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Geschäftswert mit Mobile-Projekten erzielen

Mobile Eisberge


Mobile-Projekte und -Initiativen sind wie Eisberge: Viele sehen nur die Spitze und holen sich an dem großen Rest die blauen Flecken. In diesem Artikel will ich die wichtigsten, manchmal versteckten und vielleicht auch trivial klingenden Geschäfts-, Prozess- und Technologiefaktoren anreißen, die eine Firma mit ihren Apps bzw. ihren Mobile-Projekten bedenken sollte, um sie nicht nur erfolgreich durchführen zu können, sondern auch einen greifbaren Geschäftswert damit zu erzielen.

Eigentlich sollte man denken, es ist alles klar, einfach und schon längst „Mainstream“ wenn es um Apps geht. Aber wenn ich mir die deutsche App-Landschaft ansehe und die Erfahrungen mit vielen Kunden im Mittelstand und in DAX-Unternehmen Revue passieren lasse, sieht es oft anders aus. Es gibt ein unzureichendes Angebot an Apps, die Zielgruppen sind oft unzufrieden, der ROI von Apps geht gegen Null, und die Zeit und der Aufwand, der bis zur Marktreife benötigt wird, geht gegen unendlich – zumindest gefühlt.

Geschäftsfaktoren

Lassen Sie mich eins gleich vorwegnehmen: der mit Abstand größte Eisberg ist die Unterschätzung der Wichtigkeit des Themas Mobile. Man muss nicht die vielen Zahlen und Schätzungen der Analysten aufzählen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der wichtigste Kanal in der Interaktion mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern der Mobile-Kanal wird – oder in vielen Bereichen bereits ist. Im günstigsten Fall holen Sie sich eine Delle in ihrem Budget, indem Sie viel Geld ausgeben, um die Versäumnisse aufzuholen. Schlimmer ist es aber, dass Sie Ihre Marktposition an einen Mitbewerber verlieren können, der eine bessere App hat.

Damit sind wir schon beim zweiten Punkt: der greifbare Geschäftswert einer App. Wann ist eine App überhaupt sinnvoll? Ich will hier nicht über Apps reden, die keinen tieferen Wert haben, z. B. eine App, mit der ich einen Newsletter lesen kann. Das kann man getrost mit einer Responsive Webpage lösen. Allerdings kommt es hier auch wieder auf den Kontext an, d. h. wenn einem eine umfassende Mobile-Plattform in einem hochautomatisierten Entwicklungs- bzw. DevOps-Prozess zur Verfügung steht, ist es schon aus Gründen der Wiederverwendung (z. B. des Corporate Designs und der mobilen Backend-Services bzw. APIs) sinnvoll, diese damit zu erstellen und einfach den Ausgabekanal Web-App zu wählen. Das ist übrigens eine Grundfähigkeit einer solchen Plattform oder sollte es zumindest sein. Hier sieht man schon, dass es nicht die eine gültige Wahrheit gibt, sondern dass es immer auf den Kontext ankommt. Apps mit Geschäftswert haben nach meiner Erfahrung den interaktiven Austausch von Informationen gemein. Der Nutzer schickt hierbei über eine intuitiv bedienbare Oberfläche persönliche Daten wie z. B. die Geoposition, E-Mail-Adresse, das Reiseziel oder persönliche Präferenzen an Sie. Sie geben dem Nutzer eine passende Information, eine Verbesserung seiner Lage (z. B. durch weniger Arbeitszeit) oder Waren zurück. Das Stichwort hier ist „Austausch“. Das Lesen von News oder allgemeinen Informationen ist kein Austausch, sondern ein simpler Abruf.

Durch diese triviale Definition lassen sich schon die meisten Anforderungen und damit die verbundenen Herausforderungen ableiten. Die Nutzer müssen ihre Apps mögen und gerne damit umgehen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, sonst verlieren Sie – insbesondere, wenn es um externe (B2C-) Apps geht – trotz eines wettbewerbsfähigen Produkts Kunden oder Umsätze an andere Anbieter, die eine bessere App haben. Bei internen (B2E-) Apps verlieren Mitarbeiter außerdem sehr schnell das Interesse, die App zu verwenden, um ihre Arbeitsabläufe zu verbessern. Hier spielt auch eine Rolle, ob Sie ihren Geschäftsprozess an den „mobilen Moment“ angepasst haben. Es ist nicht nur eine Anpassung des Formfaktors, sondern eine wirklich brauchbare Verbesserung der Interaktion, der Bestellung, der Buchung, des Arbeitsaufwands und ähnlicher Vorgänge, die man mit einer Zahl bzw. Metrik ausdrücken kann. Je eindeutiger und höher diese Metrik ist, des...

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