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Teil 1: Bluetooth unter Windows 10 Mobile im Einsatz

Funk mit Schwierigkeiten


Nachdem Bluetooth mit dem Palm Tungsten T auf den Massenmarkt kam, herrschte unter Entwicklern einige Zeit eine wahre „Funk-Frenzy“. Es gab kaum ein Unternehmen, das zum damaligen Zeitpunkt kein Bluetooth-Multi-Player-Spiel anbot. Im Laufe der Zeit ebbte das Interesse am Kurzstreckenfunk ab; bluetoothfähige Spiele sind mittlerweile eine Rarität geworden. Das ist schade, bietet doch ein gut gemachter Multi-Player-Modus – schon aufgrund des dem Menschen inhärenten Konkurrenzverhaltens – eine wunderbare Gelegenheit dazu, das eigene Spiel noch viraler und attraktiver zu gestalten.

Artikelserie

Teil 1: Bluetooth unter Windows 10 Mobile im Einsatz
Teil 2: Wie man Hardware mit Bluetooth steuert

In diesem Artikel versuche ich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Neben einer soliden Vorstellung der hinter Bluetooth stehenden Theorien und Techniken möchte ich auch auf einige Regeln der Implementierung von Mehrspielerspielen eingehen. Ziel der Übung sind Ergebnisse, die Sie so nicht verkaufen können. Wer etwas Hintergrundmusik und bessere Grafik bereitstellt, kann aus den Konzepten allerdings gerne ein verwertbares Spiel machen – ich verzichte in diesem Fall bereitwillig auf mein geistiges Eigentum am Code.

Bluetoothfrequenzhopping

Wer mit einer Antenne durch die Welt geht, sammelt bald eine Vielzahl von Informationen auf. Diese für Militaristen erfreuliche Tatsache ist für uns ein Ärgernis: Funkt ein Gerät nur auf einer bestimmten Frequenz, so kann es sich über kurz oder lang aufgrund von Störungen ins Off katapultiert sehen.

Bluetooth begegnet diesem Problem durch eine als Frequenzhopping bezeichnete Technik. Die Bluetoothgeräte springen während des Übertragungsvorgangs permanent von Frequenz zu Frequenz, um so gestörten Frequenzbändern aus dem Weg zu gehen. Da die sehr rasche Sprungfolge zu Beginn des Kommunikationsprozesses festgelegt wird, lassen sich kurzfristige Störungen ohne nennenswerte Probleme umgehen.

Theorie vs. Praxis

Als die damals noch zu Ericsson gehörende Bluetooth-SIG ihr gleichnamiges Protokoll im Jahr 1994 spezifizierte, war die Entwicklung von eigener Hardware teuer. Man dachte gar nicht daran, dass die Funktechnologie für irgendwelche Aufgaben außer dem Datenaustausch von Handy zu Handy benutzt werden könnte – als „Fallback“ für nicht vorhergesehene Anwendungen sah man das SPP-Protokoll vor, das eine Art serieller Verbindung zwischen zwei Bluetoothgeräten beschreibt.

Aufgrund des nicht unerheblichen Aufwands für die Einrichtung eine...

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