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Editorial

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit dem Thema Inspiration ist es so eine Sache: Man sollte sich nicht verordnen, sie immer sofort in Innovation ummünzen zu müssen. Will sagen, dass es durchaus kontraproduktiv sein kann, sich einen Zeitraum vorzunehmen, in dem man sich von frisch erlangten Einflüssen auf einen neuen Weg bringen lassen möchte.

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich während der International PHP Conference in einem Hotel in München in der Lobby, habe die Kopfhörer im Ohr und versuche, jede Menge dieser Eindrücke zu verarbeiten. Nicht alle davon sind neu, aber die letzten zwei Tage habe ich unzählige Gespräche geführt und mindestens ebenso viele Einflüsse in mich aufsaugen können. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, in dem der Druck des Magazins immer näher rückt und ich ein Editorial abgeben muss. Gar nicht so leicht, in diesem Moment all die Eindrücke, die Strömungen zu bündeln und zu kanalisieren. Man muss eindeutig darauf vertrauen, dass all die Themen nachhallen werden.

Generell sollte man das viel öfter tun; das ist eine der Lehren, die ich aus München mit nach Hause nehmen werde. Dass man nicht immer der nächstbesten Sau, die durchs Dorf getrieben wird, hinterherrennen sollte, ist klar. Doch oft genug ist es so, dass man zunächst einen vollkommen falschen Eindruck davon hatte, was sich hinter Buzzword X oder Hypetechnologie Y verbergen könnte, oder eben auch nicht. Denn, und das ist eine spannende Erkenntnis wie ich finde, es scheint mir des Öfteren so zu sein, dass verschiedenste Menschen in den verschiedenen Strömungen der IT ganz eigene Geheimnisse, Vorteile und Drawbacks sehen.

Zu den einzelnen Ansichten kann man nun stehen wie man möchte, aber es zeugt mehr als deutlich davon, dass mit ein wenig Abstand gar nicht mehr alle Katzen grau sind; und erst recht nicht alles Gold ist, was glänzt. Das beginnt ja schon beim Reizthema Microservices, das für die einen die möglichst atomare Aufteilung einer Applikation in möglichst viele kleine Services ist – mit dem Ziel der maximal möglichen Resilienz. Andere hingegen sehen darin einen Ansatz, Units zu schaffen, in denen ganz nach DevOps-Vorlebe Abgesandte unterschiedlichster Abteilungen Hand in Hand mit „embedded“ Entwicklern an der Perfektionierung einzelner businesskritischer Teile der Anwendung arbeiten können. Letzteres ist übrigens – obwohl vom klassischen Hintergedanken wohl am weitesten entfernt – eine Interpretation, mit der ich mich relativ leicht anfreunden kann.

Nun sitze ich im...

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