden. Web-Apps sind anpassungsfähig und lassen Entwicklern mehr Zeit für Innovation im Web, da weniger Zeitaufwand nötig ist, um neue Coding Skills zu erlernen oder ihre Apps an Anforderungen für native Apps auszurichten.Schließlich ist das Web eine offene Plattform für Innovation – und das für alle. Ein auf dem Web basierendes Ökosystem bedeutet, dass es im Gegensatz zu nativen Apps und geschlossenen Umgebungen niemals ausstirbt oder irrelevant wird.Sind native Apps nur ein Hype?Von Angry Birds bis Candy Crush und Flappy Bird – Entertainment und Spaß sind nur wenige Klicks entfernt. Und neue Apps müssen nicht einmal innovativ sein: In fast jeder App können wir Badges sammeln, unsere Belohnungen und Punkte in sozialen Kanälen wie Facebook teilen oder unsere Fotos auf Instagram verlinken.Was ist dann aber so neu und cool an Apps? Was genau ist daran innovativ? Sind Apps nicht einfach nur ein Hype, der uns Informationen bietet, die eigentlich bereits über den Browser zur Verfügung stehen? Beliebte Apps wurden nicht deswegen von größeren Playern aufgekauft, weil die Software so groß...

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