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PHP Magazin
Wasserfallprojektmanagement vs. agile Methoden

Wenn zwei (fast) das Gleiche tun …

Agile Methoden werden in der Softwareentwicklung meist als völlig gegensätzlich zur klassischen Wasserfallmethode angesehen. Tatsächlich gibt es aber bei beiden Ansätzen auch grundsätzliche Übereinstimmungen. Wo genau liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede und wie wirken sie sich konkret auf das Projektmanagement und auf die Art der Zusammenarbeit aus?

Markus Ernsten


Zunächst ist festzustellen, dass beide Ansätze davon ausgehen, dass die drei Faktoren Kosten, Zeitplan und Umfang das Projekt bestimmen. Unterschiede gibt es dagegen in der Vorgehensweise. Nach dem Wasserfallmodell ist zunächst der Projektumfang zu bestimmen, um anschließend eine Zeit- und Kostenplanung vornehmen zu können. Feedback wird mit „Nachbesserung“ gleichgesetzt – ein Zusatzaufwand, der sich durch eine bessere Planung vermeiden lässt. Der agile Ansatz geht dagegen davon aus, dass der Umfang eines Projekts stets variabel ist. Hierbei bildet Feedback einen wesentlichen, festen Bestandteil des Planungsprozesses, der während der Umsetzungsphase andauert.

Ein weiterer Unterschied: Beim agilen Ansatz entfällt die klassische Weisungshierarchie des Wasserfallmodells. Stattdessen werden Zusammenarbeit und fördernde Unterstützung – auch als „Servant Leadership“ bekannt – gepflegt. Allerdings sind bestimmte Voraussetzungen nötig, damit die althergebrachte hierarchische Befehls- und Kontrollorganisation überflüssig wird: Die Teams müssen über alle Mittel verfügen, die sie für eine erfolgreiche Arbeit benötigen, der unternehmerische Wert ihrer Problemlösungen muss ihnen klar sein und man sollte ihnen den erforderlichen Freiraum und die Zeit gewähren, damit sie ihre Arbeit fertigstellen können.

Beim klassischen Projektmanagement ist es die Aufgabe des Projektmanagers, den Umfang eines Projekts, die Kosten und den Zeitplan miteinander in Einklang zu bringen. Zudem ist er für das Qualitätsmanagement, die Berichterstattung und die Lösung zwischenmenschlicher Probleme verantwortlich. Agiles Projektmanagement zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass das gesamte Team gemeinsame Entscheidungen trifft und gemeinsam an der Umsetzung dieser Vorgaben arbeitet. Durch ein agiles Projektmanagement werden die Teammitglieder zu engagierten und motivierten Mitarbeitern, die in kürzerer Zeit eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten.

Trotz der Unterschiede zwischen den Ansätzen des „Project Management Institute“ (PMI) und agilen Methoden sind viele der Vorgehensweisen, die im Projektmanagementstandard „Project Management Body of Knowledge“ (PMBOK) beschrieben werden, durchaus mit agilen Praktiken vereinbar.

KlassischAgilInitiierung: Definition und Autorisierung des ProjektsVisionierung: Ausreichende Definition des Projekts zur Erstellung einer Sandbox für die ProjektarbeitPlanung: Beschreibung des Managements des ProjektsRoadmap: Umsetzung der Vision in konkrete Produktfunktione...

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Wasserfallprojektmanagement vs. agile Methoden

Wenn zwei (fast) das Gleiche tun …

Agile Methoden werden in der Softwareentwicklung meist als völlig gegensätzlich zur klassischen Wasserfallmethode angesehen. Tatsächlich gibt es aber bei beiden Ansätzen auch grundsätzliche Übereinstimmungen. Wo genau liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede und wie wirken sie sich konkret auf das Projektmanagement und auf die Art der Zusammenarbeit aus?

Markus Ernsten


Zunächst ist festzustellen, dass beide Ansätze davon ausgehen, dass die drei Faktoren Kosten, Zeitplan und Umfang das Projekt bestimmen. Unterschiede gibt es dagegen in der Vorgehensweise. Nach dem Wasserfallmodell ist zunächst der Projektumfang zu bestimmen, um anschließend eine Zeit- und Kostenplanung vornehmen zu können. Feedback wird mit „Nachbesserung“ gleichgesetzt – ein Zusatzaufwand, der sich durch eine bessere Planung vermeiden lässt. Der agile Ansatz geht dagegen davon aus, dass der Umfang eines Projekts stets variabel ist. Hierbei bildet Feedback einen wesentlichen, festen Bestandteil des Planungsprozesses, der während der Umsetzungsphase andauert.

Ein weiterer Unterschied: Beim agilen Ansatz entfällt die klassische Weisungshierarchie des Wasserfallmodells. Stattdessen werden Zusammenarbeit und fördernde Unterstützung – auch als „Servant Leadership“ bekannt – gepflegt. Allerdings sind bestimmte Voraussetzungen nötig, damit die althergebrachte hierarchische Befehls- und Kontrollorganisation überflüssig wird: Die Teams müssen über alle Mittel verfügen, die sie für eine erfolgreiche Arbeit benötigen, der unternehmerische Wert ihrer Problemlösungen muss ihnen klar sein und man sollte ihnen den erforderlichen Freiraum und die Zeit gewähren, damit sie ihre Arbeit fertigstellen können.

Beim klassischen Projektmanagement ist es die Aufgabe des Projektmanagers, den Umfang eines Projekts, die Kosten und den Zeitplan miteinander in Einklang zu bringen. Zudem ist er für das Qualitätsmanagement, die Berichterstattung und die Lösung zwischenmenschlicher Probleme verantwortlich. Agiles Projektmanagement zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass das gesamte Team gemeinsame Entscheidungen trifft und gemeinsam an der Umsetzung dieser Vorgaben arbeitet. Durch ein agiles Projektmanagement werden die Teammitglieder zu engagierten und motivierten Mitarbeitern, die in kürzerer Zeit eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten.

Trotz der Unterschiede zwischen den Ansätzen des „Project Management Institute“ (PMI) und agilen Methoden sind viele der Vorgehensweisen, die im Projektmanagementstandard „Project Management Body of Knowledge“ (PMBOK) beschrieben werden, durchaus mit agilen Praktiken vereinbar.

KlassischAgilInitiierung: Definition und Autorisierung des ProjektsVisionierung: Ausreichende Definition des Projekts zur Erstellung einer Sandbox für die ProjektarbeitPlanung: Beschreibung des Managements des ProjektsRoadmap: Umsetzung der Vision in konkrete Produktfunktione...

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