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Erste Schritte mit Ubuntu Mobile

Ubuntu für unterwegs


Ubuntu Mobile schickt sich an, das nächste große Mobile-Betriebssystem zu werden. Durch seine Nähe zu Qt dürften sich viele Entwickler sehr schnell sehr heimisch fühlen. Es ist also an der Zeit, einen Blick zu riskieren.

Shuttleworth’s Unternehmen ist ein gutes Beispiel für den Typ des „Vagus“: Die sang- und klanglose Einstellung des hauseigenen Cloud-Diensts Ubuntu One war ein Paradebeispiel für organisatorische Fehleinschätzung. Dass die Firma ihr vor einem Jahr stolz beworbenes Smart-TV-Projekt trotz wesentlicher Vergrößerung der Standfläche am nächsten MWC überhaupt nicht mehr zeigte, zeugt auch nicht von besonderer Weitsicht.

Trotz dieser nur schwer vernachlässigbaren Fehler erreichte Ubuntu einen Erfolg, der bisherigen Linux-Distributoren durch die Bank verschlossen blieb. Das Betriebssystem ist soweit nutzbar, dass man es – wie der Autor – auch technisch unbegabten Personen „auf den Rechner kicken“ kann.

Die seit 2012 angekündigte Mobilversion macht – wie das Vorbild am Desktop – vieles richtig. Das vom PC bekannte Benutzerinterface wurde im Großen und Ganzen aufs Smartphone transferiert, bekannte Systeme wie das Softwaredownloadtool „Software Center“ gibt es auch in der Mobilversion.

Da Ubuntu Mobile auf Qt basiert, können Besitzer von existierenden Qt-Projekten ihr geistiges Eigentum mit minimalem Aufwand auf einer neuen Plattform recyceln. Ein guter Grund, einen Blick auf das System zu werfen.

SDK inklusive

Wer Applikationen für Ubuntu Mobile entwickeln möchte, sollte dies unter Ubuntu 14.04 LTS tun. Da das SDK eine Vielzahl von instabilen Bibliotheken mitbringt, ist die Verwendung einer virtuellen Maschine ratsam. Die eigentliche Installation erfolgt durch Eingabe der folgenden Befehle in eine Kommandozeile:

$ sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-sdk-team/ppa $ sudo apt-get update && sudo apt-get install ubuntu-sdk

Im nächsten Schritt wird das SDK durch Eingabe von ubuntu-sdk angeworfen. Im Rahmen des ersten Starts legt die auf Qt Creator basierende Entwicklungsumgebung einige wichtige Einstellungen fest.

Ubuntu (Mobile) wird in diversen Hardware- und Softwarekonfigurationen angeboten. Qt Creator bildet diese über so genannte Kits ab, die durch die Kombination einer Softwareversion und einer Hardwareversion entstehen (Abb. 1). Ein als „Click“ bezeichnetes Produkt beginnt dann mit dem Herunterladen der notwendigen Konfigurationsdateien – wir werden die App in wenigen Minuten nochmals kennenlernen.

hanna_ubuntu_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Dieses Kit ist für ein auf einem x86-Prozessor laufendes Ubuntu 14.04 vorgesehen

Nach dem erfolgreichen Download der benötigten Komponenten bietet das SDK die Generierung eines Emulators an. Es ist empfehlenswert, de...

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