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Teil 2: Conversion ist planbar

UX-Missverständnisse


TL;DR: Das bloße Kopieren einer bereits erfolgreichen Geschäftsidee genügt nicht für den Erfolg im Web. Denn was für andere funktioniert, muss nicht zwingend der Booster für das eigene Projekt sein.

Die meisten Irrtümer im Umgang mit der User Experience basieren auf falschen Annahmen hinsichtlich der Interaktion von Usern mit digitalen Produkten. Was oftmals gut gemeint ist, kann die Conversion und Beliebtheit des eigenen Projekts stark gefährden. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, stellen wir in dieser Artikelserie die häufigsten UX-Missverständnisse vor – heute: Conversion ist planbar.

Unter dem Begriff „Copycat“ versteht man das Nachahmen oder Kopieren einer Geschäftsidee. Das Kalkül dahinter ist mehr als simpel: Ein bereits etabliertes und erfolgreiches Produkt zu kopieren, scheint sicherer und erfolgversprechender zu sein, als erst etwas Neues am Markt etablieren zu müssen. Man spart sich zeitintensive Research-Arbeiten und kann auf erprobtes Know-how zurückgreifen. Allerdings kann die Imitation nicht nur bei den eigentlichen Gründern für Empörung und Ärger sorgen, sondern rentiert sich auch in den seltensten Fällen.

UX-Missverständnis #4: Wenn es für Amazon funktioniert, funktioniert es immer!

Dass das Kopieren ausgereifter und erprobter Geschäfts­ideen nicht immer automatisch zu einer Steigerung der Beliebtheit des eigenen Produkts und zur Erhöhung der Konversionsrate führt, lässt sich beispielhaft an der E-Com­merce-Plattform Amazon verdeutlichen.

Mit Blick auf Traffic und Userzahlen gehört Amazon zu den größten E-Commerce-Webseiten im Netz. Für viele Indiz genug, dass jedes Feature auf der Plattform mehr als ausgiebig getestet wurde. In Zeiten, wo das Budget von Unternehmen zumeist exponentiell zu ihrer Größe schrumpft, verspricht man sich durch das Kopieren erfolgreicher Funktionen die eigenen Kosten gering zu halten – und das bei möglichst hohem Erfolg.

Allerdings verrechnet man sich hierbei oft. Ganz davon abgesehen, dass Amazon sich durch seine Marktdominanz und Monopolstellung nicht an die klassischen Regeln beim Verkauf von Waren halten muss, gibt es mit Blick auf die User Experience [1] noch weitere gute Gründe, warum reines Nachahmen nicht immer zum Erfolg führen muss.

Entscheidet man sich dazu, Bestandteile von Amazon zu kopieren, weiß man nie ganz genau, warum diese Elemente so und nicht anders gestaltet sind. Ohne die Geschichte hinter einer Komponente genau zu kennen, kann man sich zu keiner Zeit vollends sicher sein, dass es die ...

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