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UX-Forscher richtig eingesetzt

An Anforderungen gewachsen


UX-Design und UI-Design mögen auf den ersten Blick sehr nahe beieinander liegen – und doch gibt es einen großen Unterschied. Wenn sich der Nutzer einer Website mit dem ansprechend gestalteten UI angefreundet hat, heißt das noch lange nicht, dass ihn die User Experience ebenfalls befriedigt. Spätestens hier wird die Sache komplex.

Da in der Vergangenheit bereits mit einigen UX-Mythen aufgeräumt wurde – beispielsweise mit der „Tatsache“, dass es einfach nicht genug UX Researcher gebe –, ist es nun an der Zeit, dieses Personal auch richtig einzusetzen. Guerilla-Taktiken mögen zwar auch zum Erfolg führen, doch es gibt durchaus gewisse Anforderungen, die man genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Business Value der UX-Forschung

Victor Yocco, seines Zeichens UX-Experte, hat sich in einem unlängst veröffentlichten Blog-Post [1] einerseits mit der Frage beschäftigt, was ein Unternehmen „von Haus aus“ von UX-Forschern erwarten kann, andererseits, was ein Unternehmen tun muss, damit es sein Potenzial auch wirklich voll ausschöpfen kann. Keine unerheblichen Fragen, bringt die Beschäftigung eines UX-Forschers (oder gar eines ganzen UX-Forschungsteams) doch einen beträchtlichen Mehrwert mit sich: Folgt man den Ergebnissen des „Forrester Report on best practices in UX“ aus dem Jahr 2009, so genießen Unternehmen, deren Produkte über eine im Vergleich zu den Mitbewerbern überlegene User Experience verfügen, folgende Vorteile:

  • 14,4 Prozent mehr Kunden kaufen ihre Produkte

  • 15,8 Prozent weniger Kunden ziehen Geschäfte mit Mitbewerbern in Betracht

  • 16,6 Prozent mehr Kunden empfehlen ihre Produkte oder Services weiter

Doch was genau können UX-Forscher leisten, wie setzt man sie am besten ein? Yocco nennt einige zentrale – teils hohe – Erwartungen, die UX-Forscher erfüllen können sollten.

Erwartungen an UX-Forscher …

Wenn man sich dafür entschieden hat, die UX-Forschung für die eigenen Produkte voranzutreiben, ist es lohnenswert, sich über das Anforderungsprofil Gedanken zu machen. Hier spielen folgende Punkte eine Rolle:

Die richtigen Fragen stellen

Zunächst gilt für die UX-Forschung dasselbe, was für jedwede (auch Hochschul-)Forschung essenziell ist: Eine griffige und klare Fragestellung, die verwertbare Daten liefert. Dies klingt jedoch deutlich leichter, als es tatsächlich ist. Als Beispielszenario nennt Yocco die Bewertung einer Webseite. Fragt man die Probanden, ob die Webseite „funktioniert“ und diese nur mit „ja“ oder „nein“ antworten können, weiß man am Ende zwar, o...

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