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Entwickeln mit dem Microsoft-Band-SDK

Microsoft-Band-Entwicklung


Aktuell sind Fitnessarmbänder und Smartwatches stark im Trend. Viele der großen Hersteller wie Apple mit der iWatch oder Sportausrüster mit ihren Fitnessarmbändern sind bereits auf diesen Zug aufgesprungen. Seit dem Frühjahr hat auch Microsoft, zunächst exklusiv für die USA und einige weitere Länder, sein Wearable herausgebracht: das „Microsoft Band“. Dieses bietet sowohl den Fitnessaspekt als auch Funktionen des Smartphones auf dem Armband und steht Entwicklern für eigene Apps offen.

In diesem Artikel möchte ich die Möglichkeiten zur App-Entwicklung und der Erweiterbarkeit mit dem aktuellen Microsoft-Band-SDK für Entwickler beleuchten. In einem Folgeartikel werde ich anschließend näher auf die neuen Schnittstellen „Web Tile“ und „Cloud API“ eingehen. Diese wurden während des Schreibens dieses Artikels freigegeben und befinden sich derzeitig noch im Previewstadium.

Das Microsoft Band

Das Microsoft Band ist Fitnesstracker und Smartwatch in einem (Abb. 1) [1]. Es wird zunächst mit dem Smartphone über Bluetooth gekoppelt und kann über die Microsoft-Health-App verwaltet werden. Die App ist für alle drei großen Plattformen verfügbar. So lässt sich das Band sowohl mit Microsoft-Systemen als auch mit iOS- und Android-Devices verbinden.

spettmann_band_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Microsoft Band, Quelle: Microsoft

Eine „App“ auf dem Band wird als Tile bezeichnet, die über die Health-App aktiviert und deaktiviert werden kann, da auf dem Band nur eine bestimmte Anzahl an Tiles gleichzeitig aktiv sein darf. Das Band wird mit Funktionen zum GPS-Tracken für verschiedene Sportarten wie Laufen und Radfahren ausgeliefert. Einen Schlaftracker, Aufzeichnung der Schritte, Kalorien, Distanz, die am Tag zurückgelegt wurde und die Herzschläge pro Minute sowie einen UV-Sensor bringt das Band ebenfalls mit. Der GPS-Tracker funktioniert auch ohne stetige Verbindung zum Handy und synchronisiert sich später automatisch. Man kann also nur mit dem Band joggen gehen und sobald Phone und Band wieder vereint sind, gleichen sich die Daten ab. Alle getrackten Daten können in der Health-App und im Health-Portal [2] betrachtet werden. Dazu kommen die Funktionen, die sonst auf dem Phone zu finden sind, wie Anrufe sehen, SMS, E-Mails, Kalendereinträge und Erinnerungen. Sehr nützlich ist dabei, dass alle Benachrichtigungen aus dem Actioncenter des Phones auf dem Band angezeigt werden können und Cortana auch auf dem Band angesprochen werden kann. Die Antwort erscheint dann in Textform auf dem Display des Bands. Wem die vorhandenen Tiles nicht ausreichen oder wer seine Informationen in einem eigenen bereitstellen möchte, kann über das Microsoft-Band-SDK eigene Tiles entwickeln und auf das Band deployen. Die eigentliche Logik wird dabei auf dem Smartphone ausgeführt, das Band dient lediglich der Anzeige von Informationen und um Events auszulösen, die dann auf dem Smartphone ausgeführt werden.

Microsoft-Band-SDK

Das Microsoft-Band-SDK steht für die Plattformen iOS, Android und Windows bzw. Windows Phone zur Verfügung. Das SDK kann sowohl direkt auf der Band-Developer-Seite [3] heruntergeladen werden, als auch über den NuGet Package Manager in Visual Studio.

In diesem Artikel werde ich die Band-Entwicklung aus Microsoft-Entwicklersicht zeigen, also mit Visual Studio in C# und mit Beispielen aus Windows-10-Universal-Apps. Das SDK steht jedoch genauso in vollem Funktionsumfang für Android und iOS zur Verfügung.

Das SDK kann u. a. mit dem Visual Studio 2013 und 2015 in Windows Store und Phone 8.1 und Windows-10-Universal-App-Projekte verwendet werden.

Manifest

In der Manifestdatei (Package.appxmanifest) mü...

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