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PHP Magazin
Recht bei Facebook & Co.

Recht bei Facebook & Co.

Anmelden und loslegen - so einfach ist der Einstieg in die sozialen Onlinenetzwerke. Genauso simpel und schnell sind Inhalte mit anderen geteilt - und juristische Fallen übersehen. Was bei der Nutzung von Facebook & Co. zu beachten ist, zeigt dieser Artikel.

Michael Rohrlich


„Alle machen mit, aber keiner weiß so genau warum“ – das scheint als Fazit in der Luft zu schweben. Fakt ist jedoch, dass allein Facebook inzwischen weltweit knapp eine Milliarde aktive Mitglieder verzeichnet und so ziemlich jeder sich dort mehr oder weniger engagiert tummelt. Der Blick auf ein übliches Facebook-Profil offenbart relativ schnell den Blick auf das Wesentliche – auf typische juristische Fallen:

Profilbild (Mitabbildung anderer Personen = Verstoß gegen Urheber-/Markenrechte)Impressum (für gewerbliche Profile Pflicht)Multimediale Inhalte (Musikrecht, Recht am eigenen Bild)Geteilte Inhalte Dritter bzw. Kommentare anderer Nutzer (u. U. eigene Haftung für fremden Content)Gewerbliche Inhalte bzw. Shops (Einhaltung fernabsatzrechtlicher Pflichten etc.)

So schnell und einfach Inhalte auch gepostet, geshared oder geliked werden können, fast ebenso schnell kann man eine Urheberrechtsverletzung begehen bzw. fördern, gegen fremde Markenrechte verstoßen oder auch das Recht einer anderen Person am eigenen Bild verletzen. Daher darf, zumindest für gewerblich Tätige, das Engagement in sozialen Medien niemals nur „nebenbei“ geschehen. Wenn man sich schon für den Schritt zur aktiven Teilnahme entscheidet, dann müssen auch entsprechende personelle und finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Alles andere ist zumeist eher eine Antiwerbung, wenn beispielsweise unregelmäßig neue Inhalte bereitgestellt werden und das Profil dadurch „verwaist“, oder zieht gar juristische Konsequenzen nach sich. Insofern sollten zumindest die Basics bekannt sein und natürlich auch befolgt werden. Letztlich verhält es sich auf Facebook & Co. in puncto Urheber-, Marken-, Namens-, Wettbewerbs- oder Strafrecht nicht anders als auf jeder „normalen“ Homepage auch.

Impressum

Die Pflicht, ein Impressum bereitzustellen, trifft jeden Betreiber einer Website, die nicht nur rein privater Natur ist. Hierbei gilt es zu beachten, dass der private Sektor u. U. bereits dann verlassen wird, wenn AdWord-Werbungen, Bannerwerbungen oder auch Werbungen im Rahmen von Partnerprogrammen, wie sie von Amazon, eBay und vielen anderen E-Commerce-Plattformen angeboten werden, in die eigene Homepage eingebunden werden. Es kommt nicht darauf an, ob der Site-Betreiber tatsächlich auch Geld damit verdient.

Die Impressumspflicht für Internetseiten ist schon seit Langem entsprechend gesetzlich geregelt bzw. von Seiten diverser deutscher Gerichte entschieden. Im Hinblick auf Profile in sozialen Netzwerken hat erstmals da...

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Anmelden und loslegen - so einfach ist der Einstieg in die sozialen Onlinenetzwerke. Genauso simpel und schnell sind Inhalte mit anderen geteilt - und juristische Fallen übersehen. Was bei der Nutzung von Facebook & Co. zu beachten ist, zeigt dieser Artikel.

Michael Rohrlich


„Alle machen mit, aber keiner weiß so genau warum“ – das scheint als Fazit in der Luft zu schweben. Fakt ist jedoch, dass allein Facebook inzwischen weltweit knapp eine Milliarde aktive Mitglieder verzeichnet und so ziemlich jeder sich dort mehr oder weniger engagiert tummelt. Der Blick auf ein übliches Facebook-Profil offenbart relativ schnell den Blick auf das Wesentliche – auf typische juristische Fallen:

Profilbild (Mitabbildung anderer Personen = Verstoß gegen Urheber-/Markenrechte)Impressum (für gewerbliche Profile Pflicht)Multimediale Inhalte (Musikrecht, Recht am eigenen Bild)Geteilte Inhalte Dritter bzw. Kommentare anderer Nutzer (u. U. eigene Haftung für fremden Content)Gewerbliche Inhalte bzw. Shops (Einhaltung fernabsatzrechtlicher Pflichten etc.)

So schnell und einfach Inhalte auch gepostet, geshared oder geliked werden können, fast ebenso schnell kann man eine Urheberrechtsverletzung begehen bzw. fördern, gegen fremde Markenrechte verstoßen oder auch das Recht einer anderen Person am eigenen Bild verletzen. Daher darf, zumindest für gewerblich Tätige, das Engagement in sozialen Medien niemals nur „nebenbei“ geschehen. Wenn man sich schon für den Schritt zur aktiven Teilnahme entscheidet, dann müssen auch entsprechende personelle und finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Alles andere ist zumeist eher eine Antiwerbung, wenn beispielsweise unregelmäßig neue Inhalte bereitgestellt werden und das Profil dadurch „verwaist“, oder zieht gar juristische Konsequenzen nach sich. Insofern sollten zumindest die Basics bekannt sein und natürlich auch befolgt werden. Letztlich verhält es sich auf Facebook & Co. in puncto Urheber-, Marken-, Namens-, Wettbewerbs- oder Strafrecht nicht anders als auf jeder „normalen“ Homepage auch.

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Die Pflicht, ein Impressum bereitzustellen, trifft jeden Betreiber einer Website, die nicht nur rein privater Natur ist. Hierbei gilt es zu beachten, dass der private Sektor u. U. bereits dann verlassen wird, wenn AdWord-Werbungen, Bannerwerbungen oder auch Werbungen im Rahmen von Partnerprogrammen, wie sie von Amazon, eBay und vielen anderen E-Commerce-Plattformen angeboten werden, in die eigene Homepage eingebunden werden. Es kommt nicht darauf an, ob der Site-Betreiber tatsächlich auch Geld damit verdient.

Die Impressumspflicht für Internetseiten ist schon seit Langem entsprechend gesetzlich geregelt bzw. von Seiten diverser deutscher Gerichte entschieden. Im Hinblick auf Profile in sozialen Netzwerken hat erstmals da...

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