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E-Book vs. Buch - ein Medium im Wandel?

Zeitenwende


„Der E-Book-Markt wächst stetig und wird den Markt für gedruckte Bücher Schritt für Schritt ersetzen.“ Was ist eigentlich an dieser Aussage dran? Wir schauen uns die derzeitige Situation des digitalen Buchmarkts einmal genauer an.

Lassen wir zunächst die Zahlen sprechen: Zwei Drittel aller deutschen Verlage hatten 2013 E-Books im Programm [1]; 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bieten im Kreise der großen Verlage nun alle Häuser ­E-Books an. Der Absatz elektronischer Bücher am Publikumsmarkt stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr von 12,3 Millionen um über 60 Prozent auf 21,5 Millionen E-Books. Die Anzahl an E-Book-Käufern nahm um eine Million zu [2] und lag 2013 bei 3,4 Millionen Käufern. Durchschnittlich kauften Kunden etwa ein E-Book mehr als noch im Jahre zuvor.

Dabei blieb der durchschnittliche E-Book-Preis in Euro weitestgehend konstant; 2013 lag er bei 7,58 Euro. E-Books sind jedoch im Vergleich zu gedruckten Büchern bei 85 Prozent der Verlage günstiger. Bei der Hälfte aller Verlage erhält der Käufer sogar eine Preisreduktion von über 20 Prozent.

Um Liebhabern gedruckter Bücher an dieser Stelle direkt ihre Bedenken zu nehmen: Printbücher werden in naher Zukunft keinesfalls einfach durch E-Books ersetzt. Stattdessen könnte man sagen, dass die Leser der heutigen Zeit in zunehmendem Maße „zweigleisig“ konsumieren. Sie besitzen also sowohl E-Books als auch gedruckte Bücher. Etwa drei Viertel schreiben dem gedruckten Buch immer noch ein äußerst hohes Leseerlebnis zu, das mit einem E-Book nicht erreicht werden könne.

Konsequenzen für Buchhandel und Verlage

Die Konsequenzen für den Buchhandel und die Verlage sind positiver wie negativer Natur. Es bieten sich laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers) zusätzliche Erlöspotenziale durch Apps (Kasten: „Bücher und Augmented Reality“), Videoanbindung etc. Im Bereich der Belletristik sind die Neuerungen jedoch nur begrenzt anwendbar. Die Wertschöpfungskette verändert sich. Komme es zum Massenmarkt, seien E-Books äußerst lukrativ, so die Studie; Anfangsinvestitionen seien jedoch zwingend erforderlich. Der stationäre Buchhandel sollte sein Geschäftsmodell an die Digitalisierung anpassen. PwC zufolge sei eine Multi-Channel-Strategie dabei unerlässlich.

Bücher und Augmented Reality

Mit der Kombination aus Buch und Lesegerät, z. B. Smartphone oder Tablet, können interaktive Multimediageschichten entstehen. Dies ist vor allem für Kinder eine interessante neue Entwicklung. Es w...

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