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Übersetzungen von Anwendungen verwalten

Happy Translating!


Sie haben eine multilinguale Applikation entwickelt und möchten sie nun in andere Sprachen übersetzen lassen? Dann stehen Sie vor der organisatorischen Frage, wie Sie den Übersetzern die Mitarbeit möglichst einfach gestalten und die zugelieferten Ergebnisse reibungslos in den Deploy-Prozess einbinden können. Dieser Artikel stellt ein neues Tool vor, das Ihnen dabei behilflich sein könnte.

Als Autor des Open-Source-Projekts MySQLDumper musste ich mir die eingangs geschilderte Frage ebenfalls stellen. Zwar besaßen wir zu diesem Zeitpunkt ein „Onlinesprachlabor“, aber das war in die Jahre gekommen und schwer zu erweitern. Der gute alte PHP4-Spaghetticode hatte seine Schuldigkeit getan und musste nun einem neuen Konzept weichen. Ich schaute mich nach Alternativen um und legte den Fokus dabei auf die Frage: Wie kann man sicherstellen, dass sich möglichst viele Übersetzer beteiligen können und die Ergebnisse zeitnah in der Anwendung erscheinen? Betrachtet man die Vorgehensweise verschiedener Open-Source-Projekte, so fällt auf, dass sich hier noch keine einheitliche Lösung als Best Practice herauskristallisiert hat:

  • Typo3 verwendet eine eigene Extension und verteilt die Ergebnisse über den Extension Manager

  • WordPress setzt auf gettext-Dateien und nennt einen ganzen Pool von Programmen, mit denen man gettext-Dateien pflegen kann

  • Joomla setzt wieder auf eine eigene Extension

  • PhpMyAdmin verwendet – wie WordPress – gettext-Dateien über Poedit, bietet aber zusätzlich die Übersetzung über ein Web-GUI per Pootle an

Je mehr Projekte man sich anschaut, umso mehr individuelle Lösungen findet man.

Einstiegshürden

Für jemanden, der sich gerne an der Übersetzung beteiligen möchte, bedeutet das, dass er sich in die Gepflogenheiten des Projekts einarbeiten und für sich zunächst die technische Basis schaffen muss. Nach meiner Einschätzung gehen bereits an dieser Stelle eine ganze Reihe von potenziellen Helfern verloren. Wer technisch nicht versiert ist, hat hier die ersten Probleme. Die Bedienung von Poedit ist beispielsweise, inklusive dem korrekten Im- und Export der Sprachdateien, nicht selbsterklärend. Die Gefahr, dass der Übersetzer entnervt aufgibt bevor er auch nur ein einziges Wort übersetzt hat, ist nicht zu unterschätzen. Er möchte sich nicht mit technischen Hürden konfrontiert sehen; er möchte schlichtweg übersetzen.

Diejenigen, die sich davon nicht abschrecken lassen, wenden sich bei Problemen an die Community. Das zieht einen teils nicht unerheblichen Kommunik...

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