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PHP Magazin
Kolumne: Cumulus

Wolken bewegen sich

Nachdem die letzten Ausgaben dieser Kolumne etwas philosophischer waren, möchte ich dieses Mal wieder etwas konkreter werden und ein vielversprechendes Cloud-Projekt vorstellen: OpenShift. OpenShift ist ein PaaS-Dienst von Red Hat, der im Jahr 2011 gestartet wurde. Wobei „ein“ PaaS-Dienst etwas untertrieben ist: Es gibt JBoss, Ruby, aber natürlich auch PHP und sogar den Zend-Server als „Applikationsbasis“. Und das Ganze noch kostenlos für insgesamt drei Instanzen bzw. Gears, wie sie bei OpenShift genannt werden.

Jan Burkl


Auf der Seite http://red.ht/MqsdsC findet sich ein Beispiel, wie viel Power ein solches Gear hat: Für eine Drupal 7 Site mit fünf Seiten/Sekunde, Hunderten von Artikeln und ungefähr 50 000 Besuchern pro Monat reichen drei Gears, können also über die kostenlose Plattform abgebildet werden. Zumindest für eine private Low-Traffic-Website scheint mir das mehr als ausreichend. Für den Einsatz von mehr Gears oder die dynamische Skalierung der Applikation bietet Red Hat das kostenpflichtige Angebot MegaShift. Die Server selbst laufen sowohl bei OpenShift als auch bei Mega­Shift auf der AWS-Plattform von Amazon in der Cloud. Red Hat ist also nicht zum Cloud-Provider geworden, sondern setzt die eigene Managementkonsole auf bestehende Dienste auf.Schauen wir uns doch einfach mal an, wie das Angebot genutzt werden kann. Nach der einfachen Registrierung kann unter dem Reiter My Applications eine neue Applikation hinzugefügt werden. Im ersten Schritt wird eine so genannte Web Cartridge gewählt. Für die meisten wird die PHP 5.3 Cartridge oder Zend Server Cartridge interessant sein. Bei der PHP 5.3 Cartridge ist zu beachten, dass bei Redaktionsschluss noch die Version 5.3.2 verwendet wurde. Zend Server hat die neuere PHP-Version mit 5.3.14 an Bord. Wer keine Lizenz für den Zend Server hat oder kaufen möchte, muss trotzdem nicht verzichten: OpenShift setzt direkt einen Lizenzschlüssel, der bis Ende September 2013 gültig ist. Aber auch ohne Lizenz kann der Zend-Server in der Community Edition als PHP-Stack genutzt werden. Der nächste Schritt verlangt nach einem Applikationsnamen und – weil es für die meisten der erste Server bei Open­Shift sein wird – einen systemweit eindeutigen Name­space (Abb. 1). Abb. 1: Anlegen eines neuen OpenShift-GearsSpannend ist aber auch die Tatsache, dass über weitere Cartridges z. B. eine MySQL- oder eine MongoDB-Instanz hinzugefügt werden können. Ein besonderes Schmankerl: Sogar das Continuous-Integration-System Jenkins gibt es als eine eigene Cartridge, sowie einen entsprechenden Client. So kann auf simpelste Weise Code vollautomatisiert von einem Git-Repository ausgecheckt und direkt auf dem PHP-Server deployt werden. Und das geht so: Zunächst muss eine solche Jenkins-Server-Applikation erstellt werden – das geht analog zum Erstellen der PHP-Applikation. Um zu testen, ob Jenkins erfolgreich hochgefahren wurde, kann das von OpenShift generierte Passwort direkt über die Jenkins-Oberfläche geändert werden. Jetzt müssen Jenkins und der Appli...

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Wolken bewegen sich

Nachdem die letzten Ausgaben dieser Kolumne etwas philosophischer waren, möchte ich dieses Mal wieder etwas konkreter werden und ein vielversprechendes Cloud-Projekt vorstellen: OpenShift. OpenShift ist ein PaaS-Dienst von Red Hat, der im Jahr 2011 gestartet wurde. Wobei „ein“ PaaS-Dienst etwas untertrieben ist: Es gibt JBoss, Ruby, aber natürlich auch PHP und sogar den Zend-Server als „Applikationsbasis“. Und das Ganze noch kostenlos für insgesamt drei Instanzen bzw. Gears, wie sie bei OpenShift genannt werden.

Jan Burkl


Auf der Seite http://red.ht/MqsdsC findet sich ein Beispiel, wie viel Power ein solches Gear hat: Für eine Drupal 7 Site mit fünf Seiten/Sekunde, Hunderten von Artikeln und ungefähr 50 000 Besuchern pro Monat reichen drei Gears, können also über die kostenlose Plattform abgebildet werden. Zumindest für eine private Low-Traffic-Website scheint mir das mehr als ausreichend. Für den Einsatz von mehr Gears oder die dynamische Skalierung der Applikation bietet Red Hat das kostenpflichtige Angebot MegaShift. Die Server selbst laufen sowohl bei OpenShift als auch bei Mega­Shift auf der AWS-Plattform von Amazon in der Cloud. Red Hat ist also nicht zum Cloud-Provider geworden, sondern setzt die eigene Managementkonsole auf bestehende Dienste auf.Schauen wir uns doch einfach mal an, wie das Angebot genutzt werden kann. Nach der einfachen Registrierung kann unter dem Reiter My Applications eine neue Applikation hinzugefügt werden. Im ersten Schritt wird eine so genannte Web Cartridge gewählt. Für die meisten wird die PHP 5.3 Cartridge oder Zend Server Cartridge interessant sein. Bei der PHP 5.3 Cartridge ist zu beachten, dass bei Redaktionsschluss noch die Version 5.3.2 verwendet wurde. Zend Server hat die neuere PHP-Version mit 5.3.14 an Bord. Wer keine Lizenz für den Zend Server hat oder kaufen möchte, muss trotzdem nicht verzichten: OpenShift setzt direkt einen Lizenzschlüssel, der bis Ende September 2013 gültig ist. Aber auch ohne Lizenz kann der Zend-Server in der Community Edition als PHP-Stack genutzt werden. Der nächste Schritt verlangt nach einem Applikationsnamen und – weil es für die meisten der erste Server bei Open­Shift sein wird – einen systemweit eindeutigen Name­space (Abb. 1). Abb. 1: Anlegen eines neuen OpenShift-GearsSpannend ist aber auch die Tatsache, dass über weitere Cartridges z. B. eine MySQL- oder eine MongoDB-Instanz hinzugefügt werden können. Ein besonderes Schmankerl: Sogar das Continuous-Integration-System Jenkins gibt es als eine eigene Cartridge, sowie einen entsprechenden Client. So kann auf simpelste Weise Code vollautomatisiert von einem Git-Repository ausgecheckt und direkt auf dem PHP-Server deployt werden. Und das geht so: Zunächst muss eine solche Jenkins-Server-Applikation erstellt werden – das geht analog zum Erstellen der PHP-Applikation. Um zu testen, ob Jenkins erfolgreich hochgefahren wurde, kann das von OpenShift generierte Passwort direkt über die Jenkins-Oberfläche geändert werden. Jetzt müssen Jenkins und der Appli...

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